EuroLeague Wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Basketball liegt auf dem hellen Parkett einer leeren Halle, im Hintergrund steigen die Tribünenreihen im Halbdunkel an.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Bewilligungs­lage der Gespa (Eidg. Geldspielaufsicht) und die Spielregeln Sporttip Version 4.2.

Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert; die Hauptrunde umfasst 38 Spiele im Hin- und Rückspiel.

Wer in der Schweiz auf EuroLeague-Basketball wetten will, landet sehr schnell bei einer harten Auswahl: nur zwei Veranstalterinnen dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten, beide unter dem Dach des Geldspielgesetzes (BGS), beide mit einer Veranstalter- und einer Spielbewilligung der Gespa. Wer darüber hinausgeht, spielt bei einer ausländischen Marke ohne Schweizer Bewilligung – was nicht heisst, dass die Seite geschlossen ist, aber was sehr wohl heisst, dass hier weder die Spielregeln der Gespa noch die Spielsperre und das Beschwerde­verfahren der Schweiz greifen. Dieser Überblick ordnet das Ganze vom Wettbewerb her, weil sich an ihm entscheidet, welche Märkte überhaupt angeboten werden dürfen, wie viele Spiele die Hauptrunde hat und was eine Wette rechnerisch kostet.

Die EuroLeague ist seit der Saison 2025/26 von 18 auf 20 Mannschaften erweitert; die Hauptrunde umfasst damit 38 Spiele im Hin- und Rückspiel, ehe die ersten sechs Teams direkt in die Playoffs einziehen und die Plätze 7 bis 10 in den Play-ins um die letzten beiden Playoff-Plätze spielen. Dahinter folgen Playoff-Serien im Modus «Best of five» und das Final Four, das in der abgelaufenen Saison im Telekom Center in Athen stattfand und das Olympiacos Piräus als erster Hauptrunden-Erster überhaupt für sich entschied. Wer auf diese Spiele setzen will, muss zuerst verstehen, welche Märkte die Schweizer Bewilligungs­liste überhaupt freigibt, was eine Quote über die Gewinn­berechnung wirklich sagt und welche Schutz­schranken vor dem ersten Tipp gesetzt sein müssen.

Anbieter im Vergleich

Marke Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin
Swisslos Sporttip Bewilligung Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung) Loterie Romande, Lausanne
PowBet ohne Schweizer Bewilligung –
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung –
MrXbet ohne Schweizer Bewilligung –
Rabona ohne Schweizer Bewilligung –
Betovo ohne Schweizer Bewilligung –
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung –
1Bet ohne Schweizer Bewilligung –
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung –

Die Tabelle trennt zwei Welten. Die oberen zwei Zeilen stehen für das, was das Schweizer Geldspiel­gesetz unter einer Bewilligung versteht: eine zugelassene Grossspiel­veranstalterin mit Sitz im Inland, deren Online-Angebot nur einem fest umrissenen Vertrags­gebiet offensteht (Swisslos für die Deutsch­schweiz, das Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande für die West­schweiz), und deren Märkte auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen der Gespa beruhen. Die übrigen acht Marken besitzen keine Schweizer Bewilligung; eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Staat hat hier keine Kraft, weil das BGS klarstellt, dass eine ausländische Bewilligung «nur in der Schweiz» gilt und in der Schweiz nichts ausrichtet, solange die Gespa keine Schweizer Veranstalter- und Spiel­bewilligung erteilt hat. Was sich daraus für jede einzelne Marke konkret ergibt, finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten unter «Anbieter im Vergleich».

Eine Armbanduhr und ein Wasserglas stehen auf einem Nachttisch im ersten Morgenlicht, daneben ein zugeklapptes Buch.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Swisslos Sporttip

Swisslos ist eine der beiden Veranstalterinnen, denen das inter­kantonale Geldspiel­konzert das Recht zur Durchführung von Sportwetten in der Schweiz zugesteht. Organisiert wird sie als Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Sportwetten­produkt heisst Sporttip und steht online nur Personen offen, die im Swisslos-Vertrags­gebiet wohnen: die Deutsch­schweizer Kantone, das Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort registriert ist, kann ab 18 Jahren auf das gesamte bewilligte Wett­programm zugreifen, darunter die EuroLeague, soweit sie als Wettbewerb auf der Gespa-Liste erscheint.

Die Limits sind Spielregeln, keine Markt­daten: der Mindest­einsatz für Einzel- und Kombinations­wetten liegt bei CHF 1, der Höchst­einsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro System­wette. Sporttip darf diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, sondern zurück­gewiesen. Vor der ersten Wette setzen Spielende zudem Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage – mit einer Ober­limite von CHF 9’999 und einer Junior-Limite von CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich freiwillig eine Einzahlungs­limite für 30 Tage setzen.

