Was es kostet, in der Schweiz auf die French Open zu wetten

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein Tennisplatz aus rotem Sand liegt im ersten Licht des Morgens, das Netz hängt still und die Linien sind frisch gezogen.

Auf Sand wird in Paris der einzige Grand Slam des Kalenders ausgespielt, der über die klassische Best-of-Five-Distanz bei den Herren geht. Wer aus der Schweiz auf das Turnier wetten will, hat dafür genau zwei Wege, die das Geldspielgesetz anerkennt: das Sporttip-Angebot von Swisslos und das Jouez-Sport-Angebot der Loterie Romande. Alles, was darüber hinaus auf Wettportalen im Netz lockt, läuft ohne Schweizer Bewilligung und unterliegt nicht dem Schutzrahmen der Gespa. Dieser Text geht die Frage konsequent von der Kostenseite an: was eine Wette im Schnitt kostet, bevor sie gespielt wird, was sie im Gewinnfall zurückzahlt, was das Schweizer Recht vom Veranstalter verlangt und was am Ende auf der Seite des Spielenden bleibt.

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Schweizer Geldspielgesetzgebung (BGS).

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die Tabelle ordnet die zwei bewilligten Veranstalter zuerst – sie sind die einzigen Stellen, an denen aus der Schweiz legal auf die French Open gewettet werden darf. Die übrigen Einträge sind ausländische Wettseiten ohne Schweizer Bewilligung; sie tauchen hier auf, weil Schweizer Spielende ihnen im Alltag begegnen, und tragen deshalb denselben Spaltenaufbau wie die zugelassenen Marken. Die Spalten lesen sich in dieser Reihenfolge: Marke, Bewilligungsstatus in der Schweiz, genannte Aufsichtsbehörde oder Berichtsquelle.

Ein Tennisball und ein Schläger ruhen auf einer Holzbank am Spielfeldrand, im Hintergrund hohe Bäume im Sommerlicht.
Rekordsieger der French Open im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln; im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln.
Marke Bewilligung in der Schweiz Aufsicht oder genannte Lizenzquelle
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS) Gespa, Interkantonale Geldspielaufsicht
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS) Gespa, Interkantonale Geldspielaufsicht
Betify ohne Schweizer Bewilligung keine verifizierbare Konzession
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung keine verifizierbare Konzession
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung keine verifizierbare Konzession
Funbet ohne Schweizer Bewilligung keine verifizierbare Konzession
Betclic ohne Schweizer Bewilligung keine verifizierbare Konzession
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), ohne Kraft in der Schweiz
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung keine verifizierbare Konzession
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung keine verifizierbare Konzession

Die beiden bewilligten Veranstalter bedienen getrennte Gebiete: Swisslos führt das Sporttip-Angebot in den Deutschschweizer Kantonen, in Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer online mitmachen will, braucht Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet. Eine Spielkonto-Eröffnung quer über die Sprachgrenze ist im Schweizer System nicht vorgesehen – wer im einen Gebiet wohnt und bei der anderen Marke spielen will, kann dort kein Konto eröffnen. Das schränkt die Auswahl auf eine der zwei Konzessionen ein, je nach Wohnsitz. Beide Konzessionen sind nach demselben Massstab geprüft und werden von derselben Aufsicht kontrolliert.

Die ausländischen Marken teilen eine gemeinsame rechtliche Lage: Sie haben keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, kennen keinen Schweizer Rekursweg und können jederzeit auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, was den DNS-Zugang aus der Schweiz unterbindet. Dass eine Marke einen Lizenzgeber in Curaçao, Malta oder Kanada nennt, ändert daran nichts – eine ausländische Lizenz hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Kraft. Wer dort spielt, tut das auf eigenes Risiko: keine Spielsucht-Sperre, keine Identitätsprüfung im Schweizer Register, keine Gewinnauszahlung über ein Schweizer Konto mit den dort geltenden Pflichten. Wer sich trotzdem dort anmeldet, sollte sich bewusst sein, dass Einsätze und Gewinne in Strafverfahren gegen den Anbieter beschlagnahmbar sind und dass der Kanton Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als Einkommen besteuert. Die «Lizenzierung im Ausland» ist kein Schutz, sondern Marketing.

Was die French Open als Wettstück ausmacht

Die French Open sind nicht irgendein Sandplatzturnier. Sie sind das einzige der vier Grand Slams, das auf Sand und je nach Geschlecht auf zwei unterschiedlichen Satzlängen gespielt wird. Bei den Herren geht es über drei Gewinnsätze, bei den Damen über zwei – das prägt die Wettmärkte, die ein Veranstalter überhaupt anbieten kann.

Ein Holzsteg führt über einen ruhigen Bergsee im Nebel, am anderen Ufer stehen dunkle Tannen.
Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei Gewinnsätze.

Im Herreneinzel gibt es auf Sand mehr lange Ballwechseln, mehr Comebacks und häufiger Entscheidungssätze als auf Rasen oder Hartplatz. Das senkt die Quote für klare Favoriten auf einen langen Wert und verteuert jede Wette auf einen Aussenseiter, der einen Satz mitnehmen kann. Bei den Damen ist die kürzere Distanz die Norm – zwei Gewinnsätze, drei Sätze maximal – was mehr Unentschieden ausschliesst als in Herrenbegegnungen, dafür aber gerade Tiebreak-Sätze häufiger vorkommen lässt. Wer auf einen Satzwett-Markt bei den Damen setzt, kauft damit eine höhere Wahrscheinlichkeit für enge Sätze ein als bei einem Herrenmatch über die gleiche Runde.

Seit März 2022 haben sich alle vier Grand Slams auf einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung im Entscheidungssatz geeinigt – das betrifft die French Open ebenso wie die Australian Open, Wimbledon und die US Open. Vorher konnte ein fünfter Satz bei den Herren und ein dritter bei den Damen endlos weiterlaufen; heute ist er begrenzt. Für Live-Wetten bedeutet das: ein offener Entscheidungssatz hat eine festgelegte Endzeit, was die Modellierung von In-Play-Quoten vereinfacht und die Cash-Out-Berechnung beeinflusst.

Die French Open 2026 sind ausgespielt: vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand. Im Herreneinzel gewann Alexander Zverev das Finale gegen Flavio Cobolli, im Dameneinzel setzte sich Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Das Gesamtpreisgeld lag bei 61’723’000 €, ein Plus von 9,35 % gegenüber 2025; die Einzelsieger erhielten je 2’800’000 €. Wer eine Langzeitwette auf den Turniersieger platziert, wettet also auf ein Ereignis, dessen Ergebnis erst nach drei Wochen feststeht – und dessen Quote sich über die ganze Spanne verändert, weil je nach Verlauf der ersten Runden andere Spieler in den Wettbüchern nachrücken. Bei Sporttip ist der Cash-Out auf solche Langzeitwetten möglich, aber nicht garantiert (siehe Abschnitt zu Cash-Out).

Eine Wette ist aber nie nur ein Tippschein, sondern auch ein Kostenfaktor. Die Summe, die ein Veranstalter auf einem Markt tatsächlich auszahlt, ergibt sich aus der Auszahlungsquote – in der Marktterminologie dem Quotenschlüssel – und der Marge, die er sich nimmt. In der Branche bedeutet «Marge» den Anteil jeder eingesetzten Einheit, den der Veranstalter im Durchschnitt einbehält; je höher die Marge, desto weniger bekommen die Spielenden im Mittel zurück. Für ein illustratives Tennis-Match mit zwei spielbaren Ausgängen (Sieg Spieler A, Sieg Spieler B) und gleich verteilten Quoten von 1.90 und 1.90 ergibt sich rechnerisch eine Auszahlungsquote von etwa 89,5 % – mithin eine Marge von rund 10,5 % je eingesetztem Franken. Real ist sie tiefer, weil Buchmacher die Quoten gegen den Marktkonsens asymmetrisch setzen; für ein Roland-Garros-Match der Herren über die volle Distanz bewegen sich die Margen erfahrungsgemäss im niedrigen einstelligen Prozentbereich, für Damen-Spiele und Qualifikationsrunden etwas höher. Wer auf einer Quote 1.90 spielt, gibt also im Schnitt etwa 10 Rappen pro Franken Einsatz an den Veranstalter ab, bevor das Match überhaupt angefangen hat. Das ist der Preis, den das ganze Wettgeschäft trägt – kein Bonus, keine Aktion ändert ihn, sie verschiebt nur, wer ihn zahlt.

Was die Marge konkret für den Schein bedeutet

Eine Quote ist nie ein Versprechen, sondern eine Erwartung. Der Veranstalter gewichtet sie so, dass die Summe der reziproken Quoten aller wählbaren Ausgänge kleiner als 100 % ausfällt – genau diese Lücke ist seine Marge. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 ergibt 1 / 1,90 + 1 / 1,90 ungefähr 1,0526; die Marge liegt also bei rund 5,26 %. Multipliziert man diese Marge mit dem Umsatz, den ein Spielender zur Erfüllung der Bonusbedingungen leisten muss, ergibt sich der erwartete Verlust durch das Clearing selbst – der Preis, den die Erfüllung der Bedingungen über die normalen Wettkosten hinaus kostet. Die Faustregel: je öfter und je höher man umsetzen muss, desto teurer wird ein Bonus, weil jede umgesetzte Einheit die Marge trägt.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf – und wer nicht

Die Schweiz hat das Sportwetten-Monopol gesetzlich festgelegt. Gemäss Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) sind Sportwetten Grossspiele. Sie dürfen nur von Veranstaltern angeboten werden, die eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung halten und der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) unterstehen – nicht der ESBK, die nur für Casinos zuständig ist.

Die Kantone haben den Kreis der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Mehr bewilligte Sportwetten-Anbieter gibt es in der Schweiz nicht; die Gespa publiziert nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains. Wer sich also mit Wohnsitz in der Schweiz bei einem anderen Anbieter anmeldet, handelt ausserhalb des bewilligten Rahmens – selbst wenn dieser Anbieter über eine Lizenz aus einem anderen Land verfügt, die in der Schweiz keine Kraft hat.

Die Schweizer Bewilligung trägt für die Spielenden klare Folgen: Anbieter müssen Identitäten verifizieren (Art. 47–52 VGS), Gewinne auf ein Konto der Kontoinhaberin auszahlen (Art. 50 Abs. 2 VGS), Selbstsperren über das schweizweite Register führen (Art. 80–82 BGS) und Spielende vor dem ersten Spiel zum Setzen von Verlustlimiten verpflichten (Art. 87 VGS). Der Preis dieser Kontrolle ist eine kleinere Auswahl und ein gedeckeltes Wettangebot.

Was bewilligt werden darf – die Gespa-Liste

Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026). Sie ist die einzige rechtliche Grundlage dafür, was auf dem Wettschein landen darf. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden – zum Beispiel Eckball- oder Kartenmärkte im Fussball, und ein Esports-Bereich taucht dort ebenfalls nicht auf. Qualifikationsrunden sind nur bewilligt, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe sind nur bewilligt, wenn sie auf der Liste stehen; Rangwetten sind nur bewilligt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet – nie auf Trainingsläufe. Veranstaltungen, an denen mehrheitlich Minderjährige beteiligt sind, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Was heisst das für Roland Garros? Die French Open sind ein klassisches Profiturnier des Weltverbands ITF und stehen auf der Gespa-Liste – Gesamtsieger, Matchsieg, Sätze, Handicap und ähnliche Tennis-typische Märkte sind dadurch abgedeckt. Wenn ein Anbieter einen Spezialmarkt anbietet, der nicht von der Liste gedeckt ist, würde er sich ausserhalb seiner Bewilligung bewegen. Genau deshalb haben die Schweizer Veranstalter ein schmaleres Wettprogramm als internationale Wettportale: die Liste setzt den Rahmen, nicht der Markt.

Steuern und Gewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Per 1.1.2026 liegt die eidgenössische Schwelle bei CHF 1’071’000, im Jahr davor bei CHF 1’070’400. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden können. Die meisten Sportwett-Gewinne liegen weit darunter: kein Einkommensteuerabzug und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Die kantonalen Freibeträge weichen vom Bund ab, weshalb die zutreffende Formulierung «je nach Kanton» lautet – nie eine einzelne kantonale Zahl als allgemeingültig nennen. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer; der Kanton Thurgau behandelt sie jedoch unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Auf den Einsatz fällt keine Schweizer Wettsteuer – eine solche Steuer existiert nicht.

Spielerschutz: was vor der ersten Wette zu setzen ist

Die Bedingung, bevor das Spiel überhaupt losgeht, ist die Verlustlimite. Wer bei Swisslos Sporttip mitspielen will, muss vor der ersten Wette Selbstlimits für 1, 7 und 30 Tage setzen – die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (in den AGB vorgesehen, während die gesetzliche Frist 24 Stunden beträgt). Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich – ein Hebel, der gerade Spielende oft vergessen.

Loterie Romande und Swisslos bieten beide eine Selbstausschluss-Sperre produktbezogen für 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich für eine unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für die Casinos inklusive Online-Casinos sowie in Liechtenstein gilt – das heisst: einmal gesperrt, überall gesperrt. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten wieder aufgehoben werden (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die Aufsichtsbehörde Gespa misst den Schutz im Verkaufspunkt regelmässig nach: 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Testfällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Online-Schutz durch Identitätsprüfung ist deshalb die wichtigste tatsächliche Schicht – nicht der Testkauf im Laden. Wer sein Konto mit echtem Ausweis und Adressabgleich eröffnet, schliesst das grösste Risiko aus.

Für die Praxis heisst das: vor der ersten Einzahlung drei Limits setzen, eine Einzahlungslimite hinzunehmen, bei Bedarf eine Selbstausschluss-Sperre wählen – und alle drei Schritte dokumentieren, weil sie im Streitfall die eigene Position stützen.

Wettarten, Quoten und der Preis auf dem Schein

Das Wettprogramm auf Roland Garros trägt im Schweizer Rahmen eine eigene Handschrift. Matchsieg, Satzwetten, Handicap, Gesamtsieger und ein paar Spezialmärkte – mehr ist von der Gespa-Liste nicht gedeckt, und alle Anbieter müssen sich daran halten.

Die Quote, die am Wettschein steht, ist nicht der erwartete Gewinn, sondern sein Bruttobetrag: der Einsatz multipliziert mit der Quote. Wer also CHF 100 auf Quote 2.30 setzt, bekommt bei einem Treffer CHF 230 zurück, der Reingewinn ist CHF 130. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelscheine – drei Tipps mit Quoten 1.60, 1.90 und 2.10 ergeben eine Gesamtquote von 1,60 × 1,90 × 2,10 = etwa 6,38. Bei CHF 10 Einsatz wäre die Auszahlung im Gewinnfall CHF 63,80.

Cash-Out, Livewetten, Kombiboost und Quotenboost sind die Hebel, mit denen Sporttip innerhalb dieses Rahmens Akzente setzt:

Der Einsatzrahmen bei Sporttip ist eng gesteckt: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ändern, ohne Gründe anzugeben; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für Spielende mit kleinem Budget heisst das: jeder Franken zählt – ein Hinweis, der die Vergleichstabelle über die Anbieter hinaus ergänzt.

Was eine Wette im Schnitt kostet

Wer mit einem Einsatz von CHF 10 auf Quote 1,90 spielt, hofft auf eine Auszahlung von CHF 19. Über sehr viele Wetten mittelt sich dieser Betrag auf die Auszahlungsquote des Marktes – und die liegt, wie oben gerechnet, bei etwa 89,5 % für ein ausgeglichenes Zwei-Wege-Match. Wer also 100 Wetten zu je CHF 10 platziert (CHF 1’000 Umsatz), bekommt im statistischen Mittel rund CHF 895 zurück und verliert etwa CHF 105. Das ist der Preis des Wettens als solcher, unabhängig von Boni, Boosts oder Aktionen: die Marge des Veranstalter, eingebaut in jede einzelne Quote.

Für einen Bonus heisst das: wenn CHF 500 Bonus mit 5-fachem Umsatz zu clearen sind, müssen CHF 2’500 Umsatz erreicht werden. Bei einer angenommenen Marge von 10 % auf den ausgewählten Märkten liegt der erwartete Kostenbeitrag durch das Clearing bei rund CHF 250 – die Hälfte des Bonusbetrags. Wer den Bonus vor dem Wetten liest, sieht Zahlen, die so nicht gerechnet werden: ein 500-Franken-Bonus, der 2’500 Franken Umsatz verlangt, kostet im Schnitt deutlich mehr, als er einbringt. Das gilt für jede Aktion, die das Wetten zu erhöhtem Umsatz zwingt.

Spielplan der French Open und was davon auf den Wettschein passt

Die French Open sind als Turnier über drei Wochen gebaut – Hauptfeld, Qualifikationsrunde, Hauptfeld, Halbfinals, Finale. Für Wettende bedeutet das einen sehr langen Atem bei Gesamtsiegerwetten: Wer vor dem ersten Match auf den Turniersieger tippt, lässt die Wette laufen, bis das letzte Match gespielt ist. Bei Sporttip ist der Cash-Out auf eine solche Langzeitwette möglich, aber nicht garantiert – wer sich die Wette nicht bis zum Ende leisten will, hat unter Umständen gar keine Auszahlung.

Die Match-Dichte der ersten Runde ist das, was das Programm für In-Play-Wetten attraktiv macht: viele parallel laufende Matches, genug Auswahl für Livewetten in kurzen Zeitfenstern. Mit fortschreitendem Turnier sinkt die Anzahl der parallelen Spiele, dafür steigt die Qualität der einzelnen Matches. Wer auf Gesamtsieger wettet, profitiert vom frühen Tickerrisiko: der Markt reagiert auf jeden Upset mit einer neuen Quotierung, und wer vor dem Upset den richtigen Spieler im Schein hatte, sieht seinen Gewinn steigen – allerdings erst, wenn der Schein auch durchläuft.

Die Qualifikationsrunden sind auf der Gespa-Liste enthalten – Wettmärkte auf Qualifikanten sind damit grundsätzlich bewilligt. Das ist nicht selbstverständlich: viele nationale Sportwetten-Systeme schliessen Quali-Märkte aus, in der Schweiz sind sie über die Liste abgedeckt, wenn das Turnier aufgeführt ist. Der praktische Wert dieser Bewilligung ist die zusätzliche Wett-Tiefe in den ersten Tagen, wenn das Hauptfeld noch nicht vollständig ist.

Matchformate und was sie für die Wette bedeuten

Herren spielen über drei Gewinnsätze, Damen über zwei. Im Entscheidungssatz gibt es einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Konkret heisst das: bei den Herren sind Fünf-Satz-Matches möglich, dafür endet der fünfte Satz spätestens beim Stand 10:8 im Tiebreak. Bei den Damen geht der dritte Satz maximal bis 10:8 im Tiebreak. Für Livewetten ist das ein klarer Schlusspunkt: kein offener Entscheidungssatz, der ewig weitergeht.

Wer auf Handicap-Wetten bei den Herren setzt, sollte die längere Distanz im Kopf haben. Auf Sand über fünf Sätze kommt ein -1,5-Sätze-Handicap bei einem klaren Favoriten öfter durch als auf Hartplatz, weil der Favorit im fünften Satz mehr Zeit hat, die entscheidende Service-Phase zu setzen. Bei den Damen ist das Handicap-Volumen kleiner – typische Linien bewegen sich zwischen +2,5 und −2,5 Sätzen – was die Marge tendenziell erhöht, weil die Märkte weniger tief sind.

Wer auf Satzwetten geht, sollte die Tiebreak-Regel im Auge behalten. Bei den French Open wird im normalen Satz bis 7 gespielt, bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz läuft der Match-Tiebreak bis 10. Wer darauf wettet, ob ein bestimmter Satz in den Tiebreak geht, sollte die Spielstärke beider Spieler im Tiebreak kennen – Aufschlag-Riesen wie Isner oder Karlovic gibt es im Frauentennis praktisch nicht, die Tiebreak-Quote bei den Damen ist dadurch näher an 50 % als bei den Herren.

Swisslos Sporttip – der Veranstalter für die Deutschschweiz und das Tessin

Swisslos mit Sitz in Basel führt das Sporttip-Angebot gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – also den grössten Teil der Deutschschweiz und das Tessin. Wer dort wohnt, kann bei Swisslos ein Konto eröffnen, sofern die Person mindestens 18 Jahre alt ist, im Vertragsgebiet Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat und keine Spielsperre besteht; jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Identität wird per Ausweis-Upload und Adressabgleich verifiziert.

Für die Wettpraxis trägt Sporttip die für Schweizer Veranstalter typischen Einschränkungen: Einsatzrahmen von CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, bis CHF 10’000 pro Systemwette; Livewetten mit der Quote-1,00-Klausel bei Wetten nach Eintreten des Wettausgangs; ein vollständiger Cash-Out, der nicht für jeden Markt garantiert ist. Der Mindestumsatz ist damit klein genug für Spielende mit schmalem Budget, der Höchsteinsatz aber für High-Roller uninteressant. Sporttip ist nicht für High-Stakes-Spielende gebaut; das System zielt auf den Massenmarkt ab und begrenzt das Exposure pro Wette. Wer grössere Beträge umsetzen will, hat im Schweizer bewilligten Rahmen keine Möglichkeit dazu.

Der Reingewinn, den Swisslos 2025 ausgeschüttet hat, belief sich auf CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an kantonale Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. Diese Zahlen sind Hintergrund: sie zeigen, dass Sporttip ein Massengeschäft ist und nicht auf das Interesse einzelner High-Roller ausgerichtet sein muss.

Bewertung. Sporttip ist die Standard-Adresse für Schweizer Wetten aus der Deutschschweiz und dem Tessin – niedrige Mindesteinsätze, ein geschlossenes Wettprogramm nach Gespa-Liste, klare Spielerschutzregeln. Die Marge ist im Branchenschnitt, nicht darüber und nicht darunter. Für Roland Garros deckt Sporttip das Programm ab, das die Liste hergibt. Eingeschränkt ist die Marke für Spielende mit sehr hohem Einsatz (Limite CHF 1’000 pro Einzelwette) und für Spieler ausserhalb des Vertragsgebiets – sie können kein Konto eröffnen und müssen in der Westschweiz auf Jouez Sport oder im Ausland spielen.

Loterie Romande – Jouez Sport für die Westschweiz

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs französischsprachigen Kantone: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande hat ihren Sitz faktisch in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und rund 221 Mitarbeitende. Sie fällt unter dieselbe Bewilligungslogik wie Swisslos, bedient aber das andere Vertragsgebiet.

Wer in der Deutschschweiz wohnt und im französischsprachigen Kanton arbeitet, hat keinen Anspruch auf ein Konto bei Jouez Sport – das Konto ist auf den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet ausgestellt. Ein zweites Konto bei einem anderen Schweizer Anbieter geht nicht, weil es im bewilligten System nur diese zwei gibt. Für Spielende aus den Westschweizer Kantonen ist Jouez Sport die einzige legale Online-Adresse für Sportwetten, und sie ist genauso strukturiert wie Sporttip: Gespa-bewilligt, Verlustlimiten vor erster Wette, Spielsperre schweizweit, Einsätze in der gleichen Grössenordnung.

Der Inhalt des Wettprogramms auf Roland Garros ist bei beiden Veranstaltern durch die Gespa-Liste definiert; ein Wettrennen um Quoten zwischen Sporttip und Jouez Sport findet innerhalb dieses Rahmens statt, nicht darüber hinaus. Wer die Quote auf ein bestimmtes Match vergleichen will, sollte beide Wettprogramme anschauen, denn innerhalb des bewilligten Rahmens setzen die Anbieter ihre Linien unabhängig.

Bewertung. Jouez Sport ist die einzige legale Online-Adresse für Westschweizer Spielende auf Roland Garros; dieselbe Bewilligungslogik wie Sporttip, dieselbe Schutzarchitektur, dasselbe geschlossene Wettprogramm. Die Marke schneidet im Vergleich gleich ab wie Sporttip – sie ist nicht besser oder schlechter, sondern strukturell identisch aufgestellt. Für Spielende aus der Westschweiz gibt es keine Alternative innerhalb des bewilligten Rahmens; wer ausserhalb wohnt, kann hier kein Konto eröffnen.

Betify – ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung

Betify ist eine ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung. Die Marke gibt an, über eine Lizenz zu verfügen – diese Lizenz hat jedoch in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Für Schweizer Spielende hat das drei Folgen: kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Rekursweg bei Streit, und die Möglichkeit, dass die Domain auf die Gespa-Sperrliste gesetzt wird, was den Zugang aus der Schweiz per DNS unterbindet.

Wer sich für Betify interessiert, sollte sich das Programm direkt auf der Seite ansehen. Betify macht keine Angaben zu Marge oder Auszahlungsquote, die sich in der Schweiz verifizieren lassen.

Bewertung. Der Hauptgrund, Betify in Betracht zu ziehen, ist eine breitere Wettauswahl oder höhere Quoten als bei den bewilligten Schweizer Anbietern – beides ist plausibel, weil internationale Plattformen nicht an die Schweizer Gespa-Liste gebunden sind und oft Bonusprogramme anbieten, die im bewilligten Rahmen nicht erlaubt wären. Wer das Angebot nutzen will, akzeptiert damit den Wegfall des Schweizer Schutzes vollständig: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Identitätsprüfung im Schutzregister, kein Schweizer Beschwerdeweg, mögliche Sperrung der Domain. Für einen Spielenden, der aus anderen Gründen als den zugelassenen zwei Anbietern wetten will, ist das ein bewusster Schritt – die Beschreibung des Angebots ersetzt keine Bewertung des Schutzniveaus.

FortuneJack – ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack tritt als internationale Wettplattform auf. Im Schweizer Recht hat das Unternehmen keine Stellung: keine Veranstalterbewilligung, kein Anschluss an das Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste landen, was den Zugang aus der Schweiz unterbricht – eine reale Möglichkeit, weil die Gespa den Kreis gesperrter Domains laufend erweitert (Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste).

Wer sich für das Wettangebot, die Quotenmarge oder den Einsatzrahmen bei FortuneJack interessiert, muss das direkt auf der Plattform prüfen – und sich bewusst sein, dass eine Lizenz aus dem Ausland in der Schweiz nichts bedeutet.

Bewertung. Wie bei jeder Plattform ohne Schweizer Bewilligung ist das Hauptargument die Wettauswahl oder Quote; das Gegenargument ist der vollständige Wegfall des Schweizer Schutzes. Wer im Ausland spielt, sollte sich klarmachen, dass die Gespa-Sperrliste live geändert wird und dass ein vormals erreichbarer Anbieter morgen nicht mehr erreichbar sein kann – ohne Vorwarnung und ohne Kündigung der Verträge. Das allein ist schon ein Kostenfaktor, der in keiner Quote auftaucht.

BetLabel – ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung

BetLabel ist eine weitere internationale Wettseite ohne Schweizer Konzession. Die Marke kann in Curaçao oder einer anderen Jurisdiktion lizenziert sein – diese Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer sich dort anmeldet, tut das ausserhalb des BGS-Rahmens, was drei Konsequenzen hat: keine Spielsperre im Schweizer Register, kein Schweizer Beschwerdeweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste.

Über das Wettprogramm auf die French Open bei BetLabel fehlt jede verifizierte Angabe. Wer das Programm prüfen will, schaut direkt auf der Plattform nach – ohne Garantie, dass das, was heute sichtbar ist, morgen noch so steht.

Bewertung. BetLabel unterscheidet sich im Massstab nicht von FortuneJack oder Funbet; die drei Marken teilen dieselbe rechtliche Stellung in der Schweiz und dasselbe fehlende Schutzniveau. Wer eine dieser Plattformen nutzt, sollte die fehlende Schweizer Aufsicht als gegebenen Rahmen akzeptieren und die Konsequenzen in die persönliche Entscheidung mit einbeziehen.

Funbet – ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung

Funbet reiht sich in das Bild der internationalen Wettseiten ohne Schweizer Stellung ein. Keine Veranstalterbewilligung, keine Spielbewilligung, kein Anschluss an das schweizweite Ausschlussregister, kein Schweizer Beschwerdeweg. Wer sich dort anmeldet, kann heute spielen und morgen vor einer gesperrten Domain sitzen – die Gespa pflegt die Liste aktiv, Domains werden bei neuen Verstössen innerhalb von Stunden ersetzt.

Wer sich für das Wettprogramm, die Margin oder den Einsatzrahmen bei Funbet interessiert, muss die Plattform direkt besuchen – und sich bewusst sein, dass keine Schweizer Aufsicht über Fairness, Auszahlungsquote oder Spielerschutz stattfindet.

Bewertung. Funbet ist eine von vielen ausländischen Wettseiten, die Schweizer Spielende über Suchmaschinen oder Werbung finden. Der Nutzen liegt, wenn überhaupt, in der breiteren Wettauswahl oder im Bonusprogramm; der Preis ist der vollständige Wegfall des Schutzes. Die Beschreibung steht hier nicht, um den Anbieter zu empfehlen, sondern um die Stellung im Markt zu klären.

Betclic – ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung

Betclic ist eine bekannte europäische Wettmarke mit Lizenz in Frankreich. In der Schweiz hat diese Lizenz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer sich bei Betclic anmeldet, tut das im Rahmen der französischen Regulierung – nicht der Schweizer. Drei Punkte treffen auch hier zu: kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Beschwerdeweg, mögliche Aufnahme in die Gespa-Sperrliste.

Wer sich für das Wettprogramm, die Marge oder den Cash-Out bei Betclic interessiert, sollte sich auf der Plattform selbst orientieren und sich bewusst sein, dass die französische Lizenz keine Aussage über die Stellung in der Schweiz macht.

Bewertung. Betclic ist ein Beispiel für einen Anbieter, der in einem EU-Land reguliert ist und in der Schweiz dennoch keine Bewilligung trägt. Die Marke spricht mit dem Vertrauen einer europäischen Lizenz – dieses Vertrauen endet an der Schweizer Grenze. Wer über Betclic wettet, sollte das mit derselben Vorsicht tun wie bei jeder anderen Plattform ohne Schweizer Stellung.

X3Bet – ausländische Wettseite mit Lizenz aus Kanada

X3Bet ist mit einer Lizenz aus Tobique (Kanada) gemeldet. Eine Lizenz aus einer kanadischen Provinz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Plattform ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, kennt keinen Schweizer Rekursweg und kann jederzeit auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.

Wer sich für das Wettangebot, die Margin und die Einsatzrahmen bei X3Bet interessiert, muss direkt auf der Plattform nachschauen – ohne den Schutz der Schweizer Aufsicht.

Bewertung. Tobique als Lizenzgeber weckt bei erfahrenen Spielenden Skepsis: die kanadische Provinzregulierung gilt weithin als vergleichsweise schwach im Vergleich zu Malta, Curaçao oder der ESBK. In der Schweiz ist diese Frage sekundär – jede ausländische Lizenz hat hier keine Kraft. Wer den Anbieter nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die kanadische Lizenz eine Marketing-Aussage ist, keine Schutz-Aussage für Schweizer Spielende.

Bahigo – ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo ist eine weitere internationale Wettseite. Wie bei den übrigen Marken ohne Schweizer Konzession gilt: keine Veranstalterbewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rekursweg, mögliche Aufnahme in die Gespa-Sperrliste. Die Konditionen für das Programm auf die French Open, die Marge oder den Cash-Out bei Bahigo sind direkt auf der Plattform einzusehen.

Wer sich für die Plattform interessiert, sollte sich direkt auf der Seite orientieren – und sich bewusst sein, dass ausländische Lizenzen in der Schweiz keine Wirkung entfalten. Wer dort spielt, sollte sich fragen, ob das fehlende Schutzniveau im Verhältnis zur angebotenen Quote steht.

Bewertung. Bahigo reiht sich in das Muster der internationalen Wettseiten ein, die Schweizer Spielende im Netz finden. Das Fehlen einer Schweizer Bewilligung teilt die Marke mit FortuneJack, Funbet, BetLabel und Co. Wer eine dieser Plattformen nutzt, akzeptiert den Wegfall des Schweizer Schutzes. Welche Quote das wert ist, kann jeder Spielende nur für sich entscheiden.

Rollbit – ausländische Wettseite ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit tritt als internationale Wettplattform mit Krypto-Bezug auf. Auch hier gilt: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rekursweg. Wer dort spielt, kann morgen auf der gesperrten Seite landen, weil die Gespa Domain-Hopping aktiv nachgeht.

Die Konditionen für das Wettprogramm auf die French Open, die Margin oder das Cash-Out bei Rollbit sind direkt auf der Plattform einzusehen. Auszahlungen über Krypto sind nach Schweizer Recht im bewilligten System ohnehin ausgeschlossen (Art. 50 Abs. 2 VGS – Gewinne gehen nur auf ein Konto der Kontoinhaberin) – bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Stellung gibt es diesen Schutz schlicht nicht.

Bewertung. Rollbit steht hier als Beispiel für eine Plattform, die mit Krypto-Auszahlungen wirbt. Für Schweizer Spielende ist diese Eigenschaft doppelt heikel: keine Schweizer Aufsicht, dazu ein Auszahlungsweg, der im Schweizer bewilligten System nicht zulässig wäre. Wer über Krypto wettet, sollte sich der Volatilität des Auszahlungsbetrags bewusst sein und der Tatsache, dass die Gespa den Schweizer Spielenden hier keine Hand reicht.

Häufige Fragen

Welche Wetten auf die French Open dürfen Schweizer Veranstalter laut der Gespa-Liste anbieten?

Die Gespa-Liste (Version 10.09.2026) führt Profitennis auf und deckt damit Matchsieg, Satzwetten, Handicap und Gesamtsieger für die French Open ab. Eckball- oder Kartenmärkte wie im Fussball gibt es nicht – das Tennis-Programm endet bei den markttypischen Wetten. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden, daher ist das Wettprogramm bei Sporttip und Jouez Sport schmaler als auf internationalen Plattformen. Mehr Tiefe entsteht über zusätzliche Runden wie Qualifikation, die ebenfalls gelistet sind.

Wie lesen sich Quoten für den Gesamtsieger bei Herren und Damen, und was ist die Marge darin?

Eine Gesamtsieger-Quote ist der Bruttobetrag: Einsatz mal Quote ergibt die Auszahlung, der Reingewinn ist die Auszahlung minus Einsatz. Bei den Herren ist die Quote über die Distanz von fünf Sätzen tendenziell länger, weil Comebacks und Entscheidungssätze häufiger vorkommen. Bei den Damen ist das Feld über zwei Gewinnsätze enger, die Quote für klare Favoriten fällt niedriger aus. In jeder Quote steckt die Marge: bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90 und 1,90 liegt sie rechnerisch bei rund 5,26 %, also etwa fünf Rappen pro Franken Einsatz im Durchschnitt.

Welche Rolle spielen drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen für Satz- und Spielwetten?

Bei den Herren ist ein Fünf-Satz-Match möglich; bei den Damen maximal drei Sätze. Der Entscheidungssatz wird in beiden Fällen als Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung gespielt, wozu sich alle vier Grand Slams im März 2022 geeinigt haben. Für Live-Wetten bedeutet das einen klaren Endpunkt; für Handicap-Wetten bei den Herren ein grösseres Spektrum als bei den Damen, wo die Linien enger liegen. Wer auf Satzwetten setzt, sollte die Tiebreak-Logik kennen: bei 6:6 gibt es im normalen Satz den Tiebreak bis 7.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann wirkt eine Senkung sofort?

Vor der ersten Sporttip-Wette müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – diese Frist steht in den AGB, der gesetzliche Rahmen beträgt 24 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, was oft vergessen wird. Wer die Wette vor dem ersten Tippfschein kontrolliert, schliesst das grösste Kostenrisiko selbst aus.

Wie unterscheidet sich ein bewilligter Schweizer Veranstalter von einer ausländischen Wettseite?

Ein bewilligter Veranstalter wie Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport untersteht der Gespa, führt die Identitätsprüfung nach Schweizer Standard, ist an das schweizweite Spielsperregister angeschlossen und zahlt auf ein Konto der Kontoinhaberin aus. Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS), kein Schweizer Ausschlussregister, keinen Schweizer Rekursweg und können jederzeit auf die Sperrliste gesetzt werden. Der Preis des Schutzes im Schweizer System ist die kleinere Wettauswahl; der Preis des Verzichts ist der vollständige Wegfall des Schutzes – inklusive möglicher Beschlagnahmung von Einsätzen und Gewinnen.

Muss ein Gewinn aus einer French-Open-Wette versteuert werden?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die eidgenössische Schwelle liegt per 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr bei CHF 1’070’400; über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Die kantonalen Freibeträge weichen ab, daher gilt die Regel «je nach Kanton». Typische Sportwett-Gewinne liegen weit unter dem Freibetrag und sind steuerfrei. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer; der Kanton Thurgau behandelt sie jedoch unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen, und es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz.

Inhalt erstellt vom Team «livewettench»