Wo lässt sich in der Schach Wette online schliessen – und was kostet sie?
Ladevorgang...
Wer in der Schach Wette online abschliessen will, stösst in der Schweiz schnell auf eine enge Auswahl. Nur zwei Veranstalterinnen führen Sportwetten überhaupt durch, beide unter dem Dach des Geldspielgesetzes, beide mit einer klar bewilligten Rolle. Was auf den ersten Blick wie eine Einschränkung wirkt, ist tatsächlich die Spielregel: Wer in der Schweiz wettet, wettet gegen die Buchmacherin, die der Kanton ihm zugesteht. Wer sich daran nicht hält, spielt auf einer ausländischen Seite ohne Schweizer Schutz.
Stand: Oktober 19, 2026 — geprüft gegen die Gespa-Publikationen, das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und die Spielregeln von Sporttip in der Version 4.2.
Der Spielplan: Schach-Weltmeisterschaft, Kandidatenturnier und was die Schweiz tatsächlich wettet
Schach als Wettsport hat im 2026 ein klar definiertes Turniergerüst, und es lohnt sich, dieses Gerüst zu kennen, bevor man Quoten liest. Denn wer nicht weiss, was ein Kandidatenturnier ist, versteht nicht, warum die Quoten aussehen wie sie aussehen.

Das Schachbrett trägt 64 Felder und zu Beginn 32 Figuren, je sechzehn pro Seite: ein König, eine Dame, zwei Türme, zwei Springer, zwei Läufer und acht Bauern. Der Weltschachbund FIDE wurde 1924 in Paris gegründet und vergibt seit 1948 den Titel des Schachweltmeisters. Die Weltmeisterschaft wird in der Regel als Zweikampf zwischen dem Titelträger und einem Herausforderer ausgetragen, der sich über das Kandidatenturnier qualifiziert; 1948 und 2007 wurde sie als Turnier ausgespielt. Der erste Schachweltmeister war Wilhelm Steinitz, der 1886 den Zweikampf gegen Johannes Hermann Zukertort mit 12,5:7,5 gewann.
Weltmeisterschaft und Kandidatenturnier im Überblick
Die Schachweltmeisterschaft 2024 wurde vom 25. November bis 12. Dezember 2024 in Singapur ausgetragen und im Modus Best of 14 klassische Partien gespielt; für den Sieg waren mindestens 7,5 Punkte nötig. Dommaraju Gukesh gewann die Schachweltmeisterschaft 2024 mit 7,5:6,5 gegen Ding Liren (drei Siege, zwei Niederlagen, neun Remis); ein Tiebreak war nicht nötig. Bei Gleichstand nach 14 Partien hätte ein Tiebreak entschieden: erst Schnellschachpartien, dann ein Schnellschach-Minimatch, dann Blitzpartien, zuletzt Blitz mit plötzlichem Tod. Das Kandidatenturnier entscheidet also, wer überhaupt gegen den Weltmeister spielen darf, und ist damit der Eingang zur eigentlichen Weltmeisterschaft.
Warum die Remisquote das Schach-Business prägt
Im Schach erzielt Weiss im Mittel etwa 54 Prozent der möglichen Punkte. Bei Schachmeistern liegt die Remisquote bei etwa 43 Prozent. Das ist der eine Satz, der jede Schachquote erklärt: drei Ausgänge, von denen einer fast die Hälfte ausmacht, und ein leichter Weiss-Vorteil. Eine Schachpartie endet remis durch Patt (der Spieler am Zug hat keinen legalen Zug und steht nicht im Schach), durch Einigung, durch dreifache Stellungswiederholung (nur auf Antrag), durch die 50-Züge-Regel (auf Antrag), automatisch bei fünffacher Stellungswiederholung, nach 75 Zügen ohne Bauernzug und ohne Schlagfall, sowie bei toter Stellung, in der kein Spieler mehr mattsetzen kann. Wer Quoten auf Sieg, Remis und Niederlage nebeneinander sieht, sieht diese Mechanik in Zahlen gegossen.
Anbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz Schach-Wetten anbietet und wer nicht
Wer in der Schweiz wettet, hat es mit genau zwei erlaubten Veranstalterinnen zu tun. Beide stehen unter der Aufsicht der Gespa und führen ihre Wetten unter eigenen Markennamen. Alle anderen Marken, die man im Internet findet, haben in der Schweiz keine Bewilligung.
Anbieter für Schach-Wetten mit Schweizer Bewilligung
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / angegebene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Sporttip als Grossspiel bewilligt; BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Sitz Basel) |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Jouez Sport als Grossspiel bewilligt; BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
Beide Marken tragen dieselbe Bewilligungsstruktur: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, in Kraft seit 2020. Eine ausländische Lizenz — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst woher — hat in der Schweiz schlicht keine Kraft; Art. 4 BGS stellt klar, dass eine Schweizer Bewilligung nur in der Schweiz gilt. Wer bei einer anderen Marke wettet, spielt auf einer Seite, die von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden kann.
Marken ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden Marken tauchen in der Werbung regelmässig auf, haben aber in der Schweiz keine Bewilligung und keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister: Donbet, Sportuna, AmunRa, myBet, Betscore, Gamdom, MyStake, Jackbit. Sie werden hier genannt, weil Schweizer Spielende ihnen im Internet begegnen — nicht, um sie zu empfehlen. Sie fallen unter die Sperrliste der Gespa, ihre Domains können per DNS gesperrt werden, und ein Streit um eine Auszahlung wird in einem anderen Rechtsraum ausgetragen, nicht vor einer Schweizer Behörde.
Was Schachwetten in der Schweiz überhaupt sind — die Grundlagen
Wer zum ersten Mal auf Schach wettet, sieht drei Quoten: Sieg Weiss, Remis, Sieg Schwarz. Wer diese drei Quoten liest, sieht eine Mechanik, die mit der in Fussball oder Tennis nur oberflächlich verwandt ist. Der Unterschied liegt im Remis — und in dessen Remis der Buchmacherin.

Drei Ausgänge, drei Quoten, eine Mechanik
Eine Wette auf den Ausgang einer einzelnen Schachpartie hat drei mögliche Resultate: Sieg einer Seite, Sieg der anderen Seite, Remis. Jedes Resultat bekommt eine eigene Quote, und alle drei Quoten zusammen ergeben die Auszahlungsquote des Marktes: 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Bei einem Dreiwege-Markt mit ausgeglichenen Quoten von 1,90 auf jede der drei Seiten ergibt sich eine Auszahlungsquote von etwa 94,7 Prozent. Das heisst: Die Buchmacherin behält im Schnitt etwa 5,3 Prozent jedes Einsatzes. Das ist die Marge, die in jedem Preis steckt, und sie ist der Grund, warum selbst eine «faire» Schachwette auf lange Sicht Geld kostet.
Beispielrechnung: Marge in einem Dreiwege-Markt
Nehmen wir einen fiktiven, ausgeglichenen Dreiwege-Markt auf eine Schachpartie mit Quoten von 1,90 auf Sieg Weiss, 1,90 auf Remis und 1,90 auf Sieg Schwarz. Die Auszahlungsquote berechnet sich als Kehrwert der Summe der reziproken Quoten. Für drei Quoten zu je 1,90 ergibt das: 1 ÷ (3 × 1/1,90) = 1,90/3 ≈ 0,632. Bezogen auf einen Einsatz von 1,00 ergibt das eine Auszahlungsquote von etwa 63,2 Prozent, entsprechend einer Marge von rund 36,8 Prozent. Das ist absichtlich ein hohes Beispiel — Buchmacherinnen preisen Dreiwege-Märkte selten so ausgeglichen an, und im wirklichen Wettprogramm liegt die Marge typischerweise im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Rechnung zeigt aber, was passiert, wenn drei Ausgänge gleich wahrscheinlich erscheinen: Die Marge schwillt an, weil die Quoten auf den Remis-Ausgang den Markt schwer machen. Anders formuliert: Bei einem Zweiwege-Markt (zum Beispiel «gewinnt Weiss oder nicht») mit beiden Seiten zu 1,90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 94,7 Prozent, also einer Marge von etwa 5,3 Prozent. Der Dreiwege-Markt ist teurer als der Zweiwege-Markt, weil die Buchmacherin das Risiko der Remis-Quote einkalkuliert.
Wie ein Gewinn entsteht
Der Gewinn einer Einzelwette ist Einsatz × (Quote − 1). Wer 50 Franken auf Quote 2,10 setzt, gewinnt bei einem Sieg 55 Franken netto und bekommt 105 Franken ausbezahlt. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote; das Risiko steigt mit jedem Bein, weil jeder Tipp eintreffen muss. Die Auszahlungsquote gilt für den gesamten Markt, nicht für einzelne Beine. Wer eine Kombiwette mit drei Beinen zu Quoten von 1,80, 2,00 und 1,90 abschliesst, wettet effektiv zu einer kombinierten Quote von 6,84 — bei einem Einsatz von 20 Franken gibt es 136,80 Franken retour, wenn alle drei Beine sitzen.
Rechtliche Lage: Gespa, Bewilligung und die Liste der erlaubten Sportarten
Wer in der Schweiz online wettet, wettet innerhalb eines Gesetzesrahmens, der mit dem Geldspielgesetz 2019 neu gezogen wurde. Das gilt für Fussball, Tennis, Formel 1 und für Schach gleichermassen.
Das Geldspielgesetz und die Rolle der Gespa
Online-Sportwetten sind im Schweizer Recht Grossspiele unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1. Januar 2021) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS) und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacherinnen, weil es keine gibt. Was die Gespa veröffentlicht, ist die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains. Der Reingewinn fliesst in gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).
Was darf gewettet werden — die geschlossene Liste
Erlaubt sind ausschliesslich Sportereignisse — Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht zulässig. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) — Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Rangwetten nur, wenn das Ranking den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen E-Sport-Bereich. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Diese Geschlossenheit ist der Punkt, an dem die Schach-Wette in der Schweiz zerbricht oder funktioniert. Steht Schach in der Liste der Gespa, ist es erlaubt; steht es nicht drin, fällt es durch. Wer auf Schach wetten will, prüft die Liste, bevor er das Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport öffnet. Live-Wetten sind erlaubt, Prematch und live, soweit die Veranstalterin eine entsprechende Verfügung hat; das BGS kennt keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert und wird nur als Feature der jeweiligen Veranstalterin beschrieben.
Wer im Swisslos-Gebiet wettet — und wer nicht
Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreut mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne). Ein Online-Konto wird nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnet. Wer im falschen Kanton wohnt, kann beim falschen Anbieter kein Konto eröffnen — das ist keine Schikane, sondern das Territorialitätsprinzip des BGS.
Wer beim ausländischen Anbieter wettet
Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar — bis zu drei Jahre Gefängnis oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS sperren (Art. 86-93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025); gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt (Domain-Hopping — die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home und nennt bet365 als auf der Liste). Wer es genau wissen will: Offshore = keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg, ausländische Gewinne nach kantonalem Steuerrecht steuerbar; bewilligt = voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieterinnen, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und eine Identitätsprüfung.
Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und was vor der ersten Wette zu setzen ist
Sportwetten sind in der Schweiz kein anonymes Vergnügen. Die Spielregeln, die das BGS vorschreibt, fangen beim Konto an und hören bei der Verlustlimite auf.
Verlustlimiten sind Spielende-Pflicht
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das BGS schreibt die Selbstsetzung vor (Art. 87 VGS); eine Senkung wird sofort wirksam, eine Erhöhung nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Die Schweiz kennt keinen staatlichen Einzahlungsdeckel. Wer sich selbst nicht einschränkt, hat im BGS keinen Schutzengel.
Spielsperre und Ausschlussregister
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Spielsperre (Art. 80-82 BGS) erfasst verschuldete oder spielsüchtige Personen und die Selbstsperre, eingetragen in ein gemeinsames Register ausgeschlossener Personen. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Die Praxis sieht weniger heilsam aus als das Gesetz: Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt — in 47,5 Prozent von 200 Fällen wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz am Schalter sucht, sucht ihn am falschen Ort.
Mindest- und Höchsteinsätze bei Sporttip
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Cash-Out, Boosts und Livewetten — die Spielregeln von Sporttip
Wer bei Sporttip wettet, wettet gegen eine Buchmacherin, die ihre eigenen Regeln hat. Diese Regeln stehen in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen, Version 4.2.
Cash-Out: was zurückkommt, ist weniger als der Vollgewinn
Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out ist ein Werkzeug, kein Versprechen.
Quotenboosts und Profitboosts: einmal pro Wettende
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Marketingname und Wirklichkeit liegen hier eng zusammen, aber die Bedingungen stehen: einmal pro Person, in Einsatz und Höhe limitiert.
Livewetten: das Spiel nach dem Eintreffen
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1,00 werten. Das ist die Stelle, an der «live» seinen Marketing-Glanz verliert: Eine Wette nach dem Tor ist keine Wette mehr.
Reguläre Spielzeit und Verlängerung
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einer Schachpartie ist die Frage nach der regulären Spielzeit anders gelagert — sie endet, wenn die Bedingungen der Wette (Sieg, Remis, Niederlage nach X Zügen, klassische Partie) eintreffen.
Wer wettet hier auf wen: Profil der zehn Anbieter im Vergleich
Die Top-10 setzt sich zusammen aus den zwei Schweizer Veranstalterinnen und acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Sie werden hier nicht empfohlen, sondern beschrieben. Werbung für nicht bewilligte Anbieterinnen in der Schweiz ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und mit Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS).
Swisslos Sporttip
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein; Online-Konten werden nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet eröffnet, mindestens 18 Jahre alt, ohne bestehende Spielsperre, mit nur einem Konto pro Person. Wer im richtigen Kanton wohnt, alt genug ist und sich identifizieren lässt, hat hier den vollen Schutz des BGS. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe); aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.).
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Sitzadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende tragen das Westschweizer Geschäft. Wer in der Romandie wohnt, hat hier die einzige bewilligte zweite Adresse. Eine Westschweizer Online-Registrierung läuft nach denselben Spielregeln wie bei Swisslos: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz im Vertragsgebiet, eine Spielsperre schliesst aus.
Donbet
Donbet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste landen, ihre Domains werden per DNS gesperrt. Wer dort ein Konto eröffnet, hat keinen Schweizer Schutz im Streitfall und keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister. Für wen diese Seite überhaupt noch sinnvoll sein soll, ist eine offene Frage — sie wird hier erwähnt, weil Schweizer Spielende ihr im Internet begegnen.
Sportuna
Sportuna trägt keine Schweizer Bewilligung. Die ausländische Lizenz, falls vorhanden, hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Ein Streit um die Auszahlung wird in einem anderen Rechtsraum ausgetragen. Für Spielende in der Schweiz gibt es keinen Zugang zum Gespa-Sperrregister und keinen Rechtsweg in der Schweiz.
AmunRa
AmunRa fällt in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister, ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen.
myBet
myBet ist ebenfalls nicht bewilligt in der Schweiz. Wer dort wettet, verzichtet auf den Schutz des BGS — auf die Verlustlimiten, auf die Spielsperre, auf die Auszahlung nur auf das eigene Konto (Art. 50 Abs. 2 VGS) und auf die Schweizer Aufsicht.
Betscore
Betscore ist eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung. Dieselbe Logik: ausländische Lizenz, keine Kraft in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg.
Gamdom
Gamdom ist nicht bewilligt. Die Plattform kann auf der Sperrliste landen, Schweizer Spielende spielen dort ohne Schutz.
MyStake
MyStake ist nicht bewilligt. Die Marke fällt unter Art. 4 BGS und Art. 130 BGS, wer dort wettet, hat keine Schweizer Anlaufstelle im Streitfall.
Jackbit
Jackbit ist nicht bewilligt. Die ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, die Domain kann per DNS gesperrt werden.
Wer in der Schweiz auf Schach wettet — was das in Franken und Quote bedeutet
Wer Schach-Wetten in der Schweiz abschliesst, wettet auf einen Markt mit drei möglichen Ausgängen. Das verlangt nach einer eigenen Mechanik im Kopf.
Weiss, Remis, Schwarz — die drei Quoten
Eine Wette auf den Ausgang einer einzelnen Schachpartie bietet drei Quoten, und jede spiegelt einen Teil der Wahrscheinlichkeitsverteilung. Bei Weltklasse-Partien, in denen die Remisquote bei rund 43 Prozent liegt, ist der Remis ein eigener, schwerer Ausgang, der die Quoten auf Sieg Weiss und Sieg Schwarz nach oben treibt. Wer die Quoten liest, sieht die Mechanik: Eine 1,90 auf Remis in einer ausgeglichenen Begegnung ist ein Spiegelbild davon, dass die Buchmacherin mit etwa der Hälfte der Partien als Remis rechnet.
Der Mehrwert der Livewette — und ihre Grenzen
Bei einer Schachpartie über 14 klassische Runden kann sich der Spielstand über Stunden bewegen. Live-Wetten sind während einer laufenden Partie möglich, sofern die Veranstalterin eine entsprechende Verfügung hat. Was nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1,00 — das ist die Stelle, an der «live» zur Farce wird, wenn die Live-Übertragung dem Wettenden eine Sekunde voraus ist. Hier zählt der Wert der Spielregeln, nicht der Glanz der Live-Übertragung.
Quotenboosts und Profitboosts auf Schach
Wenn ein Anbieter Quotenboosts auf Schach anbietet, gelten die Sporttip-Regeln: einmal pro Wettende, in Einsatz und Höhe limitiert, nur online für Prematch-Einzelwetten, bei Cash-Out verfällt der Boost. Der Boost ist ein Marketingname, der in den Spielregeln seine Grenzen findet.
Wer zahlt was: Steuern, Auszahlung und der Gang zum Konto
Wer in der Schweiz wettet, gewinnt in der Regel steuerfrei. Es gibt aber eine Schwelle, ab der das nicht mehr gilt.
Steuerfreibetrag und Verrechnungssteuer
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen (die ESTV nennt Sportwetten) sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst oberhalb besteuert — die eidgenössische Schwelle beträgt CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025); die kantonale Schwelle unterscheidet sich, daher «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle zieht die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt werden können. Eine typische Wettende gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Gewinne aus ausländischen Quellen unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgaus behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze — diese Behauptung wäre schlicht falsch. Allgemeine Information: «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen».
Auszahlung nur auf das eigene Konto
Gewinne und Salden werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) — anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Schweizer Wette nicht; keine Kreditierung an Spielende (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken eine Veranstalterin akzeptiert, ist deren eigene Sache und steht nur in deren Bedingungen. Die Schweiz hat kein Zahlungs-Blockier-Werkzeug gegen nicht bewilligte Wettseiten — nie behaupten, dass Banken oder Kartensysteme solche Zahlungen blockieren.
Was die Buchmacherin verdient — Marge und Quotenschlüssel im Schach
Im Schach-Business hat jede Buchmacherin eine Marge. Diese Marge steckt in jeder Quote, und sie ist der Grund, warum auf Dauer die Buchmacherin gewinnt.
Quotenschlüssel und Auszahlungsquote
Der Quotenschlüssel, auch Auszahlungsquote genannt, ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt auszahlt. Für einen Markt mit drei Ausgängen und Quoten Q₁, Q₂, Q₃ berechnet sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/Q₁ + 1/Q₂ + 1/Q₃); die Marge ist 100 Prozent minus die Auszahlungsquote. Bei einem fiktiven Dreiwege-Markt zu Quoten von 1,90 auf jeden Ausgang liegt die Auszahlungsquote bei rund 63,2 Prozent, die Marge bei rund 36,8 Prozent. Bei einem Zweiwege-Markt mit Quoten 1,90 auf jede Seite liegt die Auszahlungsquote bei rund 94,7 Prozent, die Marge bei etwa 5,3 Prozent. Das ist die Bandbreite, in der sich Schach-Wetten in der Schweiz bewegen — die Dreiwege-Märkte sind teurer, weil die Remis-Quote das Risiko der Buchmacherin erhöht. Der Leser sieht hier, was die Buchmacherin pro eingesetztem Franken im Schnitt behält; er sieht aber auch, dass diese Spanne von der Marktform abhängt.
Wo der Remis die Marge aufbläht
Drei Ausgänge sind schwerer zu quotieren als zwei. Die Buchmacherin muss das Risiko jedes Ausgangs einkalkulieren, und das gilt besonders für den Remis-Ausgang, der bei Weltklasse-Partien bei rund 43 Prozent liegt. Im Vergleich zu einem Fussball-Markt, der oft nur zwei oder drei Ausgänge hat, ist der Schach-Markt durch die Remis-Quote strukturell teurer. Wer auf Schach wettet, zahlt für die Mechanik der drei Ausgänge.
Wer wettet, bleibt geschützt — die Spielregeln für Wettende in der Schweiz
Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Identitätsprüfung läuft bei der Online-Registrierung: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz im Vertragsgebiet, keine Spielsperre, nur ein Konto pro Person, die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Werbung und ihre Grenzen
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder ausgeschlossene Personen abzielen (Art. 74 BGS); Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und mit Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos). Bonusbeträge und Bedingungen stammen nur aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Eine Werbezeiten-Beschränkung gibt es nicht. Nie einen Promo-Code abdrucken.
Werbung im Inland — die Spielregel von Sporttip
Sporttip darf in der Schweiz werben, Boni anbieten, Quotenboosts schalten. Das ist die andere Seite der Bewilligung: Wer in der Schweiz wettet, wettet gegen eine Veranstalterin, die sich an die Werberegeln hält. Die ausländische Konkurrenz wirbt auch — nur nicht in der Schweiz.
Wer auf Schach wettet — das Profil der Wettenden
Schach-Wetten sind ein Nischenmarkt, verglichen mit Fussball oder Formel 1. Das Profil der Wettenden ist entsprechend.
Wer Schach-Wetten macht — die Nische
Schach-Wetten werden von Spielenden abgeschlossen, die das Turnier kennen, die Spieler einschätzen können und die das Remis als eigenständigen Ausgang verstehen. Diese Spielenden sind eher Stammkunden als Gelegenheitswettende, und sie setzen typischerweise kleinere Beträge. Die Marge im Dreiwege-Markt trifft diese Spielenden empfindlicher als Fussball-Wettende, weil der Remis-Ausgang die Buchmacherin mehr kostet.
Wer die Live-Schach-Wette sucht — die technische Hürde
Live-Wetten auf eine laufende Schachpartie sind technisch aufwendiger als Live-Wetten auf Fussball. Die Partie dauert Stunden, die Spielstände ändern sich langsam, und der Wettende muss das Spiel beobachten, um den richtigen Moment für eine Wette zu finden. Wer auf Schach-Live-Wetten setzt, ist eine kleinere Gruppe als die Fussball-Live-Wettenden.
Wer in der Schach-Wette online bleibt — die fünf wichtigsten Punkte
Die fünf Punkte, die eine Schach-Wette in der Schweiz definieren, sind: die zwei Veranstalterinnen, die geschlossene Liste der Gespa, die Remis-Quote als eigenständiger Ausgang, die Marge im Dreiwege-Markt und die Spielregeln von Sporttip. Wer diese fünf Punkte versteht, versteht die Schach-Wette in der Schweiz.
Wo die fünf Punkte sich treffen
Die zwei Veranstalterinnen — Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport — sind die einzigen Schweizer Anbieterinnen. Die geschlossene Liste der Gespa definiert, was gewettet werden darf. Die Remis-Quote als eigenständiger Ausgang macht die Quoten teurer. Die Marge im Dreiwege-Markt ist der Preis für die drei Ausgänge. Die Spielregeln von Sporttip bestimmen, wie Cash-Out, Boosts und Live-Wetten funktionieren. Diese fünf Punkte sind das Gerüst, auf dem jede Schach-Wette in der Schweiz steht.
Häufige Fragen
Darf in der Schweiz auf Schach gewettet werden, und bei wem?
Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstalterinnen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip in der Deutschschweiz, in Tessin und in Liechtenstein sowie Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport in der Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Voraussetzung ist, dass das Turnier in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten steht und dass die Wettende im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin wohnt, volljährig ist und keine Spielsperre besteht. Ausländische Marken haben in der Schweiz keine Bewilligung und keine Schutzkraft (Art. 4 BGS).
Wie lässt sich prüfen, ob Schachturniere in der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten stehen?
Die Gespa veröffentlicht die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) als geschlossene Aufzählung. Steht ein Schachturnier dort mit seinem Namen und der erlaubten Wettart, kann es von Swisslos oder Loterie Romande angeboten werden; fehlt es, ist eine Wette darauf nicht zulässig. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann erlaubt, wenn sie eigens aufgeführt sind; die Liste zeigt keine Eckball-, Karten- oder E-Sport-Märkte.
Warum ist die Remisquote für Schachwetten und Quoten so wichtig?
Im Schach liegt die Remisquote bei Meistern bei etwa 43 Prozent, und Weiss erzielt im Mittel etwa 54 Prozent der möglichen Punkte. Das macht den Remis zu einem dritten, schweren Ausgang, der die Quoten auf Sieg Weiss und Sieg Schwarz nach oben treibt. Eine Schachpartie endet remis durch Patt, Einigung, dreifache Stellungswiederholung, 50-Züge-Regel, automatisch bei fünffacher Stellungswiederholung, nach 75 Zügen ohne Bauernzug und ohne Schlagfall sowie bei toter Stellung. Wer die Remis-Quote versteht, liest jede Schachwette mit dem richtigen Blick.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinn einer Einzelwette ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Beine zur Gesamtquote; alle Beine müssen eintreffen. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ); die Marge ist 100 Prozent minus die Auszahlungsquote. Bei einem Zweiwege-Markt mit Quoten 1,90/1,90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 94,7 Prozent, die Marge bei etwa 5,3 Prozent; ein Dreiwege-Markt mit denselben Quoten ist teurer, weil die Remis-Quote das Risiko der Buchmacherin erhöht.
Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, und was bewirkt die Spielsperre?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und in Liechtenstein (Art. 80-82 BGS).
Sportarten – livewettench
Inhalt erstellt vom Team «livewettench»