Das Wett­programm kombiniert Prematch- und Live­wetten, Einzel-, Kombinations- und System­wetten, dazu Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeit­wetten (Prematch und live), allerdings ausschliesslich online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teil­auszahlung. Quoten- und Profit­boosts gibt es ebenfalls nur online und pro Person einmal pro Aktion; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer abhängige Ereignisse derselben Sport­veranstaltung kombinieren will, muss den Bet-Builder benutzen – andernfalls kann Sporttip die ganze Kombination für ungültig erklären und den Einsatz zurück­erstatten. Im Streitfall gilt Schweizer Recht, im Beschwerde­weg die Gespa.

Für die EuroLeague passt das Profil eines Wettenden, der mit kleinen bis mittleren Einsätzen spielt, sich an klare Ober­grenzen hält und keine ausländische Quote sucht, die hier schlicht nicht bewilligt wäre. Wer ein grösseres Bankroll bewegt, stösst an die Höchst­limite – das ist nicht zu umgehen, sondern Teil der Konzession.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Gegenstück zu Sporttip in der West­schweiz und läuft unter der Marke der Loterie Romande mit Sitz in Lausanne. Die Veranstalterin bedient die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen und auf das bewilligte Programm zugreifen, darunter die EuroLeague. Wie Sporttip arbeitet sie mit einer Veranstalter- und einer Spiel­bewilligung nach BGS und unter Aufsicht der Gespa, beide Bewilligungen sind im nationalen Geldspiel­konzert verankert.

Die Grund­mechanik entspricht der Schweizer Grossspiel­logik: Setz-Limits vor der ersten Wette, eine Spielsperre im schweizweiten Register und Auszahlungen ausschliesslich auf ein Konto, das auf den Namen der Konto­inhaberin läuft. Für West­schweizer Wettende ist Jouez Sport der direkte Zugang – mit der Einschränkung, dass die Märkte auf der Gespa-Liste stehen und keine Bundesliga-Quoten oder NBA-Lines eingestreut werden, die das BGS nicht hergibt.

Der Unterschied zu Sporttip ist eher operativ als sportlich: identisches Wett­regime, vergleichbare Limits, eigener Sprach- und Vertriebsraum. Wer in Genf sitzt, kann nicht bei Swisslos wetten, und wer in Bern wohnt, ist nicht im Jouez-Sport-Gebiet. Wer umzieht, muss das Konto wechseln.

PowBet

PowBet gehört in diese Liste, weil Schweizer Spielende auf die Marke stossen – beworben wird sie hier nicht, angetroffen wird sie trotzdem. PowBet besitzt keine Schweizer Bewilligung; eine Lizenz aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft, solange die Gespa keine eigene Veranstalter- und Spiel­bewilligung erteilt hat. PowBet ist deshalb weder an die Schweizer Sperrliste noch an das hiesige Spielsperre­register angeschlossen; wer dort spielt, hat im Streitfall kein Schweizer Beschwerde­verfahren zur Hand und keine Spielsperre, die hier greift.

Die Gespa kann die Domain PowBets auf die Sperrliste setzen (DNS-Block); ist sie dort, hilft der Domain-Wechsel der Anbieterin innerhalb von Stunden nach. Spieler­schutz heisst hier: nichts, was die Schweizer Verordnung vorschreibt.

Wer dennoch spielt: keine Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden, und keine eidgenössische Stelle, die das durchsetzt. Im Konkurs­fall greift ausländisches Recht, nicht das BGS. Aus kantonal­steuerlicher Sicht können Gewinne – je nach Kanton – anders behandelt werden als Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen.

Für wen PowBet passt: niemanden, der hier wohnt und Wert auf Schweizer Spieler­schutz legt. Wer aus dieser Marke wählt, nimmt die ganze Lücke bewusst in Kauf.

Cloudbet

Cloudbet ist im gleichen Lager: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Spieler­schutz, kein Anschluss an die Sperrliste. Cloudbet richtet sich international aus, akzeptiert Krypto­zahlungen und versteht sich eher als Spezialistin für hohe Limits denn als einheimisches Angebot. Für Schweizer Wohnsitze ändert das nichts an der fehlenden Konzession: die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, und sobald sie dort steht, führt der Weg an ihr vorbei über einen neuen Domain-Namen.

Die übliche Folge: hohe Verfügbarkeit, aber kein Schweizer Beschwerde­weg. Wer mit Crypto spielt, hat zudem keine Schweizer Bank, die eine Auszahlung entgegennimmt; das Geld landet in einem Wallet, nicht auf einem Schweizer Konto.

Wer Cloudbet wählt, bezahlt das mit fehlender Schweizer Aufsicht. Das «mehr an Quote», das solche Anbieter­innen ausloben, ist keine Lizenz, sondern das eingepreiste Risiko.

