ATP Wetten Schweiz 2026 – was die beiden bewilligten Veranstalter wirklich bieten

Updated Oktober 2026
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Ein Sandplatz im ersten Morgenlicht, die Linien sind frisch gezogen, das Netz bewegt sich leicht im Wind, Berge im Dunst.

Daten geprüft am Oktober 19, 2026 gegen die Gespa-Bewilligungsregister und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Die ATP Tour 2025 umfasste 9 ATP-Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere.

Wer in der Schweiz online auf die ATP Tour wetten will, landet schneller bei einer unangenehmen Frage als bei einem Wettschein: Darf das überhaupt jemand anbieten? Die Antwort steht seit dem Geldspielgesetz von 2019 unverändert im Gesetz. Nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten durchführen, und nur auf den Wettbewerben und Wettarten, die die Gespa-Liste explizit aufführt. Das engt die Auswahl drastisch ein, vereinfacht aber die Entscheidung. Wer bei einem anderen Anbieter einzahlt, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Spielsperre-Anschluss und ohne Schweizer Rekursweg. Swisslos Sporttip und Loterie Romande sind die zwei bewilligten Anbieter; der Artikel schaut auf das Tennis-Programm der ATP-Saison 2026 und erklärt, wie Buchmacher die Marge berechnen.

Die zwei bewilligten Veranstalter und zehn Anbieter ohne Schweizer Bewilligung im Überblick

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Plattformen, die für Schweizer Tennisfans überhaupt in Betracht kommen. Bewilligt sind die ersten zwei. Die übrigen acht tauchen in Werbung, Social Media oder Vergleichsportalen auf, haben aber in der Schweiz keine Betriebsbewilligung – ihre ausländische Lizenz (Malta, Curaçao, andere) gilt hier nicht. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner.

Eine hohe Schiedsrichterleiter aus Metall steht unbesetzt neben einem Hartplatz, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November; seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen.
Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Rabona Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert
Jackbit Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert
Sportuna Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert
Fezbet Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert
Boomerang Bet Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert
PowBet Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert
HornetBet Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert
BetFury Keine Lizenz laut Eigenangabe nicht etabliert

Die Trennung ist nicht kosmetisch. Sie entscheidet darüber, ob eine Spielsperre wirkt, ob die Gespa eingreift, ob Gewinne vom Schweizer Fiskus erfasst werden und ob das Geld auf einem Schweizer Bankkonto ankommt. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, sitzt auf einer Plattform, deren Domain jederzeit auf der Gespa-Sperrliste landen kann – per DNS-Sperre. Ende 2025 listete die Sperrliste 671 ausländische Domains.

Swisslos Sporttip – der Deutschschweizer Standard

Swisslos organisiert das Sportwetten-Angebot unter dem Namen Sporttip. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und arbeitet gestützt auf die interkantonale Vereinbarung von 2019. Der Spielbetrieb läuft in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Sporttip bekommt nur, wer dort Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat – die Adressprüfung läuft beim Hochladen des Ausweises gegen kommerzielle Datenbanken. Der Mindesteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limits jederzeit anpassen, und ein Schein über dem Limit wird nicht angenommen.

Eine Holzbank an einem Seeufer mit Blick auf eine Bergkette im Morgendunst, das Wasser ist spiegelglatt.
Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz.

Sporttip bietet das, was der Tennisfan von einem bewilligten Anbieter erwartet: Prematch, Live, Einzel-, Kombi- und Systemwetten, Cash-Out und einen Kombiboost. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten und sind pro Wettenden einmal nutzbar – Profitboosts funktionieren ähnlich. Bei einem Cash-Out verfällt ein offener Boost. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Endgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Loterie Romande Jouez Sport – die Westschweizer Variante

Die Loterie Romande betreibt das Pendant unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat ihre Adresse in Lausanne, beschäftigt 221 Mitarbeitende und unterhält 2’350 Verkaufsstellen. Online-Konten öffnet sie nur für Einwohner ihres Gebiets. Wer im Espace Mittelland wohnt und aus Gewohnheit bei Swisslos spielt, ist richtig – und umgekehrt. Für die Westschweizer Kundschaft ist Jouez Sport die einzige legal zugängliche Online-Plattform für ATP-Wetten.

