Wettanbieter mit ecoPayz: was die Zahlung in der Schweiz tatsächlich kostet
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Stand: Oktober 19, 2026 · Geprueft gegen die aktuellen Nutzungsbedingungen von ecoPayz und die Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport.
Wer in der Schweiz Sportwetten mit ecoPayz setzen will, landet schneller bei einer Gebührenübersicht als bei einer Wettseite. Das E-Wallet wirbt mit kostenloser Registrierung, doch die Währungsumrechnung schlaegt in beiden Kontostufen mit 5,00 % zu Buche, eine Inaktivitaetsgebuehr fällt ab dem ersten Jahrestag an, und wer später als ein Jahr nach Kontoschliessung auszahlen will, zahlt 50 € dafür. Wer hier Geld parkt, sollte wissen, was es kostet, untätig zu sein.
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel und untersteht dem Geldspielgesetz. Bewilligt sind nur zwei Veranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide akzeptieren ecoPayz nicht als Mittel für die Auszahlung von Gewinnen, weil das Geldspielgesetz Gewinne nur auf ein Konto im eigenen Namen erlaubt. Wer mit ecoPayz einzahlt, holt sich am Ende sein Geld anderswo ab. Diese Seite erklaert, was ecoPayz in der Schweiz tatsächlich leistet, was es kostet, und welche Anbieter hier bewilligt sind — und welche nicht.
Die zwei bewilligten Wettanbieter in der Schweiz
Die Schweiz kennt keine Liste weiterer lizenzierter Wettanbieter, weil das Gesetz nur zwei Veranstalter zulaesst. Wer hier spielt, spielt bei einem dieser beiden. Die Regel gilt seit der Interkantonalen Vereinbarung von 2019 und ist die Antwort auf den Wildwuchs auslaendischer Anbieter, der das Land jahrelang erreicht hat.

Swisslos Sporttip
Die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestuetzt auf die interkantonale Vereinbarung. Die Sportwetten laufen unter dem Produktnamen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, zusätzlich den Kanton Tessin und das Fuerstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eroeffnen, eine Auszahlung aufs eigene Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto beantragen und an der Verkaufsstelle tippen.
Die Aufsicht fuehrt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern, die Bewilligung stuetzt sich auf das Geldspielgesetz. Sporttip ist der grössere der beiden Veranstalter, was die Zahl der Kantone angeht. Wer in Zuerich, Bern oder Luzern wohnt, kommt an Swisslos nicht vorbei, wenn er legal online wetten will.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Gesellschaft hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne und zaehlt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, spielt bei ihr.
Die Spielregeln gleichen sich in den Grundzuegen: Volljaehrigkeit, Wohnsitz im Vertragsgebiet, ein Konto pro Person, Ausweispruefung. Für die Online-Registrierung verlangt die Loterie Romande eine Ausweiskopie (Vorder- und Rueckseite) und in besonderen Faellen einen Wohnsitznachweis, der nicht aelter als vier Monate ist. Die Pruefung laeuft gegen Adressdatenbanken. Die interkantonale Vereinbarung macht es möglich, dass die beiden Veranstalter nebeneinander bestehen, ohne sich gegenseitig ins Gehege zu kommen.
Was ecoPayz ist und was es kostet
ecoPayz ist ein E-Wallet mit Sitz in Georgien. Anbieter ist laut den Nutzungsbedingungen die EcoPayz Georgia LLC, eingetragen unter der Firmennummer 406318916, mit Adresse Avtomshenebeli Street Nr. 88 in Kutaisi. Reguliert wird sie von der Kutaisi Hualing Free Industrial Zone unter der Lizenznummer 0110/481. Das E-Wallet verwaltet Guthaben getrennt vom Bankkonto, laedt per Bankeinzug, Karte oder Transfer auf und gibt Zahlungen an angeschlossene Händler frei.
Die Registrierung ist kostenlos. Das war es dann auch schon mit den Gratispunkten. Was im Alltag ins Gewicht fällt, sind drei Posten: Währungsumrechnung, Inaktivitaet und Auszahlung nach Kontoschliessung.
Währungsumrechnung
Wer mit Franken einzahlt und in Euro spielt — oder umgekehrt — zahlt dafür 5,00 % in beiden Kontostufen, Classic und Silver. Die Gebuehr fällt bei jeder Umrechnung an und ist nicht verhandelbar. Bei einer Einzahlung von 200 € in Franken bedeutet das 10 €, die sofort weg sind, ohne dass eine Wette platziert wurde. Wer das E-Wallet als Parkplatz für Franken nutzt, um später in Euro zu spielen, finanziert den Wechselkurs gleich mit.
Inaktivitaet
Wer sich ein Jahr lang weder einloggt noch eine Transaktion ausfuehrt, zahlt dafür. Bei einem Restguthaben von 15 € oder weniger wird das gesamte Guthaben als Gebuehr einbehalten, bei einem hoeheren Guthaben werden ab dem ersten Jahrestag 15 € pro Jahr berechnet. Ein E-Wallet, das man nicht braucht, ist kein kostenloser Parkplatz, sondern eine langsam tickende Gebuehr.
Auszahlung nach Kontoschliessung
Wer das Konto bei ecoPayz schliesst, hat bis zu einem Jahr Zeit, sich das Restguthaben kostenlos auszahlen zu lassen. Wer später als ein Jahr nach der Beendigung auszahlen will, zahlt 50 € Bearbeitungsgebuehr. Die Frist beginnt mit dem Tag der Schliessung, nicht mit dem letzten Login.
Transfers und Händlerzahlungen
Ein Transfer von einem ecoPayz-Konto an ein anderes kostet den Absender in der Kontostufe Silver 2,50 %, mindestens 0,50 €. Zahlungen von und an ecoPayz-Händler sind kostenlos, was für Wettanbieter relevant ist, die das E-Wallet als Einzahlungsmethode fuehren. Wer also vom Bankkonto auf das E-Wallet laedt, an einen Wettanbieter überweist und zurück aufs Bankkonto will, zahlt am Ende nur für den Schritt, der das Bankkonto betrifft, sofern die Fristen passen.
Die Rechtslage in der Schweiz
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel und unterstehen dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Die Aufsicht fuehrt die Gespa, nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Aufteilung des Landes in zwei Vertragsgebiete ist die direkte Folge dieser Beschraenkung. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, spielt bei Swisslos, wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, bei der Loterie Romande. Eine dritte Option gibt es nicht, und das ist nicht Zufall, sondern interkantonale Vereinbarung.
Spielsperre und Schutz
Eine Spielsperre kann für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fuerstentum Liechtenstein. Freiwillige Sperren können erst nach drei Monaten aufgehoben werden, eine Fachstelle ist einzubeziehen. Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsaetze oder Gewinne.
Zahlungen und Gewinne
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen ausgezahlt, das schreibt das Gesetz vor. Anonyme Auszahlungen oder Kryptowaehrungen sind in der bewilligten Schweizer Wettlandschaft nicht möglich. Kredit an Spielende ist verboten. Welche Zahlungsmittel ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Eine schweizerische Zahlungs-Blockade gegenueber unbewilligten auslaendischen Wettseiten existiert nicht, zu behaupten, Banken oder Kartenfirmen blockierten solche Zahlungen, waere falsch.
Steuern
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag betraegt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400, der kantonale Freibetrag unterscheidet sich je nach Kanton. Wer deutlich darunter liegt, zahlt keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Liegt der Gewinn über dem Freibetrag, zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklaerung zurückgefordert werden können. Gewinne auslaendischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, werden aber je nach Kanton als Einkommen behandelt, im Thurgau etwa vollumfaenglich, unabhaengig von der Hoehe. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht, zu behaupten, es gebe eine, waere falsch.
Werbung und Bonus
Werbung darf nicht aufdringlich oder irrefuehrend sein und sich nicht an Minderjaehrige oder gesperrte Personen richten. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 hat sie 24 Zusagen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusbedingungen stehen in den Bedingungen jedes Veranstalters. Eine Werbezeit-Sperre nach Tageszeit gibt es nicht.
Verantwortungsvolles Spielen
Guthaben im E-Wallet ist vom Konto und vom uebrigen Budget getrennt. Das ist einerseits der Vorteil eines E-Wallets, andererseits macht es den Ueberblick schwerer: wer das Spielkonto aus dem E-Wallet auflädt, sieht den Wetteinsatz nicht mehr auf dem Bankkonto, sondern nur noch im Wallet, und die Wettanbieter-App. Diese Trennung ist genau der Grund, weshalb selbst gesetzte Limiten und ein festes Budget hier wichtiger sind als bei einer Direktueberweisung.
Limiten bei Sporttip
Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-jaehrige bei CHF 1’000, was in dieser Altersgruppe ohnehin nicht relevant ist, da Volljaehrigkeit Voraussetzung ist. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhoehung erst nach 72 Stunden, strenger als das Gesetz, das nur 24 Stunden verlangt. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Sperre und Schutz
Bei Swisslos laesst sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie im Fuerstentum Liechtenstein. Wer in einer Fachstelle vorspricht, bekommt dort Hilfe, die Schwelle dafür ist niedrig, die Sperre selbst aber verbindlich.
Hilfe und Anlaufstellen
Wer merkt, dass das Spielen ausser Kontrolle geraet, sollte den Zugang sofort sperren und eine Beratungsstelle aufsuchen. Die Gespa veroeffentlicht eine Liste anerkannter Fachstellen, die kantonalen Suchtberatungen sind erste Anlaufstellen. Wer eine Spielsperre aufheben will, muss drei Monate warten und eine Fachstelle einbeziehen, das ist kein Zufall, sondern Teil des Schutzes.
Boni und Gratisspielguthaben
Boni für den Zahlungsweg ecoPayz sind in der Schweiz selten und klein, weil das Gesetz Gratisspielguthaben unter die Zustimmung der Gespa stellt. Die Aufsicht erteilt diese Zustimmung restriktiv, im Jahr 2025 waren es 24 für die Loterie Romande und 8 für Swisslos, das ist die Zahl der bewilligten Aktionen, nicht die Hoehe der Betraege.
Was die Veranstalter anbieten
Die Loterie Romande hat zwischen dem 17. Dezember 2025 und dem 10. März 2026 an 7 Aktionstagen die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» durchgefuehrt: wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stueck, 30 Tage gueltig, nicht auszahlbar. Das ist die Form, die das Gesetz erlaubt: kleine Betraege, klar befristet, an die Verifikation gebunden.
Warum das so ist
Gratiswetten und Bonusaktionen sind Marketing-Instrumente. In der Schweiz unterliegen sie der Aufsicht, weil das Geldspielgesetz verhindern will, dass Spielerinnen und Spieler mit Lockangeboten in ein Spielverhalten gedraengt werden, das ihnen schadet. Die Folge sind Aktionen, die im internationalen Vergleich klein ausfallen, dafür aber transparent und an Bedingungen geknuepft sind, die nicht erst im Kleingedruckten stehen.
Was eine Schweizer Aktion von einem internationalen Bonus unterscheidet
Ein internationaler Anbieter wirbt mit «100 % Bonus» und meint eine Verdopplung der Einzahlung, häufig mit Umsatzbedingungen, die das Bonusgeld mehrfach durch die Wettschleuse drehen, bevor es ausgezahlt werden kann. In der Schweiz geht die Aufsicht einen anderen Weg: kleine Betraege, klare Fristen, kein Auszahlungsanspruch auf Gratisspielguthaben. Wer die Logik der schweizerischen Aufsicht versteht, versteht, warum der Bonus hier kein Werbeversprechen ist, sondern eine bewilligte Ausnahme.
Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit
Die Zahlungsabwicklung über ein E-Wallet bringt Gebuehren für Umrechnung und Konto mit sich, das gilt für ecoPayz wie für andere E-Wallets. Gewinne bewilligter Schweizer Anbieter gehen nur auf ein Konto im eigenen Namen, und das ist hier die harte Grenze, die das Geldspielgesetz setzt.
Einzahlung bei Sporttip
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmoeglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, der Mindestbetrag ist CHF 20. In 30 Tagen sind hoechstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen an, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestaetigt. ecoPayz selbst ist nicht in den genannten Zahlungsarten aufgefuehrt; ob Sporttip ecoPayz als Einzahlungsweg fuehrt, ist eine Frage an die Verkaufsbedingungen.
Auszahlung bei Sporttip
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestaetigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen, niemals auf ein E-Wallet. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Bank- oder Postkonto aus, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Ueberweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar, was die Aufsicht so verlangt.
Ein- und Auszahlung bei Jouez Sport
Die Loterie Romande erlaubt Einzahlungen auf das Spielerkonto von hoechstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von hoechstens CHF 10’000. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darueber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen. Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar. Prepaid-Tickets «Pre-pay Loterie Romande» gibt es zu CHF 20, CHF 50, CHF 100 und CHF 200, sie sind ein Jahr gueltig und müssen in einem Betrag dem Wallet gutgeschrieben werden.
Wettscheine mit einem Gewinn oder Einsatz-Rueckerstattung bis CHF 200 können in jeder Jouez-Sport-Verkaufsstelle eingeloest werden. Bei genuegend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis hoechstens CHF 2’000 auszahlen.
Warum kein E-Wallet für Gewinne
Die Erklaerung liegt im Geldspielgesetz: Gewinne und Guthaben dürfen nur auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen ausgezahlt werden, Art. 50 Abs. 2 VGS. Ein E-Wallet ist kein Bank- oder Postkonto, und es ist im Gesetz nicht als Auszahlungsweg vorgesehen. Wer mit ecoPayz einzahlt, holt sich am Ende sein Geld über die Schweizer Bankverbindung ab, sofern die IBAN im eigenen Namen lautet und im Spielerkonto hinterlegt ist.
Wettlimits und Cash-Out bei Sporttip
Bei Sporttip betraegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Hoechsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gruenden aendern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Limiten sind Veranstalter-AGB, nicht Gesetz, aber sie sind die Schwelle, an der jede Wette bei Sporttip haengt.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollstaendiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgefuehrtes Cash-Out laesst sich nicht rueckgaengig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, was heisst: Cash-Out steht nicht immer zur Verfuegung, selbst wenn die Wette dafür geeignet waere. Wer sich auf Cash-Out verlaesst, kann am Spieltag eine Entaeuschung erleben.
Vergleich der bewilligten Veranstalter
| Einordnung | Veranstalter | Schweizer Bewilligung | Lizenzgeber und Aufsicht |
|---|---|---|---|
| Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein | Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) |
| Westschweiz | Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS | Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) |
Beide Veranstalter haben die gleiche Bewilligungsform und stehen unter der gleichen Aufsicht. Sie unterscheiden sich im Vertragsgebiet und in der Produktmarke, nicht in der rechtlichen Grundlage. Wer in der Deutschschweiz wohnt, spielt bei Sporttip, wer in der Westschweiz wohnt, bei Jouez Sport, ein Wechsel ist nicht möglich, weil das Online-Konto an den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet gebunden ist.
Auslaendische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Auslaendische Wettanbieter, die in der Schweiz aktiv sind, haben keine Schweizer Bewilligung. Eine auslaendische Lizenz aus Curacao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft, das stellt Art. 4 BGS klar. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz: keine Spielsperre, die in der Schweiz gilt, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, auslaendische Gewinne werden je nach Kanton als Einkommen behandelt. Die Gespa veroeffentlicht eine Sperrliste auslaendischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter über DNS blockieren, am Ende des Jahres 2025 waren es 671 Domains, die Liste wird staendig aktualisiert. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt, das sogenannte Domain-Hopping, weshalb die Liste nie ganz aktuell sein kann.
Spielerinnen und Spieler werden in der Schweiz nicht bestraft, das stellt das Bundesamt für Justiz klar. Aber: Einsaetze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairness-Kontrolle durch eine Schweizer Aufsicht. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass er ohne den Schutz spielt, den die zwei bewilligten Veranstalter bieten, und mit dem Risiko, dass die Seite morgen nicht mehr erreichbar ist.
Die Gespa hat 2025 Testkaeufe an Verkaufsstellen durchgefuehrt: in 47,5 % von 200 Faellen wurde eine Sportwette an eine minderjaehrige Person verkauft. Wer behauptet, der Schutz an Verkaufsstellen sei streng, kennt diese Zahl nicht. Online ist die Lage eine andere: die Identitaetspruefung schliesst Minderjaehrige zuverlaessiger aus, dafür ist die Verfuehrung über Werbung und Bonus hoeher.
Was ecoPayz für den Wettalltag bedeutet
Ein E-Wallet verspricht Bequemlichkeit, doch in der Schweiz zahlt der Komfort seinen Preis. Wer mit ecoPayz einzahlt, hat am Ende sein Geld auf dem Bank- oder Postkonto, weil das Gesetz es so will. Das E-Wallet ist ein Zwischenschritt, kein Ziel.
Praktischer Ablauf
Wer mit ecoPayz einzahlt, laedt das E-Wallet vom Bankkonto auf, überweist an den Wettanbieter, spielt, und beantragt am Ende die Auszahlung auf das im Spielerkonto hinterlegte Bank- oder Postkonto. Drei Schritte, drei Mal könnte eine Gebuehr anfallen: Währungsumrechnung beim Aufladen, wenn die Waehrungen nicht passen, Inaktivitaetsgebuehr, wenn das E-Wetter ein Jahr lang ungenutzt bleibt, und 50 € Auszahlungsgebuehr, wenn die Kontoschliessung laenger als ein Jahr zurückliegt.
Wer mit ecoPayz besser faehrt
Wer regelmaessig zwischen Waehrungen wechselt, zahlt bei jeder Umrechnung 5,00 %, und das ist viel, verglichen mit einer Direktueberweisung in Franken. Wer das E-Wetter nur einmal nutzt und dann schliesst, sollte den Auszahlungszeitpunkt im Auge behalten, denn nach einem Jahr fällt die 50 € Gebuehr an. Wer das E-Wetter als Dauerparkplatz für Franken nutzt, der keine Wette loest, zahlt ab dem ersten Jahrestag 15 € im Jahr, und das ist mehr, als viele Banken für ein Kontoguthaben verlangen.
Wer ohne ecoPayz besser faehrt
Wer nur in Franken spielt und in Franken auszahlt, braucht kein E-Wetter, das Geld geht per Bankueberweisung direkt aufs Spielerkonto und zurück aufs eigene Konto. Das spart die 5,00 % Umrechnung und die 15 € Inaktivitaetsgebuehr. Wer in Euro spielt, hat die gleichen 5,00 %, sobald die Waehrung im E-Wetter umgerechnet wird, und die 15 € fallen ohnehin an, weil das E-Wetter dann ein Jahr nicht genutzt wird. Die Frage ist nicht, ob ecoPayz funktioniert, sondern ob der Aufwand den Komfort wert ist.
Die Schritte zur Anmeldung in der Schweiz
Wer in der Schweiz legal online wetten will, geht den gleichen Weg, egal welcher der beiden Veranstalter zustaendig ist. Volljaehrigkeit, Wohnsitz im Vertragsgebiet, ein Konto pro Person, Identitaetspruefung. Bei Swisslos werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprueft, bei der Loterie Romande wird eine Ausweiskopie verlangt, in besonderen Faellen zusätzlich ein Wohnsitznachweis, der nicht aelter als vier Monate ist. Wer diese Huerde nimmt, ist im Spiel, vorher nicht.
Die Identitaetspruefung
Das Geldspielgesetz verlangt die Pruefung der Identitaet, das ist Art. 47-52 VGS. Wer hier zuerst spielen und dann verifizieren will, wird scheitern, denn die Verifikation ist Voraussetzung für die Auszahlung. Die Erfahrung zeigt, dass die Pruefung bei beiden Veranstaltern Tage, seltener Wochen dauert, je nachdem, wie gut die Ausweiskopie lesbar ist und ob die Adressdatenbank den Wohnsitz bestaetigt.
Die Ersteinzahlung
Nach der Verifikation laedt man das Spiel-Wallet auf. Bei Swisslos sind das mindestens CHF 20, hoechstens so viel, dass das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt, und in 30 Tagen maximal CHF 10’000. Bei der Loterie Romande sind es ebenfalls maximal CHF 10’000 pro 30 Tage. Die erste Einzahlung ist auch der Moment, an dem die Zahlungsmittel gewaehlt werden, ecoPayz kann eine Option sein, muss aber nicht.
Die Auszahlung
Wer gewinnt, beantragt die Auszahlung. Bis CHF 1’000 geht es automatisch aufs Wallet, darueber wird es auf das im Konto hinterlegte Bank- oder Postkonto überwiesen, bei Swisslos innert 3 Arbeitstagen, bei Loterie Romande auf das Konto der IBAN. ecoPayz ist hier kein Auszahlungsziel, das E-Wetter ist eine Einbahnstrasse in Richtung Spielkonto, die Auszahlung geht zurück aufs eigene Bankkonto.
Häufige Fragen zu ecoPayz und Wettanbietern in der Schweiz
Wer steckt hinter ecoPayz und wo ist das Unternehmen eingetragen?
Anbieter von ecoPayz ist die EcoPayz Georgia LLC, eingetragen in Georgien unter der Firmennummer 406318916, mit Adresse Avtomshenebeli Street Nr. 88 in Kutaisi. Reguliert wird die Gesellschaft von der Kutaisi Hualing Free Industrial Zone unter der Lizenznummer 0110/481. Das E-Wallet ist damit kein Schweizer Institut und untersteht auch keiner Schweizer Aufsicht, sondern der Free Industrial Zone in Georgien, was bei einer Einzahlung in Franken heisst, dass die Schweizer Bankenaufsicht hier nicht eingreift.
Welche Gebuehren erhebt ecoPayz für Währungsumrechnung und Inaktivitaet?
Die ecoPayz-Gebührenübersicht nennt für die Währungsumrechnung 5,00 % in beiden Kontostufen, Classic und Silver, das gilt bei jeder Umrechnung. Bei Inaktivitaet wird das gesamte Guthaben als Gebuehr einbehalten, wenn es 15 € oder weniger betraegt und mindestens ein Jahr lang weder Login noch Transaktion stattfand, bei einem hoeheren Guthaben werden ab dem ersten Jahrestag 15 € pro Jahr berechnet. Die Registrierung selbst ist kostenlos.
Was kostet die Auszahlung des ecoPayz-Guthabens nach Beendigung der Kontobeziehung?
Wer das Konto bei ecoPayz schliesst, hat bis zu einem Jahr Zeit, sich das Restguthaben kostenlos auszahlen zu lassen. Wer später als ein Jahr nach der Beendigung auszahlen will, zahlt 50 € Bearbeitungsgebuehr, unabhaengig von der Hoehe des Restguthabens. Wer das E-Wetter also nicht mehr braucht, sollte die Auszahlung im ersten Jahr nach der Schliessung beantragen, sonst wird die Auszahlung selbst zur Gebuehr.
Wohin zahlt Swisslos Gewinne aus, auf ein E-Wallet oder auf ein Konto im eigenen Namen?
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestaetigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, Gewinne über CHF 1’000 werden innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen, vorausgesetzt, die Zahlungsverbindung ist bekannt. ecoPayz ist kein Auszahlungsziel, das E-Wetter dient nur der Einzahlung, das Gesetz verlangt die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen.
Weshalb sind Wetten ohne Verifizierung mit E-Wallets riskant?
Wetten ohne Verifizierung laufen über Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, das E-Wallet aendert daran nichts. Eine auslaendische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, die Gespa fuehrt keine Aufsicht, es gibt keine Schweizer Spielsperre, die dort gilt, und kein Schweizer Beschwerdeverfahren. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz der zwei bewilligten Veranstalter und riskiert, dass die Seite morgen nicht mehr erreichbar ist, dass Gewinne nicht ausgezahlt werden, und dass die Gewinne je nach Kanton als Einkommen versteuert werden müssen.
Was bedeutet die Währungsumrechnung bei Einzahlungen in Franken und Wetten in Euro?
Wer auf das E-Wetter in Franken einzahlt und in Euro wettet, zahlt für jede Umrechnung 5,00 %, das gilt in beide Richtungen. Bei einer Einzahlung von 200 € in Franken bedeutet das 10 €, die sofort an der Umrechnung hängen bleiben, ohne dass eine Wette platziert wurde. Wer die Umrechnung vermeiden will, zahlt in der Waehrung, in der er später wettet, oder direkt vom Bankkonto in Franken auf das Spiel-Wallet, ohne den Umweg über ein E-Wetter.
Was darf gewettet werden?
Die Gespa fuehrt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur dann, wenn sie gelistet sind, Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Wetten auf Trainingslaeufe sind nicht erlaubt. Eckball- und Kartenmaerkte fehlen auf der Liste, eine eigene Esports-Sektion ebenfalls. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjaehrigen sind gesetzlich ausgeschlossen.
Live-Wetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das Gesetz schraenkt bestimmte Live-Maerkte nicht ein, aber Cash-Out ist nicht regulatorisch geregelt, sondern Sache des Veranstalters.
Wer darf spielen?
Volljaehrigkeit, also 18 Jahre, ist die Untergrenze, Minderjaehrige sind online nicht zugelassen. Pro Person ist nur ein Konto erlaubt, die Identitaet wird verifiziert. Die Spielenden setzen ihre eigenen Limiten, nicht der Staat: der Veranstalter muss Hoechstwerte für tägliche, woechentliche oder monatliche Einsaetze oder Verluste verlangen. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhoehung erst nach 24 Stunden, gesetzlich; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Einen gesetzlichen fixen Einzahlungsdeckel für die Schweiz gibt es nicht.
Zahlungen – livewettench
Inhalt erstellt vom Team «livewettench»