MrXbet

MrXbet fügt sich in das Muster der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung ein. Kein Anschluss an das Schweizer Sperr­register, kein Schweizer Spieler­schutz, keine Schweizer Aufsicht. Wer hier einzahlt, nimmt bewusst die ganze Lücke in Kauf – und nimmt zudem die Möglichkeit in Kauf, dass die Gewinne nach Schweizer Steuerrecht anders behandelt werden als Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen.

Vorteile gegenüber Schweizer Anbieterinnen versprechen solche Plattformen vor allem über das Sortiment: Live­wetten, asiatische Handicap-Linien, exotische Wett­typen. Was daran legal in der Schweiz genutzt werden darf, richtet sich nach der Gespa-Liste; der Rest der Märkte fällt aus der Bewilligung und damit aus dem Schweizer Schutz­rahmen heraus.

Wer MrXbet wählt, tauscht den Schweizer Schutz gegen ein breiteres Wett­programm und nimmt den Verlust an Beschwerde­möglichkeit und Spieler­schutz mit. Es ist ein bewusster Tausch, kein Neben­effekt.

Rabona

Rabona folgt demselben Schema: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Spieler­schutz, keine Schweizer Aufsicht. Rabona ist international ausgerichtet, akzeptiert Krypto­zahlungen, wirbt mit Bonus­aktionen – die unter dem BGS ohne vorherige Zustimmung der Gespa nicht erlaubt wären. Wer auf einer Domain spielt, die nicht auf der Sperrliste steht, hat formal freien Zugang; steht sie auf der Liste, hilft ein Domain-Wechsel innerhalb von Stunden.

Wer hier spielt, muss mit der ausländischen Rechts­ordnung rechnen, nicht mit der Schweizer. Das Beschwerde­wesen, das hier greift, ist das der jeweiligen Lizenz­behörde – nicht der Gespa.

Für wen Rabona passt: niemanden, der die Schweiz als Wohnsitz hat und auf den Schutz des BGS Wert legt.

Betovo

Betovo gehört ebenfalls in die Reihe ausländischer Marken ohne Schweizer Bewilligung. Kein Schweizer Spieler­schutz, keine Schweizer Sperrliste, keine Schweizer Aufsicht. Was Betovo an Quote oder an Sortiment anbietet, ist international, nicht hier bewilligt.

Wer sich für Betovo entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass die Verlust­limiten und die Spielsperre, die das BGS für bewilligte Anbieterinnen vorschreibt, hier nicht greifen. Allenfalls sind die Beschränkungen der ausländischen Lizenz relevant, nicht die der Gespa. Die Folge: ein Angebot «ohne Schweizer Begrenzung» ist kein Vorteil, sondern eine Lücke.

Wer aus den Kantonen mit bewil­ligtem Angebot spielt, findet in Sporttip und Jouez Sport die bewilligten Alternativen – mit den Schutz­schranken, die das BGS verlangt.

DirectionBet

DirectionBet reiht sich ohne Schweizer Bewilligung in die Liste ein. Keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das Schweizer Sperr­register, keine eidgenössische Spieler­schutz­regel. Die Plattform mag international konzessioniert sein – was in Curaçao, Malta oder anderswo erlaubt ist, hat hier keine Wirkung.

Wer aus der Schweiz auf DirectionBet spielt, spielt rechtlich ausserhalb des BGS, mit allen Folgen für Spieler­schutz, Beschwerde­weg und steuerliche Behandlung. Wer das Angebot prüft, sollte zuerst prüfen, ob die Domain gerade auf der Sperrliste steht – und wenn ja, mit welchem Domain-Wechsel die Anbieterin reagiert.

DirectionBet ist für niemanden «die sichere Wahl», der in der Schweiz wohnt.

1Bet

1Bet folgt der gleichen Logik: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Spieler­schutz, keine Schweizer Aufsicht. Die Marke ist international aufgestellt, nicht hier bewilligt. Wer auf 1Bet spielt, hat kein Beschwerde­recht bei der Gespa und keine Spielsperre im nationalen Register.

Wer es dennoch tut, sollte die ausländische Konzession prüfen und sich bewusst sein, dass die kanto­nale Besteuerung Gewinne ausländischer Grossspiele unter Umständen anders behandelt als Gewinne aus bewilligten Schweizer Angeboten.

Für Schweizer Wohnsitze bleibt 1Bet eine bewusste Wahl ausserhalb des Schweizer Schutz­rahmens.

N1 Bet

N1 Bet schliesst die Reihe der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Keine Gespa-Aufsicht, kein Anschluss an die Sperrliste, kein eidgenössischer Spieler­schutz. Was die Plattform an Quote und an Sortiment anbietet, ist international und fällt nicht unter die Schweizer Bewilligung.