Die Plattform bedient die gleiche geschlossene Gespa-Liste an Wettbewerben und Wettarten, hat aber ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Verkaufsstellen und ihr eigenes Wettprogramm-Design. Welche konkreten Tennisquoten Jouez Sport im aktuellen Wettprogramm zeigt, prüft der Spieler direkt vor Abgabe des Scheins – die Plattform pflegt keinen öffentlichen Quoten-Feed.

Rabona, Jackbit, Sportuna, Fezbet, Boomerang Bet, PowBet, HornetBet, BetFury – der Offshore-Block

Diese acht Anbieter teilen in der Schweiz dasselbe Profil: keine Bewilligung, kein Spielsperre-Anschluss, keine Schweizer Aufsicht. Sie tauchen in Werbung auf, locken mit hohen Bonusbeträgen und operieren von Lizenzjurisdiktionen, deren Befugnisse in der Schweiz nicht greifen. Art. 4 BGS stellt klar, dass eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Im Streitfall bleibt nur der Weg zum ausländischen Lizenzinhalt, nicht zur Gespa.

Konkret heisst das: Wer bei einem dieser Anbieter spielt, lässt sich nicht in das Schweizer Spielsperre-Register eintragen, hat im Konfliktfall keinen Schweizer Rechtsweg, läuft Gefahr, dass die Domain auf die Gespa-Sperrliste kommt und damit der Zugriff in der Schweiz blockiert wird, und spielt um Gewinne, die je nach Kanton anders besteuert werden als Gewinne aus bewilligten Wetten. Der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Wer aus einem anderen Kanton spielt, fragt seine Steuerverwaltung.

Aus Sicht der Bewertung landen diese acht Anbieter auf einem geteilten letzten Platz: jeder für sich mag ein eigenes Tennis-Programm und eigene Boni haben, aber die entscheidende Frage – Bewilligung – beantworten alle gleich. Wer in der Schweiz wettet, sollte bei Swisslos oder Loterie Romande spielen oder gar nicht.

Was in der Schweiz überhaupt erlaubt ist

Die Schweiz reguliert Sportwetten als Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes BGS (SR 935.51). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat seit 1.1.2021. Die ESBK beaufsichtigt nur die Casinos – für Sportwetten ist sie nicht zuständig. Eine Sportwetten-Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Die Veranstalterbewilligung gilt nach Art. 4 BGS ausdrücklich nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Online-Sportwette existiert nicht, und es wird keine geben. Wer eine solche Plattform bewirbt, macht sich nach Art. 74 Abs. 3 BGS strafbar, mit Bussen bis CHF 500’000 nach Art. 131 BGS.

Was gewettet werden darf, bestimmt eine geschlossene Liste. Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS) führt ATP-Turniere auf, die vier Grand Slams und die WTA-Turniere – aber nur, wenn die jeweilige Veranstaltung explizit gelistet ist. Frauenwettbewerbe sind nur wettrechtlich zugänglich, wenn sie auf der Liste stehen. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie gelistet sind. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Eckball- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, eine Esports-Sektion fehlt ganz. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht zugelassen. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS gesperrt.

Livewetten sind erlaubt, Prematch und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS kennt keine spezifische Einschränkung einzelner Live-Märkte. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt; es gilt als Feature des Veranstalters und ist nach dessen Regeln zu beurteilen. Virtuelle Sportwetten sind auf der Gespa-Liste nicht aufgeführt und damit nicht zugelassen. Auch Esports fehlen auf der Liste und stehen bewilligten Schweizer Anbietern nicht offen.

Wer bei Sporttip und Jouez Sport überhaupt spielen darf

Sportwetten sind Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Minderjährige sind nach Art. 72 BGS von der Online-Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Pro Person ist nur ein Konto zugelassen; die Identität wird beim Online-Anmelden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die Kontoeröffnung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet: bei Swisslos die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein; bei Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Wer die Adresse wechselt, verliert unter Umständen den Zugang.

