Afrika-Cup Wetten in der Schweiz – Anbieter, Regeln und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein ausgetrockneter Fussballplatz mit Rasenstreifen im warmen Nachmittagslicht, im Hintergrund Palmen und ein flaches Stadiondach.

Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten will, hat nicht zuerst eine Quote, sondern zuerst eine Bewilligungsfrage zu klären. In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Alles andere ist Werbung für Grossspiele ohne Schweizer Bewilligung. Was das für den Spielenden konkret heisst – wo ein Wettschein gilt, wie Quoten zustande kommen, was eine Verlängerung für die Wette bedeutet und was das eigene Budget im Spiel bleibt –, steht in den Abschnitten unten.

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden.

Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Bewilligungs­lage und die Spielregeln von Swisslos (Sporttip).

Die zehn Veranstalter im Vergleich – wer darf, wer ist nur da

Die wichtigste Einordnung gleich vorweg: nur zwei Anbieter tragen in der Schweiz eine Bewilligung für Sportwetten als Grossspiel (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz, BGS SR 935.51; Aufsicht: Gespa). Acht weitere Marken tauchen in Werbung und Vergleichsportalen auf, haben aber keine Schweizer Bewilligung. Sie sind hier gelistet, weil Schweizer Spielende sie antreffen – nicht, weil sie legal sind. Wer dort ein Konto eröffnet, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht, ohne Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg.

Einordnung nach Bewilligung

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS; Aufsicht Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar
1xBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar
Funbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar
Pribet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung Lizenz ausgewiesen: keine feststellbar

Die Spalte zur Schweizer Bewilligung trennt sauber, was hier wirklich zählt: zwei zugelassene, acht nicht zugelassen. Die Spalte zur ausgewiesenen Lizenz sagt über die nicht zugelassenen Marken dasselbe wie ein leeres Feld – eine Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung hat, weil das Gesetz nur in der Schweiz gilt (Art. 4 BGS).

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Liste der Anbieter wirkt gross; das Wettangebot, das einem Schweizer Spieler offensteht, ist klein. Nur die zwei zugelassenen Veranstalter dürfen Afrika-Cup-Wetten verkaufen, und jeder bedient seine Kantone: Swisslos Sporttip die Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein; die Loterie Romande Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer online spielen will, braucht einen Wohnsitz im Vertragsgebiet des Veranstalters. Ein Belgier mit Schweizer Aufenthaltsbewilligung hat kein Sporttip-Konto, ein Genfer keines bei Swisslos.

Die acht nicht zugelassenen Marken führen Afrika-Cup-Wetten im Programm, dürfen in der Schweiz aber gar nicht dafür werben (Art. 74 Abs. 3 BGS). Ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen und über DNS gesperrt werden. Wer dort spielt, hat im Streitfall das Recht seines jeweiligen Sitzstaates – nicht das Schweizer Geldspielrecht.

Was den Afrika-Cup ausmacht – Grundlagen zum Turnier

Der Afrika-Cup wird von der CAF (Confédération Africaine de Football) organisiert und seit 1957 ausgetragen. Ägypten hält mit sieben Titeln den Rekord, Samuel Eto’o führt mit 18 Treffern die Torschützenliste an. Seit der Ausgabe 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, und nach der Ausgabe 2027 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden statt wie zuletzt im Zweijahrestakt.

Ein Fussball liegt auf rotbraunem Sand am Rand eines Dorfes, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Die letzte Ausgabe: Afrika-Cup 2025 in Marokko

Der Afrika-Cup 2025 wurde vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen – ursprünglich für den Sommer 2025 geplant, dann wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel verschoben. Es spielten 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen; die zwei Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten rückten in die K.-o.-Runde, danach wurde bei Gleichstand mit Verlängerung und Elfmeterschiessen entschieden.

Im Finale am 18. Januar 2026 standen sich Senegal und Gastgeber Marokko gegenüber. Senegal gewann 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer auf den Heimsieg Marokkos gesetzt hatte, sah damit seinen Wettausgang rückwirkend anders gewertet, als die Wette abgeschlossen war – ein Beleg dafür, dass eine Quote erst dann zählt, wenn das Ergebnis am Schluss steht und nicht angefochten wird. Torschützenkönig war Brahim Díaz (Marokko) mit fünf Treffern; im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2 durch.