Wer aus der Schweiz auf N1 Bet spielt, wählt die Plattform bewusst und nimmt die Lücke im Spieler­schutz, im Beschwerde­weg und in der steuerlichen Behandlung in Kauf. Der «freie Zugang», der hier ausgelobt wird, ist keine Schweizer Freiheit, sondern das Fehlen einer Konzession.

Wer die Konzession sucht, bleibt bei Sporttip oder Jouez Sport – je nach Wohnsitz.

Grundlagen der EuroLeague und was sie für Wetten bedeuten

Die EuroLeague ist ein gemeinsames Wett­bewerbs­unternehmen von Euroleague Basketball und der IMG (International Management Group) und gehört damit zur Endeavor-Gruppe; sie wurde im Jahr 2000 unter dem Dach der ULEB von grossen Klubs wie Real Madrid, dem FC Barcelona und Olympiacos Piräus gegründet, die erste Saison 2000/01 wurde mit 24 Teams gespielt. Wer heute auf die EuroLeague tippt, tippt auf einen Wettbewerb mit langer Geschichte und sehr hoher Marken­dichte – Mannschaften wie Real Madrid, FC Barcelona, Olympiacos, Maccabi Tel Aviv, Panathinaikos, Fenerbahce und Anadolu Efes sind seit Jahren im Rennen, und in der Saison 2025/26 ist die Liga auf 20 Teams erweitert worden.

Die Erweiterung ist keine kosmetische Änderung, sie verschiebt die Wett­märkte. Aus 18 Teams werden 20, aus 34 Hauptrunden­spielen werden 38. 38 Spiele im Hin- und Rückspiel heisst 38 Termine, an denen eine Quote angeboten werden kann – mit Handicap-Linien, Über/Unter und einer Sieger­wette, die pro Spieltag neu justiert wird. Für die Playoff-Phase ändert sich der Modus: die ersten sechs Teams ziehen direkt in die Playoffs, die Plätze 7 bis 10 spielen in Play-ins um die letzten beiden Plätze, anschliessend folgen Playoff-Serien im Modus «Best of five» und das Final Four – im Telekom Center Athens, wo Olympiacos Piräus in der abgelaufenen Saison den Titel holte und Evan Fournier zum wertvollsten Spieler des Final Four gewählt wurde. Wer auf Playoff-Quoten setzt, setzt auf einen Wettbewerb, in dem eine Vor­runde zwischen Platz 7 und 10 über den Einzug ins Viertelfinale entscheidet – und damit über die Tiefe der Quote.

Historisch markiert die Saison 2025/26 zudem einen kleinen Meilenstein: den millionsten Punkt der EuroLeague-Geschichte. Er fiel am 18. Dezember 2025 durch Théo Maledon von Real Madrid beim 95:90 gegen Paris Basketball. Der erste Punkt der Liga war am 16. Oktober 2000 durch Dino Rađa für Olympiakos erzielt worden. 25 Jahre und ein bisschen mehr liegen dazwischen – präzise 4’134 Spiele Hauptrunde und Playoffs, in denen sich Quote, Marge und Markt­tiefe auf das heutige Niveau eingespielt haben.

Was davon für Wetten zählt: die EuroLeague ist ein Wett­bewerb auf der Liste der bewilligten Sportarten der Gespa (Version vom 10.09.2026). Das BGS erlaubt Wetten nur auf bewilligte Sport­anlässe, bewilligte Wettbewerbe und bewilligte Wett­typen. Wer in der Schweiz legal auf eine EuroLeague-Partie tippt, tippt innerhalb dieses Rahmens; wer das Programm prüft, prüft damit implizit die Bewilligungs­liste. Das ist der Grund, warum kein «erweitertes Sortiment» beworben wird – es ist schlicht nicht bewilligt.

Wie Quoten, Gewinn und Marge zusammen­hängen

Der Auszahlungs­schlüssel eines Marktes ist das Verhältnis, in dem ein Wett­anbieter die Einsätze zurück­zahlt: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes. Was die Anbieterin nicht zurück­zahlt, ist die Marge – 100 % minus Auszahlungs­schlüssel. Wer den Schlüssel kennt, kennt die Marge; wer die Marge kennt, kennt die Kosten jeder Wette auf diesem Markt.

Eine zwei­seitige Sieger­wette mit Quoten von 1.90 auf jede Seite gibt einen Auszahlungs­schlüssel von rund 95 % – 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0’947, also etwa 94.7 %, was einer Marge von etwa 5.3 % entspricht. Drei bis fünf Prozent Marge sind für einen europäischen Spitzen­markt wie die EuroLeague das, was die Schweizer Konzessionärinnen verlangen. Eine Wette zu 1.90, die gewinnt, zahlt das 1.90-fache des Einsatzes zurück – bei einem Einsatz von CHF 10 sind das CHF 19 Brutto, davon CHF 9 als Netto­gewinn (ohne Abzüge). Die Formel dahinter: Auszahlung = Einsatz × Quote, Netto­gewinn = Einsatz × (Quote − 1).