Schutz vor sich selbst – Limiten, Spielsperre, was die Veranstalter bieten

Das Geldspielgesetz verlangt von den Veranstaltern, dass Spielende vor der ersten Wette selbst Verlustlimiten setzen. Swisslos konkretisiert das so: Beim ersten Anmelden werden Maximalwerte für die Verlustlimiten 1 Tag, 7 Tage und 30 Tage hinterlegt. Die Obergrenze beträgt CHF 9’999 pro Tag, Woche oder Monat; für unter 21-Jährige liegt sie bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.

Die Spielsperre gibt es in zwei Varianten. Eine produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage lässt sich bei Swisslos direkt online beantragen, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für Liechtenstein. Die Löschung einer unbefristeten Sperre ist erst nach drei Monaten möglich und bezieht eine spezialisierte Stelle mit ein.

Für die Spielenden gilt: Wer sich selbst sperren lässt, verliert den Zugang zum Konto, und die Sperre gilt. Wer unter 18 ist, wird gar nicht erst zugelassen. Werbung, die sich an Minderjährige richtet, ist verboten. Veranstalter dürfen keine Kredite an Spielende vergeben (Art. 75 Abs. 1 BGS). Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers; anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen sind im bewilligten Markt nicht vorgesehen.

Was die Statistik zeigt, ist bemerkenswert: Die Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen getestet, wie oft eine Sportwette an Minderjährige verkauft wird – und 47,5 % der Versuche waren erfolgreich. Wer an der Verkaufsstelle spielt, hat also kein Garantiesiegel. Online ist die Kontrolle strenger, weil die Identität verifiziert wird.

Was eine Quote kostet – Tennis-Quoten, Marge und der Unterschied zwischen den Märkten

Tennis-Quoten sehen aus wie Zahlen, sind aber ein Vertrag zwischen Wettenden und Buchmacher. Eine Quote 1.90 auf Spieler A bedeutet: Wer CHF 100 setzt und Recht behält, bekommt CHF 190 zurück, also CHF 90 Nettogewinn. Eine Quote 2.50 auf Spieler B heisst: Risiko CHF 100, möglicher Gewinn CHF 150. Was im Hintergrund sitzt, ist die Marge des Anbieters, der einen kleinen Anteil jedes Einsatzes einbehält.

Wie Quoten entstehen

Die Setzquoten zählen jetzt, der Belag zählt langfristig, die Form zählt mittelfristig. Auf Sand gewinnt nicht der gleiche Spielertyp wie auf Rasen. Auf Hartplatz in der Halle gewinnt ein anderer. Wer auf Nadal auf Rasen wettet, wettet auf eine Quote, die diese Spezialisierung bereits enthält. Wer auf einen Aufschlagriesen auf Sand wettet, tut das gegen die Geschichte des Belags.

Das erklärt, warum Quoten sich von Turnier zu Turnier verschieben. Ein Spieler, der auf Hartplatz Weltklasse ist, bekommt in Miami eine andere Quote als in Roland Garros, ohne dass sein wahres Können sich geändert hat. Der Buchmacher kalibriert das Wettverhalten der Kundschaft, die Historie auf dem Belag und die Tagesform. Was am Ende auf dem Wettschein erscheint, ist eine Mischung aus Modell und Markt.

Die Marge – was der Buchmacher von jedem Franken nimmt

Bei einer Quote 1.90 auf Spieler A und 1.90 auf Spieler B in einem Zwei-Wege-Markt sieht die Rechnung so aus: Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.95, also 95 % aller Einsätze. Die Marge des Buchmachers beträgt 5 %. Für jeden CHF 100, die auf das Match gesetzt werden, wandert etwa CHF 5 in die Marge, CHF 95 werden ausgeschüttet. Das ist der «Schlüssel» des Marktes, in der Fachsprache Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote genannt.

Ein anderes Beispiel: Bei Quoten 1.50 und 3.00 liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/1.50 + 1/3.00) = 1 ÷ 1.0 = 1.00, also 100 %. Ein solcher Markt hätte gar keine Marge – in der Praxis kommt das nicht vor, weil der Buchmacher auf beiden Seiten einen kleinen Abschlag nimmt. Realistische Margen auf Tennis-Matches liegen 3 bis 6 %, je nach Markt und Marktlage. Ein Favorit-Sieg mit Quote 1.20 trägt weniger Marge als ein Aussenseiter-Sieg mit Quote 4.50, weil der Buchmacher beim Aussenseiter mehr Spielraum hat.

Diese Marge ist der Preis, den der Wettende für die Wette zahlt, und er schlägt auf lange Sicht durch: Wer 100 Wetten zu 5 % Marge platziert, verliert statistisch etwa 5 % seines Gesamtumsatzes. Das ist der Effekt, der das Geschäftsmodell der Buchmacher trägt. Wer ihn ignoriert, wettet gegen ein System, das ihn über viele Wetten zuverlässig schlägt.

Wettarten im Tennis

Spielsieger-Wetten sind die einfachste Form: Wer gewinnt das Match? Quote auf A, Quote auf B, fertig. Bei Satz-Wetten wird auf den genauen Satzvorsprung gewettet (2:0, 2:1, 3:0, 3:1, 3:2), bei Handicaps auf Spieler A mit einem virtuellen Satz oder Spiel Vorsprung. Über/Unter-Wetten zählen Spiele oder Sätze. Jede Wettart hat ihre eigene Margenkurve, weil die Buchmacher die Wahrscheinlichkeitsverteilung anders einschätzen.

Auf Sporttip sind abhängige Ereignisse desselben Matches nur über die Bet-Builder-Funktion kombinierbar. Wer etwa den Sieger und den genauen Satzstand in einer Kombiwette ohne den Bet Builder kombiniert, riskiert, dass Swisslos die ganze Kombination für ungültig erklärt und nur den Einsatz zurückerstattet.

Eine Beispielrechnung zur Marge: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 auf beide Spieler liegt die Marge bei rund 5 % pro Einsatz. Bei einer Einzelwette von CHF 100 mit Quote 1.90 beträgt der Bruttogewinn CHF 90; davon entfallen statistisch rund CHF 5 auf die Buchmacher-Marge und CHF 85 auf den «fairen» Anteil. Auf zehn solcher Wetten mit gleichem Einsatz entspricht das einem erwarteten Nettoverlust von etwa CHF 50. Über die ganze Saison summiert sich dieser Bruchteil zu einem Betrag, der die Gewinne der Wettenden auffrisst, sobald die Trefferquote die 50 %-Linie nicht deutlich übersteigt.

Der ATP-Saisonkalender 2026 – wann welche Partien zur Wette stehen

Die ATP Tour ist die höchste Turnierserie im professionellen Herrentennis, organisiert vom Spielerverband ATP. Sie steht oberhalb der ATP Challenger Tour und der ITF Future Tour. Die vier Grand-Slam-Turniere (Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open) werden vom Weltverband ITF veranstaltet und gehören nicht zur ATP Tour – sie stehen aber auf der Gespa-Liste und sind bewilligt.

Die ATP-Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November. Seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen. Eine ATP-Saison besteht aus Masters 1000, ATP 500 und ATP 250. Die Tour 2025 umfasste 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere (Dallas, Doha und München waren aufgestiegen) und 30 ATP-250-Turniere. Die Saison 2024 hatte 9 Masters-1000, 13 ATP-500 und 38 ATP-250. Die Tour 2026 ist am 2. Januar 2026 gestartet; Carlos Alcaraz hat das Herreneinzel-Finale der Australian Open 2026 gegen Novak Đoković mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 gewonnen.

Die ATP Finals bilden jeweils im November den Saisonabschluss der ATP Tour für die acht besten Spieler der Saison. Hier geht es nicht um eine Wildcard oder ein Turniersieg – hier spielt nur, wer die Saison auf Rang 1 bis 8 abgeschlossen hat.

Was auf der Gespa-Liste steht

Was in der Schweiz tatsächlich gewettet werden kann, hängt nicht vom ATP-Kalender allein ab, sondern davon, was die Gespa-Liste führt. ATP-Masters-1000-Turniere sind gelistet, ATP-500 und ATP-250 grundsätzlich ebenso, sofern der Veranstalter einen entsprechenden Gespa-Bescheid hat. Die Liste ist die einzige Wahrheit darüber, was zur Wette steht. Wer eine Partie aus den Davis-Cup-Qualifikationsspielen wetten will, die nicht auf der Liste steht, hat keine Chance auf eine bewilligte Wette.

Was die Gespa-Liste explizit nicht führt: Eckballmärkte (Fussball), Kartenmärkte, Esports, Wetten auf Trainingsläufe (Ski), Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Eine Wetten-Plattform, die solche Märkte zeigt, hat sie nicht von Gespa – sie zeigt sie nicht im bewilligten Schweizer Markt.

Was ein Schein kostet und was ein Gewinn abwirft

Die Einsatzlimits bei Sporttip sind einfach: Mindestens CHF 1, höchstens CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limits jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, und ein Schein über dem Limit wird nicht angenommen. Bei Loterie Romande gelten eigene Limits, die das jeweilige Wettprogramm ausweist.

Der Gewinn einer Sporttip-Wette ist Einsatz mal Quote. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine kleine Rechenregel, die bei grossen Kombis den Letzten Rappen entscheidet.

Eine Kombiwette mit vier Voraussagen und Quoten 1.50, 1.80, 1.65, 1.55 hat eine Gesamtquote von 1.50 × 1.80 × 1.65 × 1.55 ≈ 7.24. Bei einem Einsatz von CHF 100 beträgt der Bruttogewinn CHF 724. Davon sind CHF 100 Einsatz, also Nettogewinn CHF 624. Das ist die Mechanik – was die Wette real wert ist, hängt von der Trefferquote ab, und die Trefferquote hängt von der Fähigkeit ab, vier Spiele parallel richtig einzuschätzen.

Cash-Out als Mittel der Wahl

Cash-Out bei Sporttip funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Endgewinn. Cash-Out ist eine Verlustbegrenzung, kein Gewinnversprechen.

Kombiboost als Aufschlag

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei fünfzehn Voraussagen verdoppelt sich der Nettogewinn – vorausgesetzt, alle fünfzehn treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass fünfzehn 1.50er-Tipps alle eintreffen, liegt statistisch im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Boost ist Marketing, kein Geschenk.

Was Cash-Out bei laufenden Spielen heisst

Livewetten werden bei Sporttip unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Das ist eine Schutzregel gegen verspätete Wetten; sie bedeutet, dass der Wettende rasch handeln muss, wenn er live wetten will.

Quotenboosts und Profitboosts

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Steuern, was bleibt vom Gewinn

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und darüber hinaus steuerpflichtig. Der Bund setzt den Steuerfreibetrag ab dem 1.1.2026 auf CHF 1’071’000; 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Steuerfreibetrag unterscheidet sich – deshalb heisst es korrekt «je nach Kanton», nie ein einzelner Betrag.

Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer direkt ab. Der Wettende kann die Verrechnungssteuer über die Steuererklärung zurückfordern. In der Praxis gewinnen die meisten Spielenden weit unter dem Freibetrag, also fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an.

Bei Gewinnen aus ausländischen Wetten gilt: Sie unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis behandelt sie unterschiedlich. Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Wer aus einem anderen Kanton spielt, fragt seine kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Wer einen «Steuerabzug» auf dem Wettschein sieht, hat entweder die Marge des Buchmachers mit einer Steuer verwechselt oder spielt bei einem Anbieter, der eine andere Gebühr verlangt.

Werbeanreize – Boni, Gratisspiele, was die Gespa erlaubt

Werben darf ein Veranstalter, aber nicht aufdringlich, nicht irreführend, nicht an Minderjährige und nicht an gesperrte Personen (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Glücksspiele ist verboten und mit Bussen bis CHF 500’000 bewehrt. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat sie 24 Einwilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Die genauen Bonusbedingungen stehen in den Spielregeln jedes Veranstalters, nicht im Gesetz.

Was die Gespa nicht prüft, ist die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit eines Bonus. Ein 100 %-Bonus auf die erste Einzahlung klingt gross; ein Blick in die Bonusregeln zeigt oft, dass der Bonusbetrag 30-Mal zu einem Mindestumsatz umgesetzt werden muss, mit einer Mindestquote von 1.50 und einer Frist von 30 Tagen. Wer das durchrechnet, sieht, dass der Bonus nur unter günstigen Bedingungen realisierbar ist – und die Wettenden, die ihn nicht durchspielen, zahlen den Bonus durch ihre Einsätze zurück, während der Buchmacher die Marge eingestreift hat.

Was es kostet, bei einem Anbieter ohne Bewilligung zu spielen

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat im Konfliktfall keinen Schweizer Ansprechpartner. Die Lizenz, die der Anbieter ausweist (Malta, Curaçao, andere), hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS gesperrt werden – Ende 2025 waren 671 Domains gelistet. Das Geld, das auf dem Konto liegt, ist beim Anbieter geparkt, nicht auf einem Schweizer Bankkonto.

Die fehlende Spielsperre ist kein Nebenpunkt. Wer sich bei Swisslos sperren lässt, gilt die Sperre auch in Casinos und in Liechtenstein; wer sich bei einem Offshore-Anbieter sperren lässt, sperrt sich nur dort, und ein anderer Offshore-Anbieter nimmt es dankend entgegen. Für Spieler mit Kontrollverlust ist das ein echtes Problem.

Die Werbung für diese Anbieter ist in der Schweiz verboten. Wer Anzeigen, Pop-ups, Mails oder Social-Media-Posts sieht, die für Offshore-Sportwetten werben, bewegt sich im rechtswidrigen Raum. Der Spieler wird nicht bestraft – der Anbieter riskiert eine Busse. Im Ergebnis sieht der Spieler eine Plattform, die sich an kein Schweizer Recht hält.

Häufige Fragen zu ATP-Wetten in der Schweiz

Auf welche ATP-Turniere kann in der Schweiz gewettet werden?

Bewilligt ist, was die Gespa-Liste führt. ATP-Masters-1000, ATP-500 und ATP-250 stehen grundsätzlich zur Verfügung, ebenso die vier Grand Slams und ausgewählte Damen-Turniere. ATP Finals und Challenger-Turniere sind in der Liste unterschiedlich behandelt. Welche Wettbewerbe konkret zur Wette stehen, prüft der Spieler direkt im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport.

Wie entsteht die Quote bei einem Tennismatch, und welchen Einfluss hat der Belag?

Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Spieler zuschreibt, plus seine Marge. Belag und Form verschieben diese Wahrscheinlichkeit: Ein Sandplatzspezialist bekommt auf Rasen eine schlechtere Quote als auf Sand. Der Buchmacher kalibriert die Quote vor dem Match und passt sie live an Spielstand und Spielverlauf an. Was am Ende auf dem Schein steht, ist eine Mischung aus Modell, Markt und Marge.

Wie wird eine Wette behandelt, wenn ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird?

Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innerhalb der von Sporttip und Jouez Sport definierten Frist nachgeholt, wird die Wette in der Regel gegenstandslos und der Einsatz zurückerstattet. Die genauen Fristen und Regeln zur Nachholung stehen in den Spielregeln des jeweiligen Veranstalters; einheitlich gilt die Praxis, dass abgesagte Ereignisse, die nicht nachgeholt werden, als storniert gelten.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Bei einer Einzelwette ist der Bruttogewinn Einsatz mal Quote. Der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet; der Bruttogewinn ist wiederum Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird das Ergebnis auf zwei Nachkommastellen gerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten bei den beiden Schweizer Veranstaltern?

Vor der ersten Wette setzt der Spieler Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze bei Swisslos liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage lässt sich online beantragen; eine unbefristete Sperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein.

Inhalt erstellt vom Team «livewettench»