Wo man in der Schweiz auf Skirennen wetten kann – und was es kostet
Ladevorgang...
Wer in der Schweiz auf Ski Alpin, einen Weltplatz oder den Gesamtweltcup wetten will, hat eine sehr kurze Auswahl. Das Bundesgesetz über Geldspiele lässt nur zwei Veranstalter zu, und nur Wettl, die auf der Gespa-Liste stehen, dürfen überhaupt angeboten werden. Alles, was daneben wirbt – mit Bonus, mit «Boosten», mit Cashback – ist Werbung für ein Angebot, das hier nicht erlaubt ist. Dieser Überblick zeigt, was im Markt tatsächlich möglich ist, wie die Quoten gestaltet sind und wo beim Wetten auf Schnee die Kosten liegen.
Stand der Daten: Oktober 19, 2026; abgeglichen mit den Bewilligungsregistern der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) und den Spielregeln von Swisslos Sporttip in der Version 4.2 sowie der Loterie Romande.
Die zugelassenen Veranstalter im Überblick
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Gespa (BGS, SR 935.51) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Gespa (BGS, SR 935.51) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Produkt Jouez Sport |
| Donbet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| BetPanda | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
Die Tabelle fasst zusammen, was die Gespa und die Spielregeln hergeben. Die zwei oberen Reihen sind die einzigen Anbieter, die in der Schweiz Sportwetten überhaupt durchführen dürfen. Alles darunter ist eine ausländische Seite, die mit einer Schweizer Bewilligung nichts zu tun hat: ihre Lizenz – wo auch immer sie sitzt – hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS), sie ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, und wer dort spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Weg.

Was «online Ski Wetten» in der Schweiz überhaupt bedeutet
Der Skisport in der Schweiz ist ein Wintersport mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite steht das, was der Skirennsport eigentlich ist: ein Weltcup mit Dutzenden Rennen in Disziplinen aus Lincolnshire bis Levi, ein Gesamtweltcup, eine WM alle zwei Jahre, der Osten in Form des Riesenslams. Auf der anderen Seite steht das, was die Schweiz daraus macht: ein total regulierter Markt, in dem nur zwei Veranstalter etwas anbieten dürfen, und das auch nur für Wettbewerbe und Wettl, die auf einer geschlossenen Liste stehen.
Heisst konkret: Wer hier auf Slalom in Adelboden, auf den Gesamtweltcup oder auf die nächste Ski-WM wetten will, geht zu Swisslos Sporttip oder zur Loterie Romande Jouez Sport. Beide arbeiten mit Quoten für Prematch und Live, beide haben einen Cash-Out, beide haben ein App-Angebot. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt bei einem Anbieter, der hier weder bewilligt ist noch unter Schweizer Aufsicht steht. Sein Geld fliesst ins Ausland, sein Schutz fliesst mit.
Die Vereinfachung, die hier vermieden wird: Es geht nicht darum, ob Skisport-Wetten «gut» oder «schlecht» sind. Es geht darum, was der Markt kostet – im Einsatz, in der Marge, in den Bedingungen, die an eine Wette geknüpft sind – und wo der Leser die Stellschrauben findet, an denen er drehen kann, bevor er sie setzt.
Die Rechtslage: warum die Liste so kurz ist
Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft und stuft Sportwetten als Grossspiel ein. Eine Bewilligung braucht einen Veranstalter und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS); die Aufsicht liegt bei der Gespa, nicht bei der ESBK (die nur Casinos überwacht). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei beschränkt: Swisslos und Loterie Romande. Eine «dritte Lizenz» gibt es nicht, und die Gespa veröffentlicht auch keine weiteren Inhaber einer Sportwetten-Bewilligung.

Wetten darf nur, was die Gespa auf ihre Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettl setzt. Die Liste ist ein abschliessendes Verzeichnis: Was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsläufe nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind nie dabei; Ecken- oder Kartenmärkte wie im Fussball sind im Skisport ohnehin kein Thema; und eine Esports-Sektion enthält die Liste nicht.
Das hat Folgen für jede Wette, die jemand auf Seite des Abbuchers oder im Werbebanner eines anderen Anbieters sieht. Eine Wette auf einen Trainingslauf, eine Wette auf «nächster Weltcup-Stopp», eine Wette auf irgendetwas, das nicht klar auf der Gespa-Liste steht: hier nicht erlaubt. Wer sie bei einem ausländischen Anbieter abschliesst, schliesst eine Wette ab, die in der Schweiz strafrechtlich relevant sein kann – der Anbieter macht sich strafbar (bis zu fünf Jahre bei gewerbsmässigem Handeln, Art. 130 BGS), der Spieler nicht zwingend, aber sein Einsatz und sein Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Was die Schweiz nicht hat, ist eine eigene Wettsteuer auf den Einsatz – sie kennt die Verrechnungssteuer (35 %), die der Veranstalter oberhalb des Steuerfreibetrags abzieht, und die Einkommenssteuer, die je nach Kanton unterschiedlich greift. Gewinne aus bewilligten Schweizer Wetten sind bis zum Freibetrag einkommensteuerfrei (Bund: CHF 1’071’000 ab 1.1.2026; Kantone abweichend, also «je nach Kanton»). Wer unter dem Freibetrag liegt, zahlt nichts – kein Einkommen, keine Verrechnungssteuer. Wer darüber liegt, lässt sich die Verrechnungssteuer über die Steuererklärung zurückholen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, fällt in die kantonale Praxis: Thurgau besteuert solche Gewinne vollständig, unabhängig vom Betrag.
Spielerschutz: was jeder selbst setzen muss
Bevor bei Swisslos Sporttip die erste Wette gesetzt wird, müssen Spielende drei Verlustlimiten setzen – für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999; wer unter 21 ist, bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist die Frist, die Swisslos in ihren Bedingungen anwendet; das Gesetz selbst schreibt nur 24 Stunden vor (Art. 87 VGS). Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Der Punkt ist klar: nicht der Staat setzt das Limit, der Spieler tut es, bevor er spielt.
Daneben gibt es die Spielsperre. Sie lässt sich produktbezogen selbst setzen, für 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, und für das Fürstentum Liechtenstein. Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Was die Aufsicht selbst gemessen hat, gehört in diese Diskussion, weil es das Bild geraderückt: Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet, ob Minderjährige eine Sportwette kaufen können. In 47.5 % der 200 Testfälle hat der Verkauf stattgefunden. Das ist keine Randnotiz – es heisst, dass die Selbstkontrolle an der Verkaufsstelle im Alltag Lücken hat und dass ein Leser, der sein Konto online führt, diese Lücke umgeht, aber im Sortiment der Verkaufsstelle weiter mitläuft.
Für ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gilt all das nicht. Kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Weg im Konfliktfall. Wer sich dort selbst sperren will, sperrt sich auf einer Seite, die ihn nicht kennt.
Wettl und Quoten: wie der Markt wirklich rechnet
Im Skisport geht es nicht um eine Wette an Positionen, sondern um eine Wette an Rängen, Zeiten, Duellen und Gesamtwertungen. Was Swisslos Sporttip anbietet, sind im Kern: Rennsieger, Podium (Top 3), Head-to-Head, Gesamtweltcup nach Punkten, Riesenslams und Ähnliches – immer nur, wenn die Gespa den Wettbewerb und die Wettart führt.
Wie eine Quote entsteht, lässt sich an einem einfachen Beispiel zeigen. Stellen Sie sich einen Zweier-Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90 vor – ein Muster, kein tatsächlich notierter Beobachtbetrag. In einem fairen Markt, in dem jedes Ergebnis gleich wahrscheinlich wäre, stünde jede Quote bei 2.00. Steht sie bei 1.90, zahlt der Markt 100 × (1 / 1.90 + 1 / 1.90) Prozent des Einsatzes zurück, also rund 1.47 ÷ 2 ≈ 95 % des Einsatzes. Die Marge – das, was der Veranstalter von jedem gesetzten Franken behält – liegt damit bei rund 5 %. Bei 1.85 / 1.85 ist die Marge höher, bei 1.95 / 1.95 tiefer. Das ist der Mechanismus, der hinter jeder Quote steckt, und der Grund, warum der Markt auch beim Ski Alpin nicht ohne Kosten ist: Der Anbieter nimmt sich seinen Schnitt, bevor er auszahlt.
Wie eine Wette abrechnet, regeln die Spielregeln. Der Gewinn ist Einsatz mal Quote (bei Kombinationen das Produkt der Einzelquoten), zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wird ein Rennen abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Einzelwette ungültig und wird zurückbezahlt; in einer Kombiwette bekommt die Voraussage die Quote 1.00 – die Wette lebt weiter, aber dieser Teil zählt nicht. Cash-Out funktioniert, ist aber tiefer als der mögliche Vollgewinn, hängt vom Spielstand ab, und der Anbieter kann ihn jederzeit ändern oder für einzelne Wetten streichen.
Quotenboosts und Profitboosts sind die andere Seite der Rechnung. Ein Quotenboost erhöht die Quote auf eine Voraussage, ein Profitboost den Nettogewinn um einen Prozentsatz. Beide gelten nur online, nur einmal pro Spielendem, sind im Einsatz und in der Erhöhung limitiert, und verfallen bei einem Cash-Out. Der Kombiboost schliesslich verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50 und stockt den Nettogewinn um 5 % (4 Tipps), 20 % (7), 40 % (10) oder 100 % (15). Was hier verkauft wird, ist mehr Quote – die Kosten sitzen in den Mindestquoten, in der Online-Pflicht und in der Limite, nicht im Boost selbst.
Skisport und Wettbewerbe: was im Winter auf dem Wettschein steht
Der Skisport im Winter ist ein dichtes Programm, und der Wettschein dreht sich im Kern um drei Achsen. Die erste Achse ist der Weltcup: Dutzende Rennen in Disziplinen aus Slalom, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt und Kombination, verteilt über die Saison von Oktober bis März, mit Schwerpunkten in den Alpenstationen. Die zweite Achse ist der Gesamtweltcup: die Addition aller Punkte, mit getrennten Wertungen für Herren und Damen. Die dritte Achse ist die Ski-Weltmeisterschaft, die alle zwei Jahre stattfindet und Medaillen in jeder Disziplin vergibt.
Was die Schweiz davon auf den Wettschein hebt, hängt an der Gespa-Liste. Was dort nicht steht, schaltet der Veranstalter ab. Was dort steht, wird Prematch und Live angeboten – wobei die Live-Wette auch dann gilt, wenn das Ereignis nicht übertragen wird, und Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 gewertet werden. Cash-Out ist möglich, Prematch und Live, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vollständig und ohne Teilauszahlung – aber nicht garantiert pro Markt.
Was die Seite sonst anbietet, sind die Hilfen, die das Wetten auf eine ganze Saison braucht: Limits, die der Spieler selbst setzt; eine App, in der die Wette zusammengestellt und per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden kann; ein Wallet, das mit PostFinance Pay oder Einzahlungsschein aufgeladen wird (Mindestbetrag CHF 20, maximal CHF 10’000 innert 30 Tagen, Kontostand unter CHF 9’999). Was hier nicht geht: Wetten ohne Schweizer Bewilligung, Wetten auf nicht gelistete Wettbewerbe, Wetten ohne gesetzte Limite.
Die zwei Schweizer Veranstalter
Swisslos Sporttip
Swisslos – die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel – veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen; alle anderen nicht.
Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und bei CHF 10’000 für Systemwetten. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Vor dem ersten Tipp setzt der Spieler drei Verlustlimiten (1, 7 und 30 Tage; Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; darüber wird sie innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto des Spielenden überwiesen, sofern die Zahlungsverbindung bekannt ist. Auszahlungen aufs Konto sind 365 Tage lang zweimal gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
2025 hat Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. verteilt – CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Davon stammten CHF 109 Mio. aus den Sportwetten (2024: CHF 122 Mio.). Das ist der Preis, den der Markt für sein Funktionieren zahlt, und der Hinweis, dass «nielfache» Buchmacher nicht im Markt sind.
Sporttip ist die richtige Adresse für deutschsprachige Schweizer und Liechtensteiner, die auf Slalom in Adelboden, den Gesamtweltcup oder die nächste WM setzen wollen – mit gesetzten Limiten, mit Cash-Out, mit Quotenboosts und Profitboosts, die das Marketing hochzerrt, deren Kosten aber in den Mindestquoten und der Online-Pflicht sitzen.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande – die Société de la Loterie de la Suisse Romande – veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse: Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Konto eröffnen; alle anderen nicht.
Die Spielregeln, die Quotenmechanik, die Cash-Out-Bedingungen und die Spielerschutzregeln sind nach dem Geldspielgesetz und der IKV 2020 deckungsgleich mit Sporttip – was sich unterscheidet, ist das Vertragsgebiet und die Sprache. Wer in Genf wohnt und auf den Riesenslih in Méribel wetten will, geht zur Loterie Romande; wer in Zürich wohnt und auf den Slalom in Zagreb wetten will, geht zu Swisslos.
Jouez Sport ist die richtige Adresse für Westschweizer, die im selben bewilligten Rahmen wetten wollen wie die Deutschschweizer bei Sporttip – mit dem Vorteil der Westschweizer Verkaufsstellen vor der Haustür und dem Nachteil, dass das Programm in derselben geschlossenen Liste steht.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden acht Anbieter tauchen in Werbung, Affiliate-Vergleichen und Suchresultaten auf, wenn jemand nach Skiwetten sucht. Keiner von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS); das heisst: kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Weg im Konfliktfall. Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains; Schweizer Telekomanbieter sperren sie per DNS. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzes – das ist keine Meinung, sondern die Folge der Rechtslage.
Donbet
Donbet tritt mit einer ausländischen Domain auf, die in der Schweiz gesperrt sein kann. Was die Seite anbietet, ist hier ohne Bedeutung: Eine Lizenz, die in der Schweiz nicht anerkannt wird, ist keine Lizenz. Wer bei Donbet spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Weg – kein Sperrregister-Eintrag, keine Gespa-Beschwerdestelle, keine Verrechnungssteuer, die der Anbieter abzieht. Für Schweizer Leser ist Donbet kein Ausweich-Anbieter, sondern ein Anbieter ausserhalb des Schweizer Marktes.
IviBet
IviBet wirbt mit Quotenboosts und einem Bonusprogramm – beides ist Werbung für ein Angebot, das in der Schweiz nicht erlaubt ist. Die «Boosts» und «100 %-Bonusse», die hier verkauft werden, fallen unter Art. 74 Abs. 3 BGS: Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Für Leser heisst das: Die Quote, die IviBet zeigt, ist nicht «besser» als die Quote von Sporttip, sie liegt nur in einem Markt, der hier nicht existiert.
22Bet
22Bet gehört zu den bekannteren Namen im ausländischen Markt. In der Schweiz hat er keine Bewilligung. Was an Quoten, Märkten oder Features genannt wird, ist hier ohne Belang – der Anbieter darf in der Schweiz nicht organisieren, und wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht. Das ist die wesentliche Information zu 22Bet.
Betovo
Betovo ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Seite wirbt mit Sportwetten und Livewetten; was sie im Ski Alpin konkret anbietet, ist hier nicht zu prüfen, weil die Prüfung in der Schweiz keine Wirkung hätte. Für den Leser bleibt: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle.
BetLabel
BetLabel gehört in dieselbe Kategorie. Lizenz im Ausland, keine in der Schweiz. Was an Bonus oder Quoten beworben wird, ist Werbung im Sinn von Art. 74 BGS und in der Schweiz strafrechtlich relevant für den Anbieter, nicht für den Spieler. Was bleibt, ist der Hinweis: nicht hier spielen, wenn einem der Schutz wichtig ist, den das BGS bietet.
BetPanda
BetPanda tritt mit einer .io-Domain auf – ein Format, das in der Schweiz auf der Sperrliste stehen kann. Die Lizenz, die sie ausweist, hat in der Schweiz keine Wirkung. Für den Leser heisst das: kein Schweizer Schutz, kein Schweizer Weg, kein Bonus, der hier etwas wert ist.
Rollbit
Rollbit ist primär als Krypto-Casino bekannt, bietet aber auch Sportwetten an. In der Schweiz hat es keine Bewilligung. Krypto-Auszahlungen widersprechen Art. 50 Abs. 2 VGS, der Auszahlungen nur auf ein Konto im Namen des Spielenden erlaubt – was hier ohnehin nicht greift, weil die Seite nicht unter Schweizer Recht steht. Für Leser: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht.
Betscore
Betscore schliesst die Liste der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Lizenz im Ausland, keine in der Schweiz. Diese Einschätzung ist dieselbe wie bei den anderen ausländischen Anbietern: kein Schweizer Schutz, kein Schweizer Weg, kein «besserer» Markt, nur ein anderer.
Was die Marge tatsächlich konkret kostet
Stellen Sie sich einen Zweier-Markt vor – zwei Skirennfahrer, die gegeneinander laufen – und der Buchmacher bietet beide Seiten mit Quote 1.90 an. Ein faires Modell würde 2.00 zahlen; 1.90 ist enger. Der Markt gibt in diesem Beispiel 100 × (1 / 1.90 + 1 / 1.90) Prozent des Einsatzes zurück, also rund 95 %. Die Marge – der Anteil, der beim Anbieter bleibt – liegt damit bei rund 5 %.
Das ist das eine Ende der Bandbreite. Am anderen Ende, bei Quoten um 1.85 / 1.85, liegt die Auszahlung tiefer und die Marge höher; bei 1.95 / 1.95 liegt sie höher und die Marge niedriger. Die Bandbreite, in der sich die Marge eines Zweier-Markts im Skisport bewegt, liegt grob zwischen 2 % und 10 % – als Grössenordnung, nicht als Versprechen. Wer auf jedes Rennen setzt, lässt auf lange Sicht einen Teil seines Einsatzes in dieser Marge liegen. Der Markt ist nicht «gratis», er ist nur sichtbar.
Häufige Fragen zu Ski Wetten in der Schweiz
Sind Wetten auf Skirennen bei Swisslos oder Loterie Romande erlaubt?
Ja, sofern der Wettbewerb und die Wettart auf der Gespa-Liste stehen. Swisslos betreibt Sporttip in den deutschsprachigen Kantonen, in Zürich und im Tessin sowie in Liechtenstein; Loterie Romande betreibt Jouez Sport in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Konto bekommt nur, wer im Vertragsgebiet wohnt und volljährig ist; alle anderen können an Verkaufsstellen spielen.
Stehen Weltcup-Rennen und Ski-Weltmeisterschaften auf der Gespa-Liste?
Die Gespa führt eine geschlossene Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettl. Was dort steht, darf angeboten werden – Weltcup-Rennen und Weltmeisterschaften gehören dazu, solange sie gelistet sind. Was nicht gelistet ist, fällt weg: Trainingsläufe, Qualifikationsläufe ohne Listung, Frauenwettbewerbe ohne Listung, Ranglistenwetten ausser über Qualifikation oder Podium. Die Liste wird regelmässig aktualisiert; was heute fehlt, morgen drauf sein kann.
Wie wirkt sich die Marge auf die Quote eines Rennsiegers aus?
Eine tiefere Quote bedeutet eine höhere Marge. Bei zwei gleichwahrscheinlichen Ausgängen und Quoten von 1.90 / 1.90 liegt die Marge bei rund 5 %; bei 1.85 / 1.85 höher, bei 1.95 / 1.95 tiefer. Die Marge ist das, was der Anbieter von jedem Franken Einsatz behält, bevor er auszahlt – und sie schmälert den Erwartungswert jeder Wette.
Wie wird eine Wette abgerechnet, wenn ein Rennen wegen Schnee oder Wetter ausfällt?
Wird ein Rennen abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Einzelwette ungültig und wird zurückbezahlt. In einer Kombiwette erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00, die Wette läuft mit den verbleibenden Voraussagen weiter. Im Rahmen eines Turniers (z. B. WM) gilt eine abweichende Regelung; die Einzelheiten stehen in den Spielregeln des Veranstalters.
Wie lassen sich Verlustlimiten setzen, und wie lange dauert es, bis eine Erhöhung gilt?
Bei Swisslos Sporttip setzen Spielende vor der ersten Wette drei Verlustlimit für 1, 7 und 30 Tage (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Die Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, eine unbefristete Sperre gilt schweizweit.
Wie wird der Gewinn einer Kombiwette auf mehrere Rennen aus den Einzelquoten berechnet?
Der Gewinn ist der Einsatz multipliziert mit dem Produkt der Einzelquoten. Bei einem Einsatz von CHF 10 und Einzelquoten von 1.80, 2.10 und 1.95 ergibt sich eine Gesamtquote von rund 7.37 und ein Bruttogewinn von rund CHF 73.70. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet; zudem stockt ein Kombiboost den Nettogewinn bei mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote ab 1.50.
Sportarten – livewettench
Inhalt erstellt vom Team «livewettench»