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzel­quoten zur Gesamt­quote. Vier Voraussagen mit Quoten von 1.50 ergeben 1.50⁴ = 5.0625 als Gesamt­quote; ein Einsatz von CHF 10 zahlt im Erfolgs­fall rund CHF 50.62 Brutto, davon CHF 40.62 Netto­gewinn. Dabei gilt der Sporttip-Kombiboost: ab vier Voraussagen mit Einzel­quote von mindestens 1.50 gibt es auf den Netto­gewinn 5 %, ab sieben Voraussagen 20 %, ab zehn 40 %, ab fünfzehn 100 % – online, bei Prematch-, Live- und System­wetten. Der Boost ist auf den Netto­gewinn berechnet, nicht auf den Brutto­betrag, und beim Cash-Out verfällt er.

Der Punkt, an dem die Marge ins Gewicht fällt, ist nicht die einzelne Wette, sondern die Wieder­holungs­rate. Eine 5 %-Marge bedeutet, dass von jedem Franken, der auf den Markt gesetzt wird, etwa fünf Rappen beim Anbieter bleiben – über alle Wetten gemittelt. Wer jede Woche zwanzig Wetten platziert, lässt über die Saison einen kleinen Betrag auf der Strecke; wer in der gleichen Zeit nur zwei Wetten setzt, lässt anteilig weniger dort. Das ist die Kosten­struktur, die das BGS nicht verbietet, sondern voraussetzt: jede Wette hat einen Preis, und der Preis ist die Marge.

Drei Begiff­lichkeiten, die in diesem Zusammen­hang auseinander­gehalten werden müssen: die «Quote» (Dezimal­wert, mit dem der Einsatz multi­pliziert wird), der «Auszahlungs­schlüssel» (Anteil der Einsätze, den der Markt zurück­zahlt) und die «Marge» (Anteil, den die Anbieterin behält). Bei einer 1.90/1.90-Wette liegt der Schlüssel bei ungefähr 95 %, die Marge bei ungefähr 5 %. Esels­brücke: jede ausgeschriebene Quote enthält bereits die Marge.

Rechtslage in der Schweiz

Die Schweiz kennt nur zwei Veranstalterinnen von Sport­wetten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf die Inter­kantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durch­führung von Geld­spielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) und auf das Bundes­gesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Beide brauchen je eine Veranstalter- und eine Spiel­bewilligung der Gespa (Inter­kantonale Geldspiel­aufsicht, Sitz in Bern); das Geldspiel­konzert ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft.

Ein breiter Fluss fliesst unter einer Steinbrücke im Nebel, am Ufer stehen Platanen mit nassen Blättern.
Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert.

Was das Geld­spiel­gesetz festhält, ist für die Frage nach Wetten auf die EuroLeague entscheidend: Eine ausländische Bewilligung gilt «nur in der Schweiz» im Sinne einer Inland­bewilligung – sie hat in der Schweiz keine Kraft, weil das BGS für die Durch­führung von Geld­spielen eine Schweizer Bewilligung verlangt (Art. 4 und Art. 21-25 BGS). Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land ist hier also keine Lizenz, sondern ein Label der ausländischen Aufsichts­behörde. Das ist der Grund, warum die Gespa keine «Liste der bewilligten ausländischen Anbieterinnen» veröffentlicht: es gibt schlicht keine.

Die Gespa wiederum veröffentlicht zwei Listen: die Bewilligungs­liste der bewilligten Sport­anlässe, Wettbewerbe und Wett­typen (Version 10.09.2026) und die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Tele­kom-Anbieter per DNS blockieren. Wer auf der Sperrliste steht, ist für Schweizer End­kund­innen nicht ohne Weiteres erreichbar; wer nicht auf der Liste steht, ist formal erreichbar – aber nicht bewilligt. Das Nebeneinander ist kein Zufall: die Bewilligungs­liste definiert, was bewilligt ist, die Sperrliste definiert, was blockiert wird, und dazwischen liegt eine Grauzone, die mit jedem Domain-Wechsel neu justiert wird.

Was beworben werden darf, ist eng umrissen: Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS); Werbung generell darf nicht in Richtung Minder­jähriger, gesperrter oder überschuldeter Personen gehen und nicht irreführend sein. Gratis­spiel­guthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) – 2025 hat die Gespa 24 solcher Zustimmungen an die Loterie Romande erteilt und 8 an Swisslos.

Die straf­rechtliche Seite liegt beim Art. 130 BGS: Wer ohne Schweizer Bewilligung Sport­wetten veranstaltet, macht sich strafbar – bis zu drei Jahren Freiheits­strafe oder Geld­strafe, bei gewerbs­mässigem Handeln bis zu fünf Jahren. Die Spielenden selbst werden dafür nicht bestraft; aber Stakes und Gewinne können im Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden, und der Schweizer Spieler­schutz greift nicht.

Spieler­schutz und Verlust­limiten

Bevor die erste Wette platziert wird, müssen Spielende Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Ober­limite beträgt CHF 9’999 pro Tag für Erwachsene und CHF 1’000 pro Tag für Minder­jährige unter 21 Jahren; sie ist keine staatliche Vorgabe, sondern eine Vorgabe der Anbieterin im Rahmen der Bewilligung. Eine Senkung greift sofort; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungs­limite für 30 Tage gesetzt werden, die unabhängig von der Verlust­limite wirkt.

Diese 72-Stunden-Frist ist nicht im BGS, sondern in den Schweizer Spielregeln verankert: das BGS schreibt eine Sperr­frist von 24 Stunden vor; die Anbieterinnen dürfen eine längere Frist setzen – Sporttip und Loterie Romande haben sich für 72 Stunden entschieden. Für die Erhöhung heisst das: wer nach zwei Tagen schon hoch will, muss einen dritten Tag warten. Wer die Limite bewusst niedrig hält, hat einen weiteren Vorteil – die Senkung greift sofort.

Die Spielsperre ist das stärkere Instrument: wer den Zugang produkt­bezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperrt, kann diese Sperre nicht vor Frist­ablauf aufheben; eine unbe­fristete Spielsperre wird in einem schweiz­weiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, mit Einbezug einer Fach­stelle; eine Selbstausschluss­frist von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Minder­jährige unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS); wer als Wett­kämpfer an einem Wett­ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – das gilt für Aktive und reicht bis in die Spitzen­ligen. Eine Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hoch­geladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Daten­banken geprüft. Wer gesperrt oder minder­jährig ist, hat keinen Anspruch auf Stakes oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Was die Sicherheit erhöht, ist die Auszahlungs­regel: Gewinne und Saldi werden ausschliesslich auf ein Zahlungs­konto im Namen der Konto­inhaberin aus­gezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wett­markt nicht. Kreditierung an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wer hier spielt, spielt mit Bank­konto, nicht mit Wallet – was die Kontrolle erleichtert, aber die Anonymität aufhebt.

Wer in Tests misst, wie gut dieser Schutz greift, kommt zu einem nüchternen Bild: Die Gespa hat 2025 in 200 Test­käufen an Verkaufs­stellen in 47.5 % der Fälle erfolgreich eine Sport­wette an Minder­jährige verkauft. Das ist die Verkaufs­stelle, nicht der Online-Kanal; es ist ein Hinweis darauf, dass die Kontrolle offline noch Lücken hat, kein Argument dafür, online weniger streng zu prüfen.

Märkte, Wett­typen und das Cash-Out

Die bewilligten Wett­typen stehen in der Gespa-Liste – und nicht in der Werbung. Die Liste enthält Wetten auf bewilligte Sport­anlässe und Wettbewerbe (Art. 25 BGS); Qualifikations­runden nur, wenn sie gelistet sind; Frauen­wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangierungs­wetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem inter­nationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet – nie auf Trainings­läufe. Corner-, Karten­wetten und ein Esports­Abschnitt sind in der Liste nicht zu finden.

Was nicht in der Liste steht, ist in der Schweiz nicht bewilligt. Das schneidet das Sortiment bewusst eng – aber es definiert auch, was beworbene «Märkte» ausländischer Anbieterinnen in der Schweiz wert sind: dort, wo die Schweiz eine Konzession verlangt, fällt das Sortiment ausländischer Anbieterinnen durch. Was im Inland beworben werden darf, ist eng umrissen: keine Echt­zeit­über­tragung, kein Live-Stream; was bleibt, ist das Wett­programm.

Live­wetten sind erlaubt, Prematch und live – das BGS kennt keine spezial­gesetzliche Ein­schränkung einzelner Live-Märkte, wie sie andere Länder kennen. Was bei Sporttip zu beachten ist: Wetten, die nach dem tatsächlichen Ein­treffen des Wett­ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spiel­ent­scheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Video­schieds­richter­ent­scheid) kann Sporttip Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Die «reguläre Spielzeit» umfasst die reguläre Spiel­dauer (im Fussball 90 Minuten) plus Nachspiel­zeit; Verlängerung und Penalty­schiessen zählen nur, wenn das Wett­programm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Cash-Out ist kein Schweizer Standard, sondern ein Sporttip-Feature: für Einzel-, Kombinations- und Lang­zeit­wetten, vor Spiel­beginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teil­auszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vor­zeitige Wett­gewinn, hängt vom Stand der Sport­ereignisse ab und kann von Sporttip jederzeit geändert werden; Sporttip muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Wer ein Cash-Out ausführt, kann es nicht rück­gängig machen – die Wette ist vorbei. Bei einem Cash-Out verfällt zudem ein allfälliger Quoten- oder Profit­boost, der an die Wette gehängt war.

Abhängige Wett­ereignisse derselben Sport­veranstaltung werden über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Sporttip irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombi für ungültig erklärt und der Einsatz zurück­erstattet werden. Das ist die einzige offizielle Form, mehrere Wetten desselben Spiels zu kombinieren.

Wird ein Wett­ereignis abge­sagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzel­wetten werden zurück­bezahlt, in Kombi­wetten erhält die Voraus­sage Quote 1.00. Das ist die Spielregel­standard: Annulation ohne Verlust für die Wettenden, weil die Quote 1.00 den Einsatz zurück­gibt.

Zahlungen, Steuern und was übrig bleibt

Gewinne aus Schweizer bewilligten Gross­spielen sind – die ESTV nennt Sport­wetten explizit – einkommen­steuerfrei bis zum Steuer­frei­betrag pro Einzel­gewinn und werden erst darüber besteuert. Der Bundes­schwellen­wert beträgt ab 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025); die kantonalen Schwellen­werte sind tiefer und unter­schiedlich, weshalb der Begriff «je nach Kanton» gilt – nie eine einzelne kantonale Zahl im Text.

Über der Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungs­steuer ein, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuer­erklärung zurück­gefordert werden kann. Für den typischen Wett­gewinn heisst das: keine Einkommen­steuer, keine Verrechnungs­steuer. Die Schweiz kennt keine Wett­steuer auf den Einsatz – wer von einer «5 %-Wett­steuer» liest, liest von einer anderen Rechts­ordnung.

Gewinne aus ausländischen Anbieterinnen fallen nicht unter die Verrechnungs­steuer, dafür aber unter die kantonale Praxis: Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Gross­spielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen; andere Kantone kennen andere Schwellen. Wer im Ausland spielt, sollte sich beim kantonalen Steuer­amt oder beim Steuer­berater erkundigen, nicht beim Anbieter.

Was am Ende übrig bleibt, ist eine schlichte Rechnung: Einsatz mal Quote minus Einsatz = Netto­gewinn; Netto­gewinn mal Marge des Marktes = statistischer Kosten­anteil über die Saison. Über alle Wetten gemittelt, lässt die Marge jeden Franken, der durch die Quoten fliesst, um den Marge-Betrag schrumpfen. Bei einer Marge von 5 % auf einem Markt mit 1000 Franken Einsatz sind das 50 Franken über die ganze Saison – nicht pro Wette, sondern im Mittel. Wer fünf Wetten pro Woche à 20 Franken setzt und zehn Wochen spielt, hat 1’000 Franken bewegt und im Mittel 50 Franken an die Marge abgegeben. Was übrig bleibt, hängt von der Treffer­quote ab; und niemand weiss die im Voraus.

Was die Konsequenz für die Wett­praxis ist

Wer in der Schweiz legal auf die EuroLeague wetten will, spielt bei Sporttip oder Jouez Sport – je nach Wohn­sitz. Wohnt jemand in Genf, geht es zu Jouez Sport; wohnt jemand in Bern, zu Sporttip. Wohnt jemand in beiden Kantonen zugleich, ist der Wohnsitz im Sinne der Registrierung entscheidend. Wer unter 18 ist, ist ausgeschlossen; gesperrte Personen ebenfalls; jede Person darf nur ein Konto führen; die Verlust­limiten werden vor der ersten Wette gesetzt, nicht nach.

Wer aus Bequemlich­keit eine ausländische Anbieterin wählt, weil sie «mehr Märkte» hat, hat in der Schweiz zwei Nachteile: kein Schweizer Spieler­schutz und keine Schweizer Aufsicht. Die Märkte, die diese Anbieterinnen ausloben, sind in der Schweiz nicht bewilligt; was beworben wird, ist Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Geld­spiele, was nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten ist. Wer auf einer ausländischen Domain spielt, die gerade nicht auf der Sperr­liste steht, hat formalen Zugang – aber keinen Schutz.

Wer bei Sporttip spielt, hat die 72-Stunden-Frist für Erhöhungen der Verlust­limiten zu beachten; wer bei einer Erhöhung der Limite nicht 72 Stunden warten kann, hat die Ober­limite für sich selbst zu niedrig angesetzt. Wer die Limite senken will, kann das sofort – das ist der Trick mit der Senkung, der von Schweizer Spiel­regeln bewusst so vorgesehen ist.

Wer auf eine Playoff-Serie tippt, sollte den Modus kennen: «Best of five», also drei Siege zum Weiterkommen. Wer auf das Final Four tippt, sollte den Modus kennen: Halbfinale und Finale an einem Wochenende, ein Wochenende, an dem eine Vor­runde zwischen den Plätzen 7 und 10 schon gespielt ist. Wer auf eine EuroLeague-Partie tippt, weiss, dass die reguläre Spielzeit die reguläre Spiel­dauer plus Nachspiel­zeit umfasst – Verlängerung zählt nur, wenn das Wett­programm darauf hinweist.

Wer auf Kombination setzt, sollte die Mindest­quote von 1.50 pro Voraus­sage beachten, sonst greift der Kombiboost nicht. Wer auf Quoten- oder Profit­boost setzt, weiss, dass der Boost nur einmal pro Person und Aktion gilt und beim Cash-Out verfällt. Wer ein Cash-Out ausführt, weiss, dass es nicht rück­gängig zu machen ist und der Betrag tiefer ist als der mögliche Gewinn ohne Cash-Out. Wer ein abhängiges Ereignis desselben Spiels kombinieren will, benutzt den Bet-Builder – alles andere kann zurück­gewiesen werden.

Wer in der Test­statistik der Gespa eine 47.5 %-Erfolgs­quote für Minder­jährigen­verkäufe an Verkaufs­stellen liest, weiss, dass der Offline-Schutz noch Lücken hat; wer diese Zahl auf den Online-Kanal überträgt, irrt – die Online-Registrierung verlangt Ausweis und Adress­prüfung. Wer als Wett­kämpfer auf das eigene Spiel wetten will: verboten, unabhängig von der Plattform.

Wer aus dem Ausland spielt und Gewinne in die Schweiz überweist, fragt beim kantonalen Steuer­amt nach, nicht beim Anbieter – und liest die Gespa-Liste, nicht das Werbe­banner des Anbieters.

Häufige Fragen

Dürfen Schweizer Veranstalterinnen Wetten auf die EuroLeague anbieten, und wo ist das geregelt?

Ja – sofern die EuroLeague auf der Liste der bewilligten Sport­anlässe, Wettbewerbe und Wett­typen der Gespa steht (Version vom 10. September 2026); geregelt ist das im Bundes­gesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), das eine Veranstalter- und eine Spiel­bewilligung pro Wettbewerb verlangt. Bewilligt sind in der Schweiz nur Swisslos (Sporttip) und die Loterie Romande (Jouez Sport), beide unter Aufsicht der Gespa.

Wer darf in der Schweiz überhaupt Sportwetten veranstalten, und wofür steht die Bewilligung?

Veranstalten dürfen ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande, gestützt auf die inter­kantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durch­führung von Geld­spielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) und auf das BGS; die Bewilligung umfasst eine Veranstalter- und eine Spiel­bewilligung pro Spiel. Sie steht für eine bewilligte Grossspiel­veranstalterin mit Sitz im Inland, deren Online-Angebot nur dem eigenen Vertrags­gebiet offensteht.

Wie viele Teams und Spiele umfasst die EuroLeague-Hauptrunde, und wie wirkt sich das auf die Wett­märkte aus?

Die EuroLeague-Hauptrunde umfasst seit der Saison 2025/26 38 Spiele im Hin- und Rück­spiel mit 20 Mannschaften – vier Spiele mehr als zuvor; entsprechend tiefer ist die Zahl der Prematch-Quoten pro Spieltag, und die Playoff-Märkte sind um die Play-in-Runde zwischen den Plätzen 7 und 10 erweitert, die über zwei Playoff-Plätze entscheidet.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge des Anbieters?

Der Auszahlungs­betrag ist Einsatz mal Quote, der Netto­gewinn Einsatz mal (Quote minus 1); bei einer zwei­seitigen Sieger­wette mit Quoten 1.90 / 1.90 beträgt der Auszahlungs­schlüssel rund 95 % und die Marge rund 5 %, was den statistischen Kosten­anteil jeder Wette auf diesem Markt beschreibt.

Welche Verlust­limiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gilt eine Erhöhung?

Vor der ersten Wette setzen Spielende Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage mit Ober­limite CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – länger als die 24-Stunden-Frist, die das BGS als Minimum vorsieht.

Wie werden Gewinne steuerlich behandelt, und was bedeutet der Steuer­frei­betrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sport­wetten sind einkommen­steuerfrei bis zum Steuer­frei­betrag pro Einzel­gewinn – Bundes­schwellen­wert ab 1. Januar 2026 CHF 1’071’000, kantonal je nach Kanton tiefer; über der Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungs­steuer ein, die über die Steuer­erklärung zurück­gefordert werden kann. Gewinne aus ausländischen Gross­spielen fallen je nach Kanton anders aus, etwa in Thurgau als voll steuerbares Einkommen.

Inhalt erstellt vom Team «livewettench»