Besten Sportwetten Anbieter in der Schweiz: Was die zwei Bewilligten und die Angebote ohne Schweizer Bewilligung 2026 wirklich unterscheidet

Updated Oktober 2026
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Ladevorgang...

Ein Paar Fussballschuhe steht auf einer Holzbank in einer leeren Umkleide, Morgenlicht fällt durch ein kleines Fenster.

Wer in der Schweiz auf Sport wetten will, findet ein geordnetes Angebot vor. Es gibt genau zwei Anbieter, die im Land Sportwetten veranstalten dürfen, und beide decken ihren jeweiligen Sprachraum ab. Daneben existiert eine Reihe internationaler Plattformen, die hierzulande ohne Schweizer Bewilligung arbeiten. Im Fokus stehen die Konsequenzen für den Wettenden: Was bedeutet eine bestimmte Quote, eine Limite oder eine Bedingung in der Praxis? Die nachfolgende Übersicht beleuchtet Wettarten, rechtliche Rahmenbedingungen, Spielerschutz, Auszahlungsregeln sowie Live-Funktionen auf Basis der aktuellen Sporttip-Spielregeln und der Gespa-Bewilligungslogik. Stand der Daten: Oktober 19, 2026.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Was eine Quote wirklich aussagt – und warum der Vergleich erst über die Marge beginnt

Eine Quote ist nie ein objektiver Wert, sondern ein Preis, in dem der Anbieter seinen Anteil einkalkuliert. Wie stark er das tut, zeigt erst der Vergleich über alle Ausgänge eines Marktes. Bei einer fiktiven Zweiweg-Wette mit Quote 1.90 auf jede Seite beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 1.0526, also etwa 105 %, was nicht möglich ist. Korrekt gerechnet: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.5263, also rund 52.6 % Auszahlung, und die Marge, also das, was der Anbieter von jedem gesetzten Franken einbehält, liegt bei rund 47.4 %. Das ist offensichtlich viel zu hoch und zeigt, dass eine faire Zweiweg-Wette auf 1.90/1.90 Quoten mit fester Marge um 5 % Quoten von etwa 1.95/1.95 verlangen würde: Auszahlung 1 ÷ (2/1.95) ≈ 0’975, Marge etwa 2.5 % je Seite. Das ist die Bandbreite, in der seriöse Preisspielinhalte arbeiten – als Band, nicht als Einzelfigur. Welcher Wert innerhalb dieses Bandes wirklich gilt, hängt vom Markt, vom Anlass und vom Zeitpunkt ab.

Was heisst das für die Person, die vergleicht? Wer nur die eine Quote eines Spiels prüft, sieht eine Zahl, die für sich genommen wenig sagt. Erst der Blick auf die Marge des Marktes zeigt, wie gross der Anteil ist, den der Anbieter sich selbst nimmt. Bei einem Buchmacher mit hoher Marge gewinnt der Anbieter im Schnitt mehr pro gesetztem Franken, der Kunde weniger. Bei einem Anbieter mit enger Marge wird der Gewinn im Erfolgsfall etwas höher ausfallen – auf lange Sicht, nicht in einem einzelnen Spiel. Der Multiplikator-Effekt ist bei Kombiwetten besonders spürbar: vier Einzelwetten mit 5 % Marge ergeben eine kombinierte Marge, die deutlich über 5 % liegt, weil sich die Einbehalte der einzelnen Märkte multiplizieren.

Ein Rennrad lehnt an einem Geländer am Seeufer, dahinter liegt ruhiges Wasser vor einer Bergkette.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Einzelwette, Kombination und Systemwette – der Risiko- und Gewinnhebel

Die drei Grundformen unterscheiden sich im Aufbau und im Preis, nicht im Mechanismus dahinter. Die Einzelwette setzt auf einen Ausgang eines Ereignisses. Die Kombiwette, oft auch Kombi, verknüpft mehrere Voraussagen; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, weshalb schon kleine Quotenadditionen den Gewinn vervielfachen. Bei Sporttip beginnt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Wette liegt bei CHF 1’000. Die Systemwette geht noch weiter: Sie kombiniert mehrere Voraussagen so, dass nicht alle zutreffen müssen, damit ein Gewinn entsteht; dadurch sinkt das Risiko, aber auch die Höhe des wahrscheinlichen Gewinns. Der Höchsteinsatz pro Systemwette liegt bei CHF 1’0000.

Für den Vergleich heisst das: Wer mit Kombiwetten spielt, sollte die Marge jedes einzelnen Marktes prüfen, weil sich Einbehalte summieren. Wer mit Systemwetten spielt, muss wissen, dass die Gesamtquote des Scheins nicht einfach das Produkt der Einzelquoten ist, sondern aus den Teilmengen berechnet wird, die das System als Gewinn akzeptiert. Beide Formen sind bei Sporttip verfügbar, die Marge ist auf jedem Einzelticket das, was die Quoten ergeben – und die bei Sporttip angegebenen Quoten sind als Bandbreite zu verstehen, weil Swisslos die Limiten jederzeit ändern kann.

Wie Sporttip Gewinne rundet – und warum das kleine Unterschiede macht

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Was im Alltag übersehen wird: Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Auf den ersten Blick eine Fussnote, in der Praxis eine messbare Grösse. Bei einer Wette zu 2.10 über 10 CHF liegt der theoretische Gewinn bei 21 CHF, was bereits an einem glatten Wert liegt. Bei einer Quote von 2.13 und 10 CHF Einsatz wären es 21.30 CHF, was auf 21.30 CHF abgerundet würde, also unverändert. Bei einer Quote von 2’137 und 10 CHF Einsatz wären es 21.37 CHF, was aufgerundet 21.38 CHF ergibt und auf 5 Rappen genau abgerundet 21.35 CHF. Dieser Schritt von drei Rappen fällt nicht ins Gewicht – ausser bei sehr vielen kleinen Wetten, wo sich der Effekt summiert.

Kombiboost, Quotenboost, Profitboost – was die Erhöhungen wert sind

Auf Sporttip gibt es drei Mechanismen, die über die Standardwette hinausgehen. Der Kombiboost gilt nur online und nur für Prematch-, Live- und Systemwetten mit mindestens vier Voraussagen, jede zu einer Quote von 1.50 oder höher. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Die Erhöhung ist nach oben limitiert, Swisslos gibt den maximalen Bonusbetrag im Wettprogramm an. Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzelne Voraussage. Der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen im Wettprogramm angegebenen Prozentsatz. Beide Boosts sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem ausgeführten Cash-Out verfällt der Boost.

Klingt nach viel, ist in der Praxis eine Minderung der Marge. Wer mit vier Voraussagen zu je 1.50 spielt, nimmt ohne Boost eine Gesamtquote von rund 5.06 mit. Mit 5 % Boost steigt der Nettogewinn von 4.06 auf 4.26 CHF pro eingesetztem Franken, was die effektive Quote auf etwa 5.27 hebt. Der Unterschied entspricht einer Reduktion der Marge, nicht einer Auszahlung über 100 %. Wer den Mechanismus nutzt, sollte ihn nutzen, aber die Erwartung an den Boost ist die eines kleinen Zusatzes, nicht eines grossen Wurfs.

Bet-Builder bei abhängigen Ereignissen

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung – etwa «Heimteam gewinnt Halbzeit 1» und «Heimteam gewinnt das Spiel» – werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Mechanismus ist nicht nur ein Komfort, sondern ein Schutz: Wer ohne Bet-Builder zwei abhängige Wetten auf demselben Schein verbindet, läuft Gefahr, dass die Wette im Nachhinein annuliert wird.

Welche Sportarten und Wettbewerbe es bei Sporttip überhaupt gibt

Die Sporttip-Liste folgt der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die auf dem Stand vom 10. September 2026 die zugelassenen Inhalte abschliessend benennt. Was nicht auf dieser Liste steht, kann nicht angeboten werden – auch wenn ausländische Plattformen es zeigen. Das hat Folgen für die Erwartungshaltung: Eckballwetten, Kartenwetten, Eckenwetten und ein eigener Esports-Bereich tauchen in der Liste nicht auf, weshalb Sporttip solche Märkte nicht führen darf. Was wiederum auf der Liste steht, sind die grossen Felder: Fussball, Eishockey, Tennis, Formel 1, Pferderennen, daneben Radsport, Handball, Basketball und weitere Disziplinen, soweit sie als Grossspiel-Bereich aufgeführt sind.

Fussball, Eishockey, Tennis – das Kernangebot

Fussball dominiert das Wettprogramm, nicht weil es die spannendste ist, sondern weil die internationalen und nationalen Ligen breit auf der Liste stehen. Schweizer Super League, englische Premier League, spanische La Liga, italienische Serie A, deutsche Bundesliga, Champions League, Europa League – die Standardmenge. Eishockey folgt mit National League, NHL und internationalen Turnieren. Tennis führt Grand Slams, ATP, WTA und ausgewählte Challenger-Turniere. Bei allen drei Sportarten gilt: Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Formel 1 und Pferdewetten – das saisonale Angebot

Pferdewetten sind saisonal stark, weil das Rennprogramm in Europa und Grossbritannien einen ausgeprägten Kalender hat. Was bei Schweizer Plattformen anders ist als bei vielen ausländischen: Die angebotenen Rennen stammen aus der Gespa-Liste, was die Zahl der täglichen Rennen einschränkt. Formel 1 folgt dem WM-Kennkalender, wobei Wetten auf Qualifying nur angeboten werden, wenn die Gespa-Liste es erlaubt – und das ist für reine Qualifying-Runs nicht der Fall. Wer auf das Qualifying wetten will, findet bei ausländischen Plattformen mehr Märkte, was allerdings ohne Schweizer Bewilligung läuft.

Was nicht auf der Liste steht

Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind im Schweizer System nicht erlaubt. Eckballwetten, Kartenwetten und ähnliche Mikromärkte aus dem englischen Wettprogramm sind ebenfalls nicht zugelassen, weshalb Sporttip sie nicht anbieten kann. Esports taucht in der Gespa-Liste nicht auf, weshalb kein Schweizer Anbieter mit Bewilligung Esports-Wetten veranstalten darf. Wer solche Märkte sucht, findet sie nur ausserhalb der Schweizer Regulierung – mit allen Folgen, die unter dem Abschnitt zur Rechtslage beschrieben sind.

Was passiert, wenn ein Ereignis abgesagt wird

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt oder im Rahmen eines Turniers fortgesetzt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die abgesagte Voraussage die Quote 1.00. Der Mechanismus schützt die Wettenden davor, dass ein Spielausfall die ganze Kombiwette zunichtemacht. Was er nicht abdeckt: Verschiebungen innerhalb der 48-Stunden-Frist, die das Wettereignis zwar verzögern, aber nicht absagen. In diesem Fall bleibt die Wette stehen, und die Quote gilt für das verschobene Ereignis.

Gewinne geltend machen – die 26-Wochen-Frist

Wer auf Sporttip gewinnt, hat 26 Wochen ab der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung Zeit, den Gewinn geltend zu machen. Nach Ablauf verfällt der Betrag zugunsten des Zwecks der Swisslos. Bei verweigerter Auszahlung ist eine Einsprache innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. In der Praxis heisst das: Wer den Gewinn nicht innerhalb eines halben Jahres abholt, verliert ihn – ein Datum, das viele Wettende nicht auf dem Schirm haben.

Neue Sportwetten-Anbieter – warum «neu» hier wenig heisst

In der Schweiz tauchen sich die Mandate. Es gibt in diesem Markt keine neuen Bewilligungen, weil die Interkantonale Vereinbarung die Organisatoren auf zwei festlegt. Eine neue Seite mit Schweizer Bewilligung ist rechtlich nicht möglich, so kommen neue Marken fast immer aus dem Ausland und besitzen keine Schweizer Bewilligung. Was als «neu» beworben wird, ist in aller Regel eine ausländische Marke mit einer Lizenz aus einem anderen Rechtsraum, die hierzulande über das offene Internet erreichbar ist, solange ihre Domain nicht auf der Gespa-Liste der gesperrten ausländischen Angebote steht.

Was eine ausländische Lizenz in der Schweiz bedeutet

Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Anbieter dürfen hier nicht werben, ihre Werbung kann mit bis zu CHF 500’000 gebüsst werden, und das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre. Der Spieler wird in aller Regel nicht bestraft, aber sein Einsatz und sein Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Aufsicht.

Was auf der Sperrliste landet

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Die Liste verändert sich laufend, weil Anbieter Domains austauschen (Domain-Hopping), aber die Blöcke werden nach Stunden ersetzt. Was ein Anbieter diese Seite nicht blockiert ist, ist nicht «erlaubt», sondern nur gerade nicht blockiert – der Status «auf der Liste» ist die Sperre, nicht das Fehlen einer Sperre.

Wie sich neue Marken präsentieren

Wer eine neue Sportwetten-Seite sieht, sollte prüfen, ob eine Schweizer Bewilligung angegeben ist. Wenn nicht, ist die Seite eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Wenn eine Lizenz aus einem anderen Land angegeben ist, ändert das in der Schweiz nichts – Art. 4 BGS macht jede ausländische Lizenz hier bedeutungslos. Das heisst nicht, dass solche Plattformen nicht funktionieren oder dass man dort nicht wetten kann; es heisst, dass bei einem Streitfall das Schweizer Recht nicht greift und kein Schweizer Sperrregister gilt.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die Rangliste sortiert nach zwei Achsen: Bewilligung in der Schweiz und was die Seite auf dem Bildschirm zeigt. Die zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung decken je ihre Landeshälfte ab; die übrigen acht sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die folgende Tabelle ordnet ein, was jede Karte trägt.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
Cloudbet keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz
Funbet keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz
Boomerang Bet keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz
20Bet keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz
Betwinner keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz
Wettigo keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz
Donbet keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz
IviBet keine ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz

Die Spalte «Veranstalter / ausgewiesene Lizenz» nennt für die Schweizer Anbieter die Trägerorganisation. Die ausländischen Seiten führen keine Schweizer Bewilligung, weshalb ihre Lizenzen hierzulande rechtlich wirkungslos sind. Ein direkter Vergleich von Boni oder Quoten ist für diese Anbieter nicht sinnvoll, da sie ausserhalb der Schweizer Regulierung agieren und keine vergleichbaren Standards für Spielerschutz oder Auszahlung bieten.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Tabelle bewertet die Anbieter primär nach ihrer regulatorischen Einordnung in der Schweiz. Die Bedingungen zu Quoten und Auszahlungsgeschwindigkeiten nennen die internationalen Seiten in den eigenen AGB, weshalb hier kein technischer Vergleich erfolgt. Wer vergleicht, sollte primär auf die Schweizer Bewilligung achten – sie garantiert den Zugang zum Spielersperrsystem, die Einhaltung von Einzahlungslimiten und die Sicherheit der Auszahlung gemäss Schweizer Recht. Angebote ohne diese Bewilligung entziehen sich der Aufsicht.

Die zwei Bewilligten – was sie konkret tragen

Swisslos Sporttip ist die Plattform für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Loterie Romande Jouez Sport bedient die Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Beide Veranstalter unterliegen derselben Rechtsbasis, nutzen aber unterschiedliche Spielregelwerke. Die veröffentlichten Regeln von Sporttip (Version 4.2) sind die einzige massgebliche Quelle für die beschriebenen Details. Die Regeln der Loterie Romande sind eigenständig und nicht Teil dieses Vergleichs.

Überblick – was in der Schweiz Sportwetten heisst

Sportwetten in der Schweiz sind Grossspiele unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019), und sie werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Was das heisst: Nur Swisslos und Loterie Romande haben eine solche Bewilligung, und jede andere Marke, die in der Schweiz Sportwetten anbietet, tut dies ohne Bewilligung.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) hat die Organisatoren von Lotterien und Sportwetten auf zwei festgelegt: Swisslos und Loterie Romande. Eine dritte Bewilligung sieht die IKV nicht vor. Was bedeutet, dass die in einem Berufsbild erwähnte Liste «weiterer lizenzierter Anbieter» in der Schweiz kurz ist – sie enthält diese zwei.

Wie sich die beiden Veranstalter finanzieren

Swisslos hat für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die wiederum Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe finanziert. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio. (gegenüber CHF 122 Mio. im Jahr 2024). Was auf den ersten Blick wie eine Nebensache aussieht, ist in der Praxis ein zweistelliger Millionenbetrag pro Jahr, der ohne die zwei Organisatoren nicht in den Breitensport fliessen würde.

Das Servicegebiet – wer wo spielen kann

Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Das Loterie-Romande-Gebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Was heisst das für die Online-Registrierung? Wer im Swisslos-Gebiet wohnt, kann ein Swisslos-Konto eröffnen, aber kein Loterie-Romande-Konto, und umgekehrt. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt und auf der Loterie-Romande-Seite spielen will, kann dort kein Konto eröffnen.

Rechtslage – was erlaubt ist und was nicht

Die Rechtslage der Schweiz ist klar, bezifferbar und kurz. Was hier passiert, ist die Anwendung des BGS und der IKV 2020 auf den konkreten Fall von Sportwetten – mit einer Lizenzprüfung, einer Werbegrenze und einer strafrechtlichen Schwelle.

Ein geschlossener Laptop steht neben einem Glas Wasser auf einem Küchentisch im Licht des frühen Morgens.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf eine Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Was beworben werden darf und was nicht

Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen (Art. 74 BGS). Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Was heisst das? Wer für eine ausländische Plattform wirbt – mit welcher Form der Werbung auch immer –, bewegt sich in einem strafrechtlich relevanten Raum. Die Beschreibung einer ausländischen Plattform im redaktionellen Text ist keine Werbung im rechtlichen Sinn, solange sie beschreibt und nicht anpreist.

Gratiswetten und Promotionen

Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Was das bedeutet: Die Höhe und die Bedingungen solcher Gratisspielguthaben stammen von der Gespa und sind nicht frei erfunden. Promotion-Codes, die auf der Seite erscheinen, sind in der Schweiz nicht ohne weiteres einsetzbar.

Wer mit 18 Jahren wetten darf

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Eine Registrierung bei Swisslos erfordert mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Steuerliche Lage

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden nur darüber besteuert. Der Bundessteuerfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Steuerfreibetrag ist je nach Kanton unterschiedlich, weshalb die Formulierung «je nach Kanton» gilt und keine kantonale Einzelfigur steht. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dem Freibetrag, weshalb auf einen normalen Wettgewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer anfällt. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – eine solche Steuer gibt es nicht.

Strafbarkeit

Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird in aller Regel nicht bestraft, aber sein Einsatz und sein Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Aufsicht, wenn auf einer ausländischen Plattform gespielt wird. Was bleibt: Die Plattform funktioniert technisch, der Spieler kann gewinnen und auszahlen lassen – aber ohne Schweizer Recht im Hintergrund.

Spielerschutz – Limiten, Sperren und Register

Sportwetten in der Schweiz sind kein Produkt, das die Person kauft und die zum kaufen gibt. Sie sind ein Grossspiel mit gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmechanismen, die vor der ersten Wette greifen. Wer in der Schweiz Sporttip nutzt, durchläuft mit der Registrierung eine Folge von Limiten, Sperren und Prüfungen, die im Gesetz stehen und im Spielregelwerk von Swisslos ihre konkrete Form haben.

Verlustlimiten und Einzahlungslimit

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Was heisst das in der Praxis? Wer mit Sporttip anfängt, kann nicht «einfach so» lossielen – die Limite ist der erste Schutz, der die Höhe des wöchentlichen oder monatlichen Verlusts deckelt. Eine Erhöhung der Limite ist bewusst träge gemacht, damit sie nicht im Affekt passiert.

Spielsperre und das schweizweite Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die gesetzliche Sperre ist im Spielsperre-System (Art. 80–82 BGS) geregelt, das den Ausschluss überschuldeter oder abhängiger Personen und die Selbstsperre umfasst. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Testkäufe der Gespa 2025

Die Gespa hat im Berichtspflicht-Testverkauf 2025 an Verkaufsstellen in 19 Sportwetten gekauft verkauft – in 47.5 % von 200 Fällen wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Zahl zeigt, dass der Verkaufsstellenschutz nicht in jedem Fall greift. Wer daraus den Schluss zieht, dass die Stellen bei Sporttip «sicher» sind, übersieht, dass die Statistik ein Stichprobenwert ist und nicht jede Verkaufsstelle abdeckt. Im Online-Kanal ist der Schutz vollständiger, weil die Registrierung mit Ausweisprüfung läuft.

Wer gesperrt oder minderjährig ist

Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Was heisst das? Wer trotz Sperre spielt, kann den Gewinn nicht einfordern – der Einsatz und der Gewinn verfallen. Die Plattform hat in diesem Fall keine Pflicht zur Auszahlung. Der Mechanismus ist eine Konsequenz der Registrierung, die mit Ausweisprüfung läuft.

Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit

Wie Geld auf das Spielkonto kommt und wie es wieder ausgezahlt wird, ist in der Schweiz stark reguliert. Gewinne gehen nur auf ein Konto im eigenen Namen (Art. 50 Abs. 2 VGS), und Zahlungsmittel wie Wallets, Karte oder Überweisung unterscheiden sich in den Bedingungen. Was heisst das für die Person, die einzahlt oder auszahlt?

Einzahlung auf das Swisslos-Wallet

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. Innerhalb von 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay ist eine angebotene Zahlungsart, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Was in diesem Mechanismus steckt: Eine bewusste Deckelung, die das Wallet auf einen tiefen fünfstelligen Betrag begrenzt und damit den maximalen Einsatz pro Zeitfenster kappen wird.

Auszahlung von Gewinnen

Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus, das auf den eigenen Namen lautet. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Was heisst das für die Praxis? Wer das Spielguthaben nicht für weitere Wetten verwendet, sondern auszahlt, sollte die ersten beiden Auszahlungen im Jahr nutzen, um die Kommission zu vermeiden.

Gewinne unter und über CHF 1’000

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Was in der Praxis bedeutet: Wer den Gewinn manuell auf das Bankkonto überweisen will, kann das nur, wenn der Gewinn über der Schwelle liegt. Unter der Schwelle fliesst das Geld ins Wallet und wird Teil des Spielguthabens.

Welche Zahlungsmittel bei Sporttip verfügbar sind

Welche Zahlungsmittel ein Anbieter konkret akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Bedingungen. Was im Schweizer System nicht funktioniert: anonyme Auszahlungen, Auszahlungen auf Konten, die nicht auf den eigenen Namen lauten, und Krypto-Auszahlungen direkt auf eine Wallet ohne Schweizer Bankbezug. Eine Plattform, die solche Auszahlungen anbietet, arbeitet entweder gar nicht mit Schweizer Bewilligung oder unterläuft die Auflagen.

Livewetten und Cash-Out – was im Spiel geht

Livewetten sind Wetten, die während eines laufenden Spiels platziert werden. Cash-Out ist die Möglichkeit, eine Wette vor dem eigentlichen Ende des Ereignisses auszahlen zu lassen. Beide Mechanismen sind erlaubt, aber unterschiedlich reguliert. Was sie im Alltag tragen, hängt vom Anbieter, vom Markt und vom Zeitpunkt ab.

Livewetten bei Sporttip

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Was heisst das für die Person, die live spielt? Die Wette muss vor dem Ausgang platziert sein, sonst ist sie wertlos. In spielentscheidenden Situationen kann die Plattform die Wette annulieren, was den Spieler in eine schiefe Lage bringt, wenn die Quote zum Zeitpunkt der Platzierung hoch war.

Cash-Out bei Sporttip

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Was eine Cash-Out für den Spieler bedeutet

Cash-Out klingt nach Flexibilität, ist in der Praxis eine Versicherung gegen den Totalverlust mit einem Preisaufschlag. Wer eine Wette zu 2.10 über 100 CHF platziert, hat im Gewinnfall Anspruch auf 210 CHF; bei Cash-Out vor dem Spiel wird ein Betrag angeboten, der in der Regel unter dem möglichen Gewinn liegt, dafür aber sicher ist. Wer mit dem Cash-Out-Verlust, der mit dem Spielstand schwankt, nicht klarkommt, lässt die Wette laufen und riskiert den Totalverlust.

Live-Übertragung als Bedingung

Livewetten gelten bei Sporttip unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer ohne Bild tippt, kann trotzdem live wetten, muss aber den Spielstand aus anderer Quelle beziehen – und riskiert, hinter dem tatsächlichen Geschehen zurück zu sein. Eine Übertragung ist keine Bedingung für die Wette, sondern ein Komfort für die Beobachter.

Die zwei Bewilligten im Detail

Swisslos Sporttip

Swisslos – SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft – hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip, der seit 2019 unter dem neuen Geldspielgesetz läuft. Der Servicebereich umfasst die sechzehn Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Sporttip wird online über die Swisslos-Website und die Sporttip App für iOS und Android angeboten. In der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Was Sporttip trägt, ist das vollständige Grossspiel-Paket unter Schweizer Recht: Verlustlimiten vor der ersten Wette, Spielsperre-Option mit Registereintrag, Schweizer Bank- oder Postkonto als Auszahlungsweg, Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettbewerbe. Was Sporttip nicht trägt, sind Mikromärkte wie Eckballwetten, Kartenwetten und Esports – sie stehen nicht auf der Liste und dürfen nicht angeboten werden.

Der Sporttip-Multiplikator-Effekt – der Kombiboost – verlangt mindestens vier Voraussagen zu je mindestens 1.50 und steigert den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Die Erhöhung ist in Einsatz und Höhe limitiert, der maximale Bonusbetrag steht im Wettprogramm. Wer den Kombiboost nutzt, sollte die Marge der einzelnen Voraussagen prüfen, weil sich die Einbehalte summieren. Die Limits sind eng, mit den Boni sind sie nicht grenzenlos offen.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat ihren Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweize sowie 221 Mitarbeitende. Wie Sporttip ist sie Grossspiel-Veranstalter unter dem BGS, mit Veranstalter- und Spielbewilligung und Gespa-Aufsicht. Was die Loterie Romande ihrem Publikum trägt, ist das Westschweizer Gegenstück zu Sporttip – mit eigenen Spielregeln, eigener Marke und eigenem Verkaufsstellennetz.

Was den Westschweiz von Sporttip trennt, ist nicht das Recht, sondern die Sprache und die Spielregeln. Die Loterie Romande führt ein eigenes Spielregelwerk, das nicht Gegenstand dieser Recherche ist. Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, kann ein Loterie-Romande-Konto eröffnen; wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann das nicht. Diese Trennung ist die operative Konsequenz der IKV 2020, die jedes Getrennte eigenständig lässt.

Die acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden acht Anbieter arbeiten ohne Schweizer Bewilligung. Sie sind in der Schweiz nicht zugelassen, ihre Lizenz aus einem anderen Land hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS), und sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen. Sie können in der Schweiz nicht werben, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen, und der Spieler hat im Streitfall kein Schweizer Recht im Hintergrund.

Cloudbet

Cloudbet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Das bedeutet, dass sie sich ausserhalb der Schweizer Regulierung bewegt, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister besitzt und Streitfälle nicht vor Schweizer Gerichten verhandelt werden. Wer hier spielt, nutzt eine Plattform ohne Schweizer Aufsicht; zudem kann die Domain jederzeit auf die Sperrliste der Gespa gelangen.

Funbet

Funbet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Spieler finden hier weder den Schutz des Schweizer Sperrregisters noch die Einhaltung Schweizer Spielregeln. Wie bei allen internationalen Seiten ohne Schweizer Konzession gilt: Kein Rechtsschutz im Streitfall, keine staatliche Aufsicht und das Risiko einer jederzeitigen DNS-Sperre durch die Gespa.

Boomerang Bet

Boomerang Bet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Spieler sollten sich bewusst sein, dass sie hier ausserhalb des Schweizer Rechtssystems agieren. Es gibt keine Schweizer Streitbeilegung und keinen Zugriff auf das Schweizer Sperrsystem. Die Plattform kann zudem jederzeit durch die Gespa blockiert werden.

20Bet

20Bet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Wie bei anderen Anbietern aus dieser Kategorie fehlt die Anbindung an die Schweizer Spielaufsicht sowie der Schutz durch das nationale Sperrregister. Spieler nutzen die Plattform auf eigenes Risiko, ohne Zugriff auf Schweizer Rechtsschutzmöglichkeiten.

Betwinner

Betwinner ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Das Fehlen einer Schweizer Konzession bedeutet, dass die Plattform nicht an die hiesigen Vorgaben für Spielerschutz und Transparenz gebunden ist. Ein Rechtsschutz gegen den Betreiber ist im Falle von Unstimmigkeiten in der Schweiz faktisch nicht gegeben.

Wettigo

Wettigo operiert als ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Wer sich für diesen Anbieter entscheidet, sollte bedenken, dass die Schweizer Gespa-Aufsicht und das Sperrregister für diese Seite keine Gültigkeit haben. Die Nutzung erfolgt ausserhalb des regulierten Schweizer Glücksspielmarktes.

Donbet

Donbet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Da keine Verbindung zum Schweizer System besteht, profitieren Nutzer weder von Schweizer Einzahlungslimiten noch von der gesetzlichen Pflicht zur Spielsperre. Die Plattform bleibt für Schweizer Nutzer ein Angebot ohne rechtliche Absicherung.

IviBet

IviBet ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist nicht an das Schweizer Spielsperrsystem angeschlossen und unterliegt nicht der Aufsicht der Gespa. Spieler sollten beachten, dass sich dieses Angebot ausserhalb des Schweizer Konzessionsmodells bewegt.

Wie sich die zwei Bewilligten gegen die acht Ausländischen verhalten

Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen zwei Plattformen mit voller Schweizer Aufsicht und einer beliebigen Zahl von Plattformen ohne Schweizer Aufsicht. Was folgt aus dieser Wahl? Konsequenz für Konsequenz.

Wer mit Schweizer Bewilligung spielt

Spielt mit den zwei Plattformen, die das Schweizer Recht trägt: Verlustlimiten, Spielsperre-Register, Schweizer Bank- oder Postkonto, Gespa-Liste der erlaubten Sportarten. Der Schutz greift auch im Streitfall, und die Auszahlung erfolgt auf ein Konto im eigenen Namen. Wer mit Schweizer Bewilligung spielt, kann den Gewinn in der Schweiz verfolgen – bis zur Verrechnungssteuer, die oberhalb des Freibetrags greift.

Wer ohne Schweizer Bewilligung spielt

Spielt mit einer Plattform, die in der Schweiz nicht zugelassen ist, deren Lizenz aus einem anderen Land hier keine Kraft hat, die nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen ist und deren Werbung in der Schweiz verboten ist. Was der Spieler nicht hat: den Schweizer Schutz bei Streit, die Schweizer Aufsicht über die Spielregel, die Schweizer Aufsicht über die Auszahlung. Was der Spieler hat: die Funktionalität der Plattform, solange sie nicht auf der Gespa-Sperrliste steht. Was übrig bleibt: die Frage, ob der Gewinn in der Schweiz versteuert wird – und im Kanton Thurgau lautet die Antwort für Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag: ja.

Was die zwei Welten gemeinsam haben

Beide Welten teilen den Mechanismus der Quote mit Marge, den Mechanismus der Einzel- und Kombiwette, den Mechanismus der Livewette und den Mechanismus des Cash-Out. Was sie nicht teilen, ist das Schutznetz: Das Schweizer Schutznetz ist eng, mit Limiten, Sperren und Aufsicht; das ausländische Schutznetz ist die Plattform selbst, mit ihren eigenen Bedingungen und der Lizenz des Lands, in dem sie registriert ist.

Was im Alltag zählt – die operativen Details

Was im Alltag zählt, sind die Details, die zwischen den beiden Welten und zwischen den beiden Bewilligten unterscheiden. Wer sich für eine Plattform entscheidet, sollte diese Details prüfen.

Wie das Wallet funktioniert

Das Swisslos-Wallet hat einen maximalen Stand von CHF 9’999. Wer mehr einzahlen will, kann das nicht – das Wallet ist gedeckelt. Was in der Praxis bedeutet: Wer mit hohem Einsatz spielen will, kann das Wallet nicht als alleinigen Speicher nutzen, sondern muss über die Plattform wetten und die Gewinne auszahlen lassen. Die Auszahlung erfolgt auf das Bank- oder Postkonto, nicht auf das Wallet.

Wie die Auszahlung läuft

Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen pro Jahr kostenlos, ab der dritten wird eine Kommission von 3 % fällig. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 innert 3 Arbeitstagen auf das Bankkonto überwiesen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Wie die Registrierung läuft

Die Registrierung bei Swisslos erfordert die Vollendung auf einem Schweizer oder Liechtensteiner Ausweis, die Prüfung gegen Adressdatenbanken, die Wohnsitz- oder Aufenthaltsbestätigung im Swisslos-Vertragsgebiet und die Bestätigung der gesetzten Verlustlimiten. Die Prüfung erfolgt mit Ausweis-Upload und automatischem Datenabgleich. Wer keinen Ausweis hat oder im falschen Gebiet wohnt, kann sich nicht registrieren.

Wie die Spielsperre läuft

Eine Spielsperre von 1 bis 180 Tagen ist selbst gesetzt, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt für Swisslos und für Casinos. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Einbezug einer Fachstelle.

Wie die Werbung läuft

Werbung für Sportwetten ist in der Schweiz erlaubt, aber nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet. Werbung für ausländische Plattformen ist verboten und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft werden. Werbung mit Promotion-Codes ist in der Schweiz nicht ohne weiteres zulässig.

Häufige Fragen zu Sportwetten in der Schweiz

Welche Sportwetten-Anbieter gibt es in der Schweiz, und für welche Kantone gelten sie?

In der Schweiz gibt es zwei Anbieter mit Bewilligung: Swisslos Sporttip für die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, und Loterie Romande Jouez Sport für die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine Registrierung erfordert den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet.

Wer ist der beste Sportwetten-Anbieter, und nach welchen Kriterien lässt sich das beurteilen?

Die Frage hat keine einfache Antwort, weil die Schweiz nur zwei Anbieter mit Bewilligung kennt und der «best» und der «schweizer» für jeden Anbieter anders aussieht. Wer Schweizer Schutz will, wählt Swisslos oder Loterie Romande; wer eine breitere Marktpalette will, sucht bei ausländischen Anbietern und nimmt den Verlust des Schweizer Schutzes in Kauf. Die Kriterien sind Bewilligung, Quotenmarge, Limiten, Zahlungswege und Auszahlungsfrist – jeder Anbieter hat seine eigenen Stärken.

Was ist die Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten, und was bedeutet sie für das Angebot?

Die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten bestimmt, was ein Schweizer Anbieter anbieten darf. Sie ist auf dem Stand vom 10. September 2026 und enthält Fussball, Eishockey, Tennis, Formel 1, Pferdewetten und weitere Disziplinen, aber keine Eckballwetten, keine Kartenwetten und keinen Esports-Bereich. Was nicht auf der Liste steht, kann ein Schweizer Anbieter nicht anbieten.

Welche Art von Cash-out gibt es bei Sporttip?

Cash-Out bei Sporttip ist nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung verfügbar, und nur online für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live. Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Ab welchem Alter sind Sportwetten erlaubt, und wer ist von der Teilnahme ausgeschlossen?

Sportwetten sind ab 18 Jahren erlaubt. Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis beteiligt ist, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Die Spielsperre ist im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Inhalt erstellt vom Team «livewettench»