Die nächste Ausgabe: Afrika-Cup 2027 in Ostafrika

Der Afrika-Cup 2027 ist vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt. 54 Mannschaften hatten für die Qualifikation gemeldet. Über das Wettangebot von Sporttip und Jouez Sport für dieses Turnier ist zum jetzigen Zeitpunkt nichts Definitives bekannt – die Spielregeln beschreiben das Wettprogramm als das, was die Behörde für den jeweiligen Anlass freigibt, und die Veranstalter veröffentlichen konkrete Wetten erst zur Eröffnung des Wettprogramms.

Was das für die Wette heisst

Wer vor dem Turnier plant, kann die Struktur nutzen – Gruppenphase, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale –, nicht aber schon eine konkrete Quote. Die gilt erst, wenn Swisslos oder die Loterie Romande das Ereignis ins Programm nimmt. Wer vorher schon Quoten sieht, sieht sie von einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und damit ausserhalb dessen, was hier zulässig ist.

Rechtslage in der Schweiz – warum es nicht auf die Quote ankommt

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Aufsichtsbehörde ist die interkantonale Geldspielaufsicht Gespa mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, in Kraft seit 1. Januar 2021. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet.

Ein Bergpass in den Schweizer Alpen mit leerer Strasse und Schneeresten am Rand im ersten Frühlicht.
Im Finale des Afrika-Cups 2025 am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung.

Was gewettet werden darf

Wetten sind nur auf Sportveranstaltungen erlaubt – keine Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist geschlossen: Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, Fassung vom 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur wetterbar, wenn sie auf der Liste stehen; Rangwetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Eckball- oder Kartenmärkte und ein eigener E-Sports-Bereich erscheinen auf der Liste nicht.

Livewetten, Cash-Out, Live-Übertragung

Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, wenn der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und wird hier nur als Funktion des jeweiligen Veranstalters beschrieben: bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung – ohne Garantie, dass es einen Markt überhaupt gibt.

Schutz der Spielenden – Verlustlimiten, eine Spielsperre, ein Konto pro Person

Sportwetten sind ab 18 Jahren zugänglich (Gespa). Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis beteiligt ist, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Pro Person ist ein Konto mit verifizierter Identität zugelassen (Art. 47–52 VGS). Bevor eine Sporttip-Wette online platziert wird, setzt die spielende Person Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos, Online-Casinos und in Liechtenstein.

Eine gesetzliche fixe Einzahlungs-Obergrenze kennt die Schweiz nicht. Das selbst gesetzte Budget bleibt die Grenze, unabhängig davon, ob ein Afrika-Cup-Endspiel ohne Schweizer Beteiligung stattfindet.

Wer ohne Schweizer Bewilligung anbietet

Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar – bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Die spielende Person wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Aufsicht über faire Spielführung. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, Ende 2025 671 Domains).

Werbung und Werbeverbot

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Promo-Codes werden hier nicht abgedruckt.

Verantwortliches Spielen – was Afrika-Cup Wetten kosten, was sie einbringen

Verlustlimiten und Spielsperre gelten unabhängig vom Turnier; auch beim Afrika-Cup ohne Schweizer Beteiligung bleibt das selbst gesetzte Budget die feste Grenze. Wer auf den Afrika-Cup wettet, sollte den gleichen Rahmen ansetzen wie bei jeder anderen Sportwette – eher enger, weil das Turnier in den EM-Zeitraum fällt und die eigenen Wetten dann leicht mit Fussballwetzen anderer Ligen zusammenkommen.

Verlustlimiten und Spielsperre in der Praxis

Bei Sporttip werden die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage bei der ersten Online-Teilnahme gesetzt. Eine Senkung tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – wer nach einer schlechten Woche den Rahmen anhebt, kann es erst am Donnerstag tun. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gibt es zusätzlich. Wer sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperrt, kommt vor Fristablauf nicht wieder hinein. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt für Casinos, Online-Casinos und Liechtenstein; sie wird vor Ablauf nur über eine Fachstelle aufgehoben.

Was die Gespa-Sperrliste macht und was nicht

Die Sperrliste sperrt Domains per DNS für Schweizer Anschlüsse. Banken oder Kartenherausgeber blockieren Zahlungen an nicht zugelassene Anbieter nicht. Wer mit einer ausländischen Karte, einer Wallet oder in einem Café-Netzwerk surft, kann die Sperre umgehen, und die Spielsuchthilfe hat ihre Adressen bewusst nicht an diese Domains gebunden.

Hilfe

Die Schweizer Suchthilfe ist anonym und kostenlos: die Bundesstelle für Suchtfragen (BS) und das nationale Suchthilfetelefon (CH) sind die ersten Anlaufstellen; die Kantone führen eigene Beratungsangebote. Spielende mit einer laufenden Spielsperre oder Hinweisen auf eine Spielsucht-Erkrankung werden von Swisslos und der Loterie Romande an die Fachstellen der Kantone verwiesen.

Wettarten und Quoten – was der Wettschein im Spiel wirklich kostet

Quoten bilden Einschätzungen und eine Marge ab. Sieger-, Ausgangs- und Kombinationswetten unterscheiden sich in Risiko und Auszahlung. Wer Afrika-Cup-Wetten versteht, sollte verstehen, wie eine Quote zustande kommt und was die Marge darin für den Spielschein bedeutet.

Was die Quote aussagt – und was die Marge bedeutet

Eine Quote ist die Höhe des Auszahlungs­anspruchs pro gesetztem Franken. Eine Quote von 2.10 heisst: 1 CHF Einsatz bringt im Erfolgsfall 2.10 CHF zurück, also 1.10 CHF Reingewinn. Aus Sicht des Veranstalters steht hinter jeder Quote eine Marge. Über alle Ausgänge eines Marktes gerechnet, schütten Quotenschlüssel – also die Auszahlungs­anteile – weniger als 100 Prozent der Einsätze aus; was fehlt, ist die Marge. Beispiel für einen 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60:

Das ist auf den ersten Blick wenig. Auf lange Sicht verliert genau dieser Anteil je eingesetztem Franken die statistische Hälfte aller Wetten – nicht jede einzelne Wette, aber der Durchschnitt über viele. Der Schätzwert gilt nur für diesen Markt zu diesem Zeitpunkt; ein anderer Markt (Tore über/unter, Handicaps, Kombinatorik) hat eine andere Marge.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette setzt auf einen Ausgang. Die Kombiwette multipliziert die Quoten mehrerer Ausgänge zu einer einzigen Quote – was den möglichen Gewinn hebt, aber das Risiko vervielfacht: ein einziger falscher Tipp wirft die ganze Wette. Die Systemwette kombiniert mehrere Wetten so, dass auch bei einem Fehler ein Teil des Einsatzes zurückkommt. Bei Sporttip gilt: Höchsteinsatz für Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für Systemwette CHF 10’000.

Verlängerung und Elfmeterschiessen

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (beim Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Auf eine Wette auf den «Spielausgang 1X2» wird das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit gewertet, nicht das Resultat nach Verlängerung. Wer auf den Sieger des Spiels nach Ablauf der regulären Spielzeit setzt, sollte nicht in ein Finale mit Verlängerung und Elfmeterschiessen geraten, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Quotenboosts, Profitboosts und der Kombiboost

Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost gilt online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solcher Voraussagen. Auch hier: Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Wann Cash-Out möglich ist – und wann nicht

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Wann eine Wette mit Quote 1.00 gewertet wird

Bei Sporttip-Livewetten zählt eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, mit Quote 1.00; auch in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheidung) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer auf ein laufendes Afrika-Cup-Spiel wettet, sollte vor Abgabe prüfen, ob die Quote noch gilt oder ob das Spiel schon an einem Punkt steht, an dem das Ergebnis feststeht oder zu stehen scheint.

Sportwetten Afrika-Cup – Spielplan und was sich daraus für Wetten ergibt

Gruppenphase, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale

Der Afrika-Cup wird seit 2019 mit 24 Mannschaften ausgetragen: sechs Vierergruppen, in denen die zwei Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten weiterkommen; ab dem Achtelfinale K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschiessen bei Gleichstand. Wer auf den Gruppensieger, das Weiterkommen einer Mannschaft oder den Sieger eines Achtel-, Viertel- oder Halbfinals wettet, folgt demselben Aufbau wie bei der EM oder WM. Wer auf den Turniersieger wettet, wettet über das gesamte Turnier hinweg und ist entsprechend länger gebunden.

Warum das Turnier erst im Sommer 2027 spannend wird

Der Afrika-Cup 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda angesetzt. 54 Mannschaften haben für die Qualifikation gemeldet. Bis die Auslosung der Gruppen feststeht, lohnt sich keine Wette auf einen konkreten Gruppensieger. Bis das Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport das Turnier freischaltet, gibt es auch keine offiziellen Quoten zu konkreten Afrika-Cup-Spielen.

Warum der Africa Cup of Nations nicht 2026 stattfindet

Im Kalenderjahr 2026 wird kein Afrika-Cup ausgetragen. Die letzte Ausgabe endete am 18. Januar 2026 mit dem Finale in Marokko. Die nächste Ausgabe beginnt am 19. Juni 2027. Das Jahr 2026 ist das Veröffentlichungs­jahr dieser Seite, nicht das Spieljahr eines Turniers. Wer nach einem «Afrika-Cup 2026» sucht, sucht nach einem Kalender, der nur die beiden Ausgaben rechts und links daneben enthält.

Was eine Wette konkret kostet – ein Rechenbeispiel am 1X2-Markt

Eine Wette von CHF 20 auf Heimsieg zu Quote 2.10 gibt im Erfolgsfall 42 CHF zurück, davon 22 CHF Reingewinn. Über ein ganzes Turnier hinweg kostet der statistische Erwartungswert der Wetten so viel Prozent des Einsatzes wie die Marge des Marktes. Im obigen Markt (Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60) ist die Marge rund 4.6 Prozent – auf lange Sicht verliert ein Spieler auf diesem Markt etwa 4.6 Prozent des eingesetzten Volumens, das als Gewinne ausbezahlt würde, wenn die Quoten fair wären. Wer auf vielen Märkten mit unterschiedlichen Margen wettet, gewichtet sein erwartetes Defizit entsprechend.

Eine Kombiwette mit drei Ausgängen zu Quoten 2.10 / 1.85 / 1.95 ergibt eine Gesamtquote von rund 7.58. Ein Einsatz von CHF 10 gibt dann CHF 75.80 zurück, davon CHF 65.80 Reingewinn – sofern alle drei Ausgänge eintreffen. Die zugrunde liegenden drei 1X2-Märkte haben ihre eigenen Margen, die sich in der Gesamtquote überlagern.

Was Anbieter abseits der zwei Schweizer Veranstalter kosten – die nicht zugelassenen Marken

Die folgenden Marken sind hier gelistet, weil Schweizer Spielende ihnen in Werbung und Vergleichsportalen begegnen. Sie alle haben keine Schweizer Bewilligung. Wer dort spielt, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht; Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz über das schweizweite Sperrregister. Domains dieser Anbieter können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Bruce Bet

Bruce Bet ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz, die in der Schweiz Wirkung hätte, ist nicht feststellbar. Wer dort spielt, hat keine Schweizer Aufsicht und keine Schweizer Spielsperre. Die Marke ist im Wettprogrammumfang nicht eindeutig auf den Afrika-Cup ausgerichtet – wer Afrika-Cup-Wetten will, prüft vor der Kontoeröffnung das Programm der zugelassenen Veranstalter. Verlockende Boni, schnelle Auszahlungen oder grosszügige Limits können diese Aufsichtslücke nicht schliessen. Das Risiko liegt beim Spielenden.

1xBet

1xBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke ist international bekannt und in mehreren Jurisdiktionen mit unterschiedlichen Lizenzregimen aktiv; keine davon hat in der Schweiz Geltung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, verlässt den Schutz des BGS; im Streitfall gilt das Recht des ausländischen Sitzes, nicht das Schweizer Recht. Die Werbung in der Schweiz ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS). Spielende, die hier einzahlen, nehmen das selbst in Kauf – das Risiko liegt beim Spielenden.

Funbet

Funbet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausgewiesene Lizenz, die in der Schweiz Wirkung hätte, ist nicht feststellbar. Wie bei den anderen nicht zugelassenen Marken: kein Zugang zum schweizweiten Sperrregister, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht über faire Spielführung. Wer sich hier anmeldet, hat im Konfliktfall das Recht des ausländischen Sitzes, nicht das Schweizer Geldspielrecht. Das Risiko liegt beim Spielenden.

Boomerang Bet

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform verkauft Afrika-Cup-Wetten international; in der Schweiz darf sie nicht dafür werben (Art. 74 Abs. 3 BGS), und ihre Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen. Wer dort spielt, geht das Risiko bewusst ein – wer es nicht will, bleibt bei Swisslos Sporttip oder der Loterie Romande Jouez Sport, sofern das eigene Wohnsitz­kanton zum Vertragsgebiet gehört. Das Risiko liegt beim Spielenden.

BetLabel

BetLabel hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke tritt international auf; im Schweizer Markt darf sie nicht werben, und ihre Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen. Spielerinnen und Spieler, die hier einzahlen, zahlen auf ein Konto ohne Schweizer Aufsicht und ohne Schweizer Sperrregister. Die Boni und Limits dieser Anbieter können diese Lücke nicht schliessen. Das Risiko liegt beim Spielenden.

Gamdom

Gamdom hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke bedient vor allem den Casino-Bereich, ist aber im Wettprogramm auch für Fussball­ereignisse wie den Afrika-Cup sichtbar. Ohne Schweizer Bewilligung ist sie für die Schweiz nicht zugelassen; ein dort eröffnetes Konto hat keine Aufsicht über faire Spielführung und keinen Zugang zum schweizweiten Sperrregister. Wer trotzdem spielt, nimmt das selbst in Kauf. Das Risiko liegt beim Spielenden.

Pribet

Pribet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist international aktiv und bewirbt Fussball­turniere, darunter den Afrika-Cup. In der Schweiz fehlt die Bewilligung, fehlt der Zugang zum Sperrregister und fehlt der Schweizer Rechtsweg. Die Werbung in der Schweiz ist verboten, und die Domain kann per DNS gesperrt werden. Wer hier spielt, hat keine Schweizer Aufsicht. Das Risiko liegt beim Spielenden.

WirWetten

WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung. Der Name klingt nah am Schweizer «Sporttip», aber es handelt sich um eine eigenständige, nicht zugelassene Marke. Wer dort spielt, verlässt die Schweizer Aufsicht; die Boni und Limits der Plattform gleichen diese Lücke nicht aus. Wer Afrika-Cup-Wetten in der Schweiz platzieren will, nutzt Sporttip oder Jouez Sport. Das Risiko liegt beim Spielenden.

Was bleibt – und was eine Wette wirklich kostet

Schweizer Afrika-Cup-Wetten sind nicht zuerst eine Quote, sondern zuerst eine Bewilligungsfrage. Zwei Veranstalter sind zugelassen, einer pro Sprachregion: Swisslos Sporttip in der Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande Jouez Sport in der Westschweiz. Alles andere ist Werbung für Grossspiele ohne Schweizer Bewilligung.

Was eine Wette auf den Afrika-Cup konkret kostet, hängt vom Markt ab. Auf einem 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Marge bei rund 4.6 Prozent – auf lange Sicht verliert ein Spieler ungefähr diesen Anteil seines Einsatzes im statistischen Mittel. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten und damit das Risiko; bei vier Voraussagen zu je mindestens 1.50 gibt es den Kombiboost von 5 Prozent auf den Nettogewinn, mit jedem weiteren Ausgang steigt er, bis zu 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Eine Erhöhung schadet nicht, sofern alle Ausgänge eintreffen – was seltener vorkommt, als die Quote allein vermuten lässt.

Was eine Wette konkret einbringt, hängt vom Ergebnis ab. Eine Quote von 2.10 auf einen CHF 20 Einsatz bringt im Erfolgsfall CHF 42 zurück, davon CHF 22 Reingewinn. Das gilt aber nur, wenn das Ergebnis am Ende steht und nicht angefochten wird – das Afrika-Cup-Finale 2025 wurde zwei Monate nach Spielende neu gewertet. Wer Afrika-Cup-Wetten versteht, weiss, dass die Quote der Anfang und nicht das Ende ist.

Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten in der Schweiz

Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?

Der Afrika-Cup wird von der CAF (Confédération Africaine de Football) organisiert; die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Die letzte Ausgabe endete am 18. Januar 2026 mit dem Finale in Marokko.

Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Wetten sind in der Schweiz nur bei Swisslos (Produkt Sporttip) und der Loterie Romande (Produkt Jouez Sport) erlaubt – zwei Veranstaltern, je nach Sprachregion und Wohnsitz; jeder bedient seine Vertrags­kantone. Andere Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung und können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote (netto: Einsatz mal (Quote minus 1)). Die Marge eines Marktes ist 100 Prozent minus der Summe der Kehrwerte aller Quoten – im Beispiel mit 2.10 / 3.40 / 3.60 etwa 4.6 Prozent.

Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?

Bei Sporttip werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt (Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden). Eine Selbstsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt für Casinos und Liechtenstein.

Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei – die bundesrechtliche Schwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, die kantonale Schwelle weicht ab. Oberhalb dieser Schwelle werden 35 Prozent Verrechnungssteuer abgezogen und mit der Steuererklärung zurückgefordert – «je nach Kanton».

Inhalt erstellt vom Team «livewettench